„Igelhilfe Neidenstein“ – eine private Einrichtung berichtet von ihrer Arbeit …

„Igelhilfe Neidenstein“ – eine private Einrichtung berichtet von ihrer Arbeit …

Unsere Arbeit besteht vorrangig aus der Versorgung kranker, schwacher, verletzter und verwaister Igel. Sie werden bei uns in guter tierärztlicher Zusammenarbeit, behandelt, gesund gepflegt und dürfen dann wieder in die Freiheit zurück. Mancher Igel kommt in einem so einen schlechten Zustand zu uns, dass er oftmals nur noch erlöst werden kann. Auch die Begleitung eines Igels in den Tod gehört zu unseren Aufgaben. Inzwischen haben wir fünf feste, zuverlässige und kompetente Pflegestellen, welche uns großartig unterstützen, indem sie die Igel nach ihrem Genesungsprozess wieder auf das passende Gewicht bis zur Auswilderung hoch füttern.

Der Zustand unserer Igel hat sich deutschlandweit massiv verschlechtert. Es wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Dafür verantwortlich ist das Insektensterben von 75% (verursacht durch Verseuchung von Insektiziden und Pestiziden), die Verbreitung von Giftködern, die nur seltene Bereitschaft zur ganzjährigen zu-Fütterung, die Gleichgültigkeit, mit der die Menschen ihre Gartengeräte benutzen und so viele Igelleben auslöschen und zerstören.

Wir besuchen auch Kindergärten und Schulen, um so früh wie möglich den Kindern alles Wichtige über Igel zu vermitteln. Wir sehen es als unsere Aufgabe den Igeln gegenüber, so früh wie möglich mit Aufklärung und Informationen den Igel zu helfen. Bei den Kleinsten fangen wir an. Wir durften bereits in der  Kernzeit-Betreuung in Neidenstein, aber auch im katholischen Kindergarten Waibstadt, sowie die Realschule in Waibstadt besuchen.  So konnten wir zuletzt in Zusammenarbeit mit der Elternbeiratsvorsitzenden Sybille Kiermeier, die Klasse 1a der Brunnenschule Waibstadt, besuchen. Passend zum Lerninhalt des Unterrichtsfaches Sachkunde konnte Frau Reinhard & Frau Reichelt vorab mit den Kindern im Vorfeld einiges über Igel und deren lebensweise in Erfahrung bringen. Ob das theoretische, angeeignete Wissen seiner Richtigkeit entspricht, haben die Kinder durch ihre Fragen an uns, herausfinden können.
„Die Kinder  sind natürlich aufgeregt und wollen viel erfahren, aber auch Igel in echt sehen“, so Frau Rompf, Leiterin der Igelhilfe Neidenstein. Der Spagat zwischen leise und ruhig sein und aufgeregt auf die Igel warten war somit für die Kinder groß. Es wurde über das erreichbare mögliche Alter, die Ernährung, die Kinderanzahl einer erwachsenen Igel-Mama und auch die Sterbeursachen der Igel gesprochen.

Für die Kinder war dies ein aufregender, spannender und erlebnisreicher Sachkunde Unterricht, denn als Belohnung durfte jedes Kind ein Igel, sofern es sich getraut hat,  streicheln bzw. das Stachelkind berühren.

Die Igelhilfe Neidenstein ist rein privat finanziert, freut sich über jede Unterstützung, Zuwendung und Hilfe. Sprechen Sie uns doch an.

Wir hatten diesen Sommer 80% verwaiste Igelbabys und Kinder. acht davon waren gerade mal 2 Tage jung, von diesen hat es nur eine bislang überlebt. Die etwas größeren haben zwar bessere Chancen, aber es besteht dennoch oft die Gefahr dass sie an den Spätfolgen der Unterversorgung plötzlich an akutem Organversagen sterben. 

Zur Zu-Fütterung eignet sich am besten hochwertiges Katzennassfutter, mit hohem Fleischanteil, aber Getreide- und Zuckerfrei sowie ohne Gelee und Soße. Das von der Marke Carny Animonda ist qualitativ super und es wird auch sehr gerne gefressen, von den kleinen Gourmets. Ein Schälchen mit Wasser hilft allen Tieren im Garten.

Zugesandt von Sybille Kiermeier

Anmerkung der Redaktion: 
Der „stachlige Freund“ ist ein wichtiges und nützliches Mitglied in der heimischen Tierwelt und sollte unbedingt geschützt werden. Helfen Sie mit, sollten sie ein solches „hilfloses“ Tier finden. Kontakt zur Unterstützung finden sie unter dem LINK zur Igelhilfe Neidenstein!

 

Veröffentlicht am 22. November 2020, 19:03
Kurz URL: https://kraichgau-lokal.de/?p=310904 

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