Stadt Wiesloch informiert zur Gewässer-Verunreinigung

Stadt Wiesloch informiert zur Gewässer-Verunreinigung

Leckage in Biogasanlage führte zu schwerer Gewässerverschmutzung in Gauangelbach und Leimbach

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch, Abteilung Schatthausen, versuchten durch ein Zurückstauen des stark mit Gülle verschmutzen Gänsäckergrabens ein ungehindertes Abfließen in den Gauangelbach zu verhindern

 Als am vergangenen Mittwoch gegen 13:00 Uhr bei der Stadtverwaltung ein Anruf eines besorgten Schatthäuser Bürgers einging, der von Schaumbildung, Braunfärbung und üblem Geruch aus dem Gauangelbach berichtete, wurde diesem Hinweis durch die zuständige Stelle im Rathaus umgehend nachgegangen. In Schatthausen musste dann festgestellt werden, dass sich eine übel riechende Brühe aus dem verdolten Gänsäckergraben in den Gauangelbach ergoss. Im Bereich des Gänsäckergrabens wurde dann eine Wasserprobe sichergestellt, die derzeit im Labor des AHW in Wiesloch untersucht wird. Im weiteren Verlauf stellte sich dann heraus, dass die Einleitung der Gülle von einem landwirtschaftlichen Betrieb stammte, der eine Biogasanlage betreibt. Da der Anlagenbetreiber vor Ort nicht angetroffen werden konnte, musste die Feuerwehr alarmiert werden, um zu verhindern, dass das stark verunreinigte Wasser aus dem Gänsäckergraben weiterhin ungehindert in das Gewässersystem von Gauangelbach und Leimbach gelangen und dort große Schäden anrichteten konnte. Als die von der Stadtverwaltung herbeigerufenen Vertreter des Wasserrechtsamtes vor Ort eintrafen, wurde mit Hilfe des inzwischen anwesenden Anlagenbetreibers die Leckage geortet und schließlich geschlossen. Die Feuerwehrabteilung Schatthausen hat daraufhin ihre Anlagen und Einrichtungen wieder abgebaut und den Einsatz beendet. Im Nachgang hat die Verwaltung die Angelvereine in Baiertal und Schatthausen informiert und ihre Mitglieder gebeten den Gauangelbach abzulaufen, um nach toten Fischen und anderen Lebewesen in und am Gewässer zu suchen. Sogar in Wiesloch wurde die Verschmutzung und Geruchsbelästigung deutlich wahrgenommen, wie Alfred Grieb vom Angelverein Kurpfalz besorgt berichtete. Der Verein wollte am folgenden Tag ebenfalls den von ihm gepachteten Bereich am Leimbach abgehen und Schäden dokumentieren. Von dieser Überprüfung der Gewässerstrecken und über den tatsächlichen Umfang des Schadens liegen der Verwaltung noch keine Ergebnisse vor. Das Wasserrechtsamt befasst sich als zuständige Behörde im Benehmen mit der Umweltpolizei mit dem Vorfall.

Zugesandt von der Stadt Wiesloch

Veröffentlicht am 19. Dezember 2019, 16:14
Kurz URL: https://kraichgau-lokal.de/?p=296658 

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