Dampfen statt Rauchen: Ist ein Vaporizer tatsächlich gesund?

THC stammt aus der Cannabispflanze und ist einer der beliebtesten Wirkstoffe, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Trotz des Missbrauchs als Droge ist man sich einig: Die positive Wirkung des Krautes kann Menschen mit chronischen Krankheiten dabei helfen, sich besser zu fühlen. Die berauschende Wirkung hebt die Stimmung und sorgt gleichzeitig dafür, dass der Körper besser mit Schmerzen umgehen kann und die Selbstheilungskräfte aktiviert. Auch bei Nervenleiden, etwa bei der Parkinson-Krankheit, wird medizinisches Marihuana gerne eingesetzt. Doch die Tatsache, dass Marihuana zur vollen Wirkstoffentfaltung geraucht werden muss, schreckt einige Patienten ab. Vor allem dann, wenn bereits ein Krebsleiden besteht, fürchten Patienten, dass die krebserregenden Stoffe im Rauch gegenüber der heilenden Wirkung überwiegen.

Nicht jedem ist bekannt, dass man Cannabis auch mit einem Vaporizer verdampfen kann. Wer einen Vaporizer – auch Verdampfer genannt – kaufen möchte, tut dies in der Regel, weil das Verdampfen gemeinhin als gesünder angesehen wird als das Rauchen, doch stimmt das wirklich?

So funktionieren Vaporizer

Um zu verstehen, wieso der Verdampfer als gesündere Alternative gilt, muss man wissen, wie das Gerät überhaupt arbeitet. Im ersten Schritt wird das Produkt befüllt. Sobald die Kräuter im Vaporizer sind, aktiviert man diesen und er beginnt mit der Erhitzung. Dabei wird sehr viel weniger Wärme frei, als wenn man sein Kraut durch einen Joint oder mit einer Wasserpfeife anzünden würde. Dadurch, dass Hasch im Vaporizer sehr viel sanfter und nicht so hoch erhitzt wird, werden beim Inhalieren weniger Giftstoffe frei.

Wichtig ist bei der Wahl des perfekten Vaporizers, dass dieser die getrockneten Pflanzenprodukte wirklich nur bis zu der Temperatur erhitzt, an dem die psychoaktiven Cannabinoide, also THC, aber auch das nicht berauschende Cannabinoid CBD, freigesetzt werden.

Vorteile eines Verdampfers

Weniger Giftstoffe durch Verdampfen

Die Frage danach, ob ein Vaporizer gesund ist, ist ein zweischneidiges Schwert. THC zählt zu den Suchtmitteln und der Konsum von Suchtmitteln gilt in aller Regel als ungesund. Da es sich bei THC jedoch um ein sehr effektives Medikament handelt, welches ein Arzt nicht grundlos verschreibt, stellt sich also nicht die Frage, ob das Inhalieren von Cannabis gesund ist oder nicht – vielmehr sehen Patienten dies oft als notwendiges Übel. Klar ist allerdings, dass beim Verdampfen sehr viel weniger Giftstoffe als beim Rauchen freigesetzt werden. Unterm Strich bedeutet das also, dass ein Vaporizer auf jeden Fall die gesündere Alternative ist.

Geringere Geruchsbelästigung

Zahlreiche Patienten bedauern den eigentümlichen Geruch, den das Rauchen eines Joints mit sich bringt. In der Tat riecht Marihuana auffällig und streng – ein Geruch, der oft auch dem Umfeld nicht verborgen bleibt. Man möchte vermeiden, dass Besucher den Eindruck haben, in einer „Kiffer-Höhle“ gelandet zu sein. Auch in diesem Fall ist ein Vaporizer vorteilhaft, denn durch die geringere Temperatur werden auch die Duftstoffe nicht so stark freigesetzt wie beim Rauchen.

Geringerer Verbrauch und schonender, schneller Wirkeintritt

Ein weiterer großer Vorteil des Verdampfens von Kräutern ist, dass man sich bares Geld sparen kann. Auch wenn medizinisches Cannabis verschreibungspflichtig ist, fällt in der Regel eine Selbstbeteiligung an. Man muss also rationieren, um die Selbstkosten so gering wie möglich zu halten. Die Preise auf dem „freien Markt“ liegen selbstverständlich sehr hoch. Beim Verdampfen von Pflanzenprodukten wird der Wirkstoff sehr viel schneller und schonender freigesetzt als beim Rauchen. Dies führt einerseits dazu, dass weniger des Wirkstoffes durch die starke Hitze zerstört wird und andererseits dazu, dass die Wirkung schnell und schonend einsetzt.

Verdampfen schont die Schleimhäute

Durch den Dampf werden auch die Atemwege des Konsumenten geschont und der gefürchtete Reizhusten bleibt aus. Das schont die Schleimhäute und das allgemeine Wohlbefinden.

Der Zweck heiligt die Mittel

Wer Cannabis oder ein anderes Kraut konsumiert – sei es in der Freizeit oder als Medikament –, sollte dies auf die sanfteste Weise tun. Vergleicht man das Rauchen also mit dem Verdampfen, schneidet der Vaporizer ganz klar als gesünderer Weg des Konsums ab.

Veröffentlicht am 6. Dezember 2020, 23:43
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