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Sommerferien in der Region: Freizeit-Tipps für den „Corona-Sommer“

9. August 2020 | Allgemeines, Familie, Freizeit, Leitartikel, Media, Natur und Umwelt, Orte, Photo Gallery, Rhein-Neckar-Kreis, ~ Umland, ~~ Überregional

Sommerferien in der Region: Heimat neu entdecken – Freizeit-Tipps für den „Corona-Sommer“

Durch die Corona Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen werden viele Familien die Sommerferien in der Region verbringen. Deshalb startet der Rhein-Neckar-Kreis unter dem Motto „Heimat neu entdecken – Freizeit-Tipps für den „Corona-Sommer“ eine Presseserie, die in sechs Folgen durch die sechs verschiedenen Naturräume im Rhein-Neckar-Kreis führt.

Dieses Bild stammt von einer Gewinnerin/einem Gewinner des Fotowettbewerbs „Rhein-Neckar-Kreis – Meine Heimat“ im Jahr 2016. Es gehört zu den Motiven des Rhein-Neckar-Kreis Memospiels. Für jede weitere Veröffentlichung ist die Angabe des Urhebers verpflichtend. Bei Rückfragen melden Sie sich bitte beim Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

„Ferien in der Region sind kein Grund zur Langeweile“, findet Beate Otto, Tourismusbeauftragte des Rhein-Neckar-Kreises, „Es ist eine tolle Gelegenheit die eigene Heimat neu zu entdecken.“ Denn mit dem Odenwald und kleinem Odenwald, der badischen Bergstraße, dem Kraichgau, der Oberrheinebene und dem Neckartal vereint der Rhein-Neckar-Kreis verschiedene Kulturlandschaften in denen es viele kleine Schätze in einer spannenden Abwechslung zwischen Natur und Kultur zu entdecken gibt.

In diesem Sinne stellt die Tourismusbeauftragte des Rhein-Neckar-Kreises in den Sommerferien für jede Woche eine Radtour, eine Wanderung sowie einen Ausflugstipp vor, die sich corona-konform mit genügend Abstand und abseits der stark frequentierten Touristik-Hotspots erleben lassen.

In Folge 2 geht es in den Odenwald: Wie wäre es mit einer Mountainbike-Tour rund um den Wilhelmsfelder Teltschikturm, einer Wanderung am Geoparkpfad „Steine, Schluchten und Sagen“ bei Weinheim und Schriesheim oder einem Tagesausflug ins herrliche Steinachtal?

Teltschikturm-Tour

Teltschikturm in Wilhelmsfeld

Die Kulturlandschaft rund um den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und den Naturpark Neckartal-Odenwald gilt als eine der abwechslungsreichsten MTB-Regionen Deutschlands. Sowohl naturräumlich als auch aufgrund ihrer hohen Reliefenergie ist die Region ein wahres Eldorado für Mountainbiker mit mehr als 40 verzeichneten Touren.

Eine perfekte MTB-Runde für sommerliche Feierabende ist die Teltschikturm-Tour: Zwischen Wilhelmsfeld, Heiligkreuzsteinach und Schönau führt die 25,3 kilometerlange Rundtour mit einem Auf- und Abstieg von rund 775 Höhenmetern durch den idyllischen Odenwald. Am Start und Zielpunkt, dem Wanderparkplatz „Hexenbesen“ nahe des Teltschikturms in Wilhelmsfeld, bietet sich eine gigantische Aussicht über die Region.

Zunächst führt die Mountainbike-Tour kräftig bergauf durch den Wald über die Hochpunkte „Eichköpfel“ und „Wolfsgrube“. Mit einer Abfahrt entlang des Klipfelbachs und einem Zwischenanstieg hinauf zum Hexenbuckel erreicht man das Klosterstädtchen Schönau mit seinem historischen Stadtkern. Die nächsten Stationen sind Münchel, Sitzbuche und Geigersheide bevor es auf der letzten Etappe über den Schriesheimer Kopf zurück in Richtung Wilhelmsfeld geht. Hier befindet sich der Teltschikturm, der mit einer atemberaubenden Aussicht über den Odenwald beeindruckt.

Steine, Schluchten & Sagen – Geopark-Pfad Weinheim/Schriesheim

Eine große Gesteinsvielfalt auf kurzen Wegen prägt die Umgebung von Weinheims Ortsteil Oberflockenbach und Schriesheims Ortsteil Ursenbach. Der Geopark-Pfad „Steine, Schluchten und Sagen“ erstreckt sich in zwei Schleifen auf einer Strecke von jeweils 8 Kilometern. In seinem Streckenverlauf bietet er vielfältige Einblicke in die geologische Vielfalt und vermittelt auf acht Informationstafeln interessante Zusammenhänge und Geschichten über das Leben der Menschen im vorderen Odenwald. Ausgangspunkt für beide Rundtouren ist die Ursenbacher Höhe.

