Deutsche bleiben Kryptowährungen gegenüber skeptisch

Schon jetzt kann gesagt werden, dass das Jahr 2019 sehr wohl alles andere als langweilig war: Das unerwartete Comeback des Bitcoin und die Ankündigung von Facebook, mit Libra eine eigene Kryptowährung auf den Markt bringen zu wollen, haben durchaus für viel Aufsehen gesorgt.

Geht es um das Thema Kryptowährung, so bleiben die Deutschen aber dennoch kritisch. Folgt man einer im Juni durchgeführten Umfrage von YouGov, die von der Unternehmensberatung BearingPoint in Auftrag gegeben wurde, so ist die Zahl jener Deutschen, die nichts mit Kryptowährungen zu tun haben wollen, gegenüber dem Vorjahr sogar noch gestiegen.

Kryptowährungen werden abgelehnt; Gold und Bargeld genießen hingegen das volle Vertrauen

94 Prozent der Befragten haben angegeben, noch nie mit Kryptowährungen Kontakt gehabt zu haben. 63 Prozent gaben sogar an, gar nicht zu wissen, was digitale Währungen überhaupt sind. 43 Prozent haben zumindest einmal von Kryptowährungen gehört, haben jedoch keine Ahnung, wie diese funktionieren. Abgelehnt werden Kryptowährungen auch als Anlage – drei von vier Deutschen sind der Meinung, es handle sich um keine empfehlenswerte Anlageform. Bezüglich der Preisstabilität haben 17 Prozent angegeben, Kryptowährungen seien vertrauenswürdig. Verglichen mit dem Vorjahr, ist das ein Minus von 6 Prozent – gegenüber dem Jahr 2017 sogar ein Minus von 15 Prozent.

Geht es hingegen um das Bargeld oder Gold, so sind die Deutschen wesentlich optimistischer. 84 Prozent haben angegeben, dass sie Gold als preisstabil einschätzen würden; bei Bargeld waren es 81 Prozent.

Kursverlauf erinnert an eine Achterbahnfahrt

Doch warum bleiben die Deutschen kritisch? In erster Linie wird es der Kursverlauf des Bitcoin sein, der, wenn man sich die letzten Jahre ansieht, an eine ausgesprochen wilde Achterbahnfahrt erinnert. Lag der Bitcoin-Preis noch zu Beginn des Jahres 2017 bei 1.000 US Dollar, so folgte dann der absolute Höhenflug – im Dezember kratzte der Bitcoin an der 20.000 US Dollar-Marke. Doch diese magische Hürde wurde nicht übersprungen – es kam in weiterer Folge zum Absturz. Innerhalb weniger Tage rutschte der Kurs auf unter 10.000 US Dollar. Ende 2018 lag der Bitcoin im Bereich der 3.000 US Dollar. Doch nicht nur der Bitcoin musste dramatische Verluste hinnehmen – der gesamte Kryptomarkt ist eingebrochen. Viele Kryptowährungen, unter anderem auch der Bitcoin, wurden für tot erklärt.

Auch wenn in der ersten Jahreshälfte 2019 das Comeback folgte, da der Bitcoin-Kurs von Januar bis Ende Juni von 3.000 US Dollar auf fast 14.000 US Dollar kletterte, konnte der Preis wieder nicht gehalten werden. Diesmal stürzte der Bitcoin auf unter 8.000 US Dollar ab. Wer etwa über Bitcoin Trader mit dem Bitcoin arbeitet, der muss also immer damit rechnen, dass es auch zu Verlusten kommen kann. Es gibt keine Strategie, mit der man immer Gewinne einfährt – das ist, wenn man sich mit dem Kryptomarkt befasst, einfach nicht möglich.

Zum aktuellen Zeitpunkt mag es zwar vielversprechende Prognosen geben, doch diese sind natürlich mit Vorsicht zu genießen. Auch wenn es viele Experten gibt, die den Bitcoin bei über 20.000 US Dollar (und noch höher) sehen, so heißt das nicht, dass sich die Kryptowährung auch in diese Richtung entwickeln wird. Man sollte also nur frei zur Verfügung stehendes Kapital investieren – also Geld, das man im Notfall auch verlieren darf.

Männer und Jugendliche sind aufgeschlossener

Die Umfrageergebnisse haben auch gezeigt, dass es auch einen Unterschied zwischen Mann und Frau gibt. Rund 21 Prozent der Männer haben sich bereits mit Kryptowährungen befasst – bei den Frauen lag der Anteil bei gerade einmal 8 Prozent. Ein weiterer Unterschied konnte auch beim Alter der Befragten festgestellt werden: Die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen ist besonders an Kryptowährungen interessiert – hier haben 14 Prozent angegeben, digitale Währungen zu nutzen. Bei der Gruppe der über 55-Jährigen lag der Anteil bei gerade einmal 3 Prozent.

Befragt zu den möglichen Vorteilen haben sich die Deutschen ebenfalls sehr zurückhaltend gezeigt. So haben beispielsweise 66 Prozent angegeben, sie würden keinen Mehrwert erkennen. Jeder Fünfte gab aber an, sich sehr wohl vorstellen zu können, in sozialen Medien mit Kryptowährungen zu bezahlen.

Veröffentlicht am 22. Oktober 2019, 15:50
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