Sonderführung zum Tag des offenen Denkmals
Bruchsal der 1950er-Jahre bei einem Rundgang neu entdecken
Wie hat sich Bruchsal nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg verändert? Und was erzählt die Architektur der 1950er-Jahre über den Wiederaufbau der Stadt? Diesen Fragen widmet sich Prof. Dr. Hartmut Ayrle, Leiter der Stadtentwicklung Bruchsal, bei einer Sonderführung am Sonntag, 13. September.
Der baugeschichtliche Rundgang im Rahmen des bundesweiten Tags des offenen Denkmals beginnt um 17 Uhr am Denkmal auf dem Otto-Oppenheimer-Platz und führt durch die Bruchsaler Innenstadt.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die zu rund 80 Prozent zerstörte Innenstadt nach 1945 neu entwickelte. Dabei wird deutlich, wie eng Kriegszerstörung, die städtebaulichen Vorstellungen der Nachkriegszeit und der Wille zum Wiederaufbau miteinander verbunden sind.
Ein besonderes Augenmerk gilt der Kaiserstraße. Sie bildet ein prägendes städtebauliches Ensemble der Wiederaufbauzeit. Dabei geht es nicht nur um einzelne Gebäude, sondern vor allem um das Zusammenspiel von Architektur, Stadtplanung und Geschichte. Die alten Grundstückszuschnitte wurden beim Wiederaufbau weitgehend beibehalten, während zeitgemäße Fassaden und eine moderne Architektur den Aufbruch der Nachkriegsjahre widerspiegeln.
Die Führung möchte den Blick auf oft übersehene Details und Qualitäten der Bruchsaler Innenstadt lenken und bekannte Stadträume aus einer neuen Perspektive zeigen.
Der Rundgang ist Teil einer ganzjährigen Veranstaltungsreihe, die sich verschiedenen Quartieren und Landschaftselementen in und um Bruchsal widmet. Gemeinsam geben die Führungen Einblicke in die 1050-jährige Geschichte der Stadt und der Region am westlichen Kraichgaurand.
Foto: Die Bruchsaler Innenstadt um 1970 – lange bevor die Kaiserstraße als heutige Fußgängerzone für den motorisierten Verkehr gesperrt wurde. (Vorlage und Reproduktion: Stadtarchiv Bruchsal)




























