Ausstellung erinnert an Karl Hubbuch und die „Jedermann“-Spiele in Neuenbürg
Anlässlich des 130. Geburtstags des Künstlers Karl Hubbuch (1891–1979) erinnert eine Ausstellung im Graf-Eberstein-Schloss Neuenbürg an ein besonderes Kapitel der Ortsgeschichte.
Im Mittelpunkt stehen die „Jedermann“-Spiele, die vom 20. August bis 3. September 1950 in Neuenbürg aufgeführt wurden. Rund 2.000 Zuschauerplätze standen für das Freilichttheater zur Verfügung. Initiiert hatte das kulturelle Großereignis der damalige Dorfschullehrer Walter Weckenmann, der der Jugend in der Nachkriegszeit Orientierung und Halt vermitteln wollte. Bereits in den Jahren 1946 und 1947 hatten zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner bei Theaterinszenierungen selbst auf der Bühne gestanden. An diese Zeit erinnert heute noch die Jedermannstraße im Ort.
Das Schauspiel „Jedermann – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ des österreichischen Schriftstellers Hugo von Hofmannsthal thematisiert die Vergänglichkeit von Reichtum und irdischen Gütern – eine Botschaft, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat.
Karl Hubbuch, der über seine Familie eng mit Neuenbürg verbunden war, unterstützte die Aufführungen, indem er Bühnenbilder entwarf und Werbematerialien gestaltete.
Seit dem Frühjahr ist dem Künstler und den historischen „Jedermann“-Spielen im Graf-Eberstein-Schloss ein eigener Ausstellungsraum gewidmet. Die Ausstellung ist sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet.
Bildvorschlag Flugblatt/Flyer gestaltet von Karl Hubbuch
Quelle: Stadt Kraichtal




























