Vereinsamt und verwahrlost – so bekommt man einen Messiehaushalt wieder in den Griff

Es geschieht oftmals ohne dass Betroffene es wirklich bemerken und plötzlich sammeln sich Müll sowie Unrat in allen Ecken der Wohnung. Betroffene igeln sich ein, gehen nicht mehr vor die Türe und isolieren sich nahezu vollständig. Sie nehmen nicht mehr an einem Leben draußen teil und vereinsamen. Dabei werden Nahrungsmittel gehortet und gestapelt und der Zwang zu horten wächst ins Uferlose.

Die meisten Menschen können dem Teufelskreis nicht mehr aus eigenen Kräften entfliehen und für Angehörige und Freunde ist dies ebenfalls nicht so ganz einfach. Eine solche Wohnung aufräumen und säubern oder leeren zu müssen ,ist kein einfaches Unterfangen und erfordert oftmals professionelles Vorgehen. Es ist keine Seltenheit, dass Bekannte und die Familie eines Betroffenen oftmals erst nach dessen Ableben davon erfahren, dass dieser unter dem Messie-Syndrom litt und er im wahrsten Sinne des Wortes unter dem ganzen Unrat buchstäblich versank.

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Die Profis machen lassen?

Erfahrene Entrümpelungsunternehmen, wie beispielsweise Entrümpelung Karlsruhe, rücken mit einem Stab an Mitarbeitern an, die allesamt professionell bei Entrümpelungen und Haushaltsauflösungen beispielsweise vorgehen können. Zudem muss bei einer Säuberungsaktion eines Messiehaushaltes auch an die Hygiene und Desinfektion gedacht werden. Denn da wo sich Müll und Unrat aller Art ansammelt, bilden sich Schimmel, Bakterien und Ungeziefer. Hier ist guter Rat nicht teuer, sondern hilfreich. Denn viele, und besonders Angehörige, sind oftmals total mit der Situation an sich überfordert und erst recht mit der Vorgehensweise bei der Reinigung eines Messiehaushaltes.

Den Menschen helfen

Der so genannte Messie lebt oftmals in einer völlig verwischten und nicht realen Welt. Die echte Realität ist ihnen fern und oftmals sind bestimmte Auslöser für ihren Zustand verantwortlich. Alleine und aus eigener Kraft kommen sie meist nicht aus dieser Misere heraus. Angehörige sollten versuchen gemeinsam mit den Betroffenen über den Zustand zu sprechen und sie nicht allein lassen und helfