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130 Tierpfleger trafen sich beim Affenpflegertreffen im Zoo Heidelberg

20. Mai 2026 | Leitartikel, Zoo Heidelberg

Affenpflegertreffen

Gemeinsam für den Schutz der Affen

130 Tierpfleger tauschen sich im Zoo Heidelberg über Artenschutz und Primatenpflege aus

Im Zoo Heidelberg fand am vergangenen Wochenende erstmals das Affenpflegertreffen statt. Rund 130 Tierpflegerinnen und Tierpfleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen zusammen, um sich über die Haltung, Pflege und den Schutz von Primaten auszutauschen.

Die Veranstaltung wird alle zwei Jahre vom Berufsverband der Zootierpfleger (BdZ) organisiert. Im Mittelpunkt standen Fachvorträge zu unterschiedlichen Themen der Primatenhaltung und des Artenschutzes. Dabei ging es unter anderem um die Auswilderung von Gorillas, Erfahrungen aus Auffangstationen in Vietnam sowie um die Haltung verschiedener Affenarten in Zoos.

Am Sonntag erhielten die Teilnehmenden bei Führungen durch den Zoo Heidelberg zudem Einblicke hinter die Kulissen. Für viele Pfleger stand vor allem der persönliche Austausch im Vordergrund. „Es war schön zu sehen, wie groß das Interesse am gegenseitigen Austausch ist“, sagte eine Tierpflegerin vom Zoo Heidelberg. Besonders wertvoll sei es, mehr über Tiere zu erfahren, die früher im eigenen Zoo betreut wurden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war das Artenschutzprojekt WAPCA (West African Primate Conservation Action), das 2001 vom Zoo Heidelberg ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam mit europäischen Zoos und Organisationen engagiert sich das Projekt für den Schutz bedrohter Primatenarten in Westafrika. Besonders betroffen sind Roloway-Meerkatzen und Weißscheitel-Mangaben, deren Lebensräume durch Abholzung und Wilderei zunehmend zerstört werden.

Im Rahmen einer Versteigerung sowie zusätzlicher Spenden kamen insgesamt 4.200 Euro für WAPCA zusammen. Die gesamte Summe fließt direkt in den Schutz der Tiere und ihrer Lebensräume vor Ort.

„Artenschutz funktioniert nur gemeinsam“, betonte Anke Jakob, Leiterin des Affenreviers im Zoo Heidelberg. Der direkte Austausch helfe dabei, Erfahrungen weiterzugeben, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu finden.

Der Zoo Heidelberg zog nach dem Wochenende eine durchweg positive Bilanz.

Foto: Insgesamt sind mehr als 4.200 Euro für das Artenschutzprojekt WAPCA gesammelt worden. (Foto: BdZ)

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