Die Schriesheimer Schleife führt über das „Obere Griet“ und die „Lange Schaar“, durch das Naturdenkmal „Spatschlucht“, das durch seine bis zu 10 Meter hohen Felswände beeindruckt, bis in den „Hermannsgrund“. Hier lassen Pingen und Schluchten als Spuren des ehemaligen Schwerspat- und Feldspat-Abbaus das Leben und die Mühen der Bergleute des 19. Und 20. Jahrhunderts erahnen.

Die Weinheimer Schleife gibt an Steinberg und Eichelberg spannende Einblicke

in die geologischen Spuren der Eiszeit und Phänomene wie das eiszeitliche „Bodenfließen“. Sagen und Legenden über „die wilden Leute vom Eichelberg“ oder das „Geheimnis Steinberg“ zeugen davon, dass Landschaftsform, Geologie und Kulturgeschichte unmittelbar miteinander verzahnt sind und der Bergbau die Region über Jahrhunderte prägte.

Tagesausflug ins herrliche Steinachtal

Steinach im Odenwald

Unser Ausflugstipp startet von Heidelberg kommend mit einer rund 50-minütigen Busfahrt über Wilhelmsfeld und Schönau bis nach Heiligkreuzsteinach. Die Linie 34 fährt an Werktagen stündlich und an Sonntagen im 2-Stunden-Takt ohne Umstieg vom Heidelberger Zentrum bis zum malerischen Marktplatz der Odenwaldgemeinde.

In Heiligkreuzsteinach angekommen folgt eine gemütliche Wanderung entlang der Steinach in Richtung Schönau. Vorbei am Sportplatz führt die rund 6 km lange Strecke auf einem gut ausgebauten Rad- und Wanderweg leicht bergab durch das herrliche Steinachtal. Die im südöstlichen Teil des hessischen Landkreises Bergstraße entspringende Steinach fließt in einem weiten und offenen Tal in Richtung Neckar und galt früher als einer der wichtigsten Floßbäche im Odenwald.

Nach einer kleinen Stärkung gibt es im Klosterstädtchen Schönau viele historische Spuren der Zisterzienser, einem im 11. Jahrhundert gegründeten Orden benediktinischer Mönche, zu entdecken. Die Hühnerfautei als eines der ältesten Profanbauten nördlich der Alpen und die evangelische Kirche als ehemaliges Herrenrefektorium zeigen neben den vielen kleinen Spuren vergangener Zeiten in den Winkeln und Gassen des Städtchens die Überreste der einst größten Klosteranlage Deutschlands.

Auch wenn die Stadtführungen und Öffnungszeiten des Kloster- und Stadtmuseums aufgrund des Coronavirus bis auf Weiteres entfallen, gibt es die Möglichkeit die Geschichte des Städtchens auf eigene Faust zu erkunden: In 28 Stationen leitet ein markierter Stadtrundgang durch den historischen Stadtkern und vermittelt einen Eindruck von der ehemaligen Klosteranlage und der Entwicklung der Stadt in den späteren Jahrhunderten.

Nach dem Ausflug in die ereignisreiche Geschichte der Stadt geht es entlang der Steinach zu Fuß weiter in Richtung Neckartal. Die rund 4 kilometerlange Wegstrecke ins hessische Neckarsteinach verläuft auf einer ehemaligen Bahntrasse, die teilweise noch bis 1981 von der Steinachtalbahn befahren wurde.

In Neckarsteinach angekommen lockt das kulinarische Angebot der 4-Burgen-Stadt. Von hier fahren sonntags alle 30 Minuten Regionalbahnen entlang des romantischen Neckars nach Heidelberg. Die Fahrzeit beträgt 20 Minuten.

Weitere Informationen:

Die genauen Routenbeschreibungen der vorgestellten Tipps sowie weitere Ausflugsziele gibt es auf www.deinefreizeit.com, dem Freizeitportal des Rhein-Neckar-Kreises. Unter den Rubriken „Rad & Touren“, „Wandern & Führungen“ und „Ein schöner Tag“ finden sich zahlreiche Vorschläge für Radtouren, Wanderungen und Tagesausflügen in der Region. Im Downloadbereich können die illustrierte Freizeitkarte sowie die Broschüren „Entdecken Sie unsere Region!“ und „Deine Radtouren. Unsere Heimat.“ kostenlos heruntergeladen oder über [email protected] bestellt werden.

 Weitere Kontaktadressen im Odenwald sind: www.geo-naturpark.netwww.naturpark-neckartal-odenwald.de und www.tg-odenwald.de.

Bildhinweis zur Collage (Quelle: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, Burkhardt, Unger):
Wie wäre es mit einer Mountainbike-Tour rund um den Wilhelmsfelder Teltschikturm, einer Wanderung am Geoparkpfad „Steine, Schluchten und Sagen“ bei Weinheim und Schriesheim oder einem Tagesausflug ins herrliche Steinachtal?

Bildquelle Steinach im Odenwald: Dorothea Burkhardt

Bildquelle Teltschikturm: Dorothea Burkhardt

Bildquelle Wilde Leute Steine: Anni Unger

Zugesandt vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

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