Energiekataster hilft beim Klimaschutz

Bund fördert Untersuchungen zur energetischen Situation von städtischen Gebäuden

Auf dem Weg zu optimierter Energieeffizienz und damit auch verbessertem Klimaschutz hat die Stadt Walldorf ihren Gebäudebestand genau unter die Lupe nehmen lassen. Entstanden ist dabei ein „Energiekataster“.

Gegenüber der bisher gängigen reinen Dokumentation von Verbrauchsdaten in einem Energiebericht bietet die Methode des Energiekatasters auch einen Überblick über Energieverluste der jeweiligen Gebäude und geht deren Ursachen auf den Grund. Wo Ursachen erkannt sind, lässt sich auch für Abhilfe sorgen.

Das Tübinger Büro ebök, das die Methode des Energiekatasters bei einem Forschungsprojekt mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen entwickelt hat und dort erstmalig erprobte, wurde von der Stadt Walldorf mit dem „Walldorfer Energiekataster“ beauftragt.  Rund dreißig städtische Gebäude, sowohl öffentliche Gebäude wie das Astorhaus als auch städtische Wohngebäude, wurden hinsichtlich ihres energetischen Zustands untersucht. Mit dem Energiekataster können alle Arten von Gebäuden hinsichtlich ihres energetischen Zustandes rasch erfasst werden. Die Methode, die sich standardisierter Grundlagen bedient, erlaubt es auch, bislang noch nicht untersuchte Gebäude ohne aufwendige Einzelanalysen korrekt zu beurteilen.

Bei der Untersuchung der ausgewählten Gebäude wird zum Beispiel die Gebäudehülle genau aufgenommen. Fenster- und Mauerwerksflächen sowie Dachflächen sind hier für die Beurteilung wichtig sowie energieintensive „Verbraucher“, zu denen Heizungen und Lüftungen zählen. Benutzerspezifische Gewohnheiten werden genauso erfasst wie individuelle Lagebedingungen. So entsteht für jeden Gebäudetyp ein Energiereport, der auf den Bedarfsdaten und den tatsächlichen Verbrauchsdaten basiert und diese abgleicht. Der Energiereport gibt dann Aufschluss darüber, wo Energiesparpotentiale vorhanden sind.

Im Falle der Walldorfer Gebäude konnten Einsparpotentiale von zwanzig bis siebzig Prozent aufgezeigt werden.

Sinnvoll sanieren

Vor allem für die Sanierung städtischer Wohngebäude, die in den nächsten Jahren vorangetrieben werden soll, liefert das Energiekataster wertvolle Ergebnisse. “Das Energiekataster hilft der Stadt Walldorf dabei, im Bereich der energetischen Sanierungen der städtischen Immobilien die nächsten Schritte zu tun“, begrüßt Stadtbaumeister Andreas Tisch die Untersuchungen, die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit auf Beschluss des Deutschen Bundestages gefördert werden. Walldorf erhält im Rahmen des Förderprogramms „Klimaschutz in den eigenen Liegenschaften“ für das Teilkonzept der Gebäudebewertung einen Zuschuss von 18.300 Euro. Bei den Sanierungsmaßnahmen werden aber nicht nur energetische Aspekte eine Rolle spielen, sondern auch bauliche Maßnahmen, die zu mehr Wohnqualität führen. Laut Stadtbaumeister Andreas Tisch gehören dazu unter anderem auch die Sanierung von Sanitärbereichen, zeitgemäße Freibereiche und ein verbessertes Wohnumfeld. Die Stadt Walldorf plant, schrittweise möglichst sinnvolle ganzheitliche Sanierungspakete zu schnüren, um die städtischen Gebäude auf einen guten Stand zu bringen und dies für längere Zeit.

Quelle: Stadt Walldorf

Veröffentlicht am 22. Dezember 2012, 12:00
Kurz URL: https://kraichgau-lokal.de/?p=14732 

Kommentare sind geschlossen

Werbung























Archiv

Anzeigen

Foto Gallerie

Schnellkontakt: Telefon 0177 – 770 16 33

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Informationen...

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen