63-Jähriger nach Badeunfall in Neckarbischofsheim in Lebensgefahr – Polizei ermittelt
Nach einem Badeunfall im Freibad Neckarbischofsheim schwebt ein 63-jähriger Mann in Lebensgefahr. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag gegen 15.15 Uhr.
Der Mann und sein 38-jähriger geistig beeinträchtigter Sohn wurden vom Badpersonal gemeinsam mit Badegästen bewusstlos aus dem Wasser gerettet. Während der Sohn schnell wieder zu sich kam, musste der 63-Jährige noch vor Ort umfangreich reanimiert werden. Er wurde unter fortlaufenden Wiederbelebungsmaßnahmen in ein Krankenhaus gebracht und befindet sich weiterhin in einem kritischen Zustand.
Während des Rettungseinsatzes errichtete die Feuerwehr einen Sichtschutz, um die Privatsphäre der Betroffenen zu schützen. Dennoch filmte nach Angaben der Polizei ein bislang unbekannter Autofahrer vom Zaun des Freibads aus die laufenden Reanimationsmaßnahmen sowie die medizinische Versorgung der beiden Männer.
Das Polizeipräsidium Mannheim verurteilt dieses Verhalten scharf. Wer das Leid anderer Menschen filme oder entsprechende Aufnahmen verbreite, handle nicht nur respektlos, sondern müsse unter Umständen auch mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.
Die Angehörigen, zahlreiche Badegäste, das Schwimmbadpersonal sowie die eingesetzten Rettungs- und Einsatzkräfte wurden nach dem Vorfall von der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des DRK-Kreisverbandes Rhein-Neckar betreut.
Da die Ursache des Badeunfalls bislang ungeklärt ist, hat das Polizeirevier Sinsheim die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07261/690-0 bei der Polizei zu melden.




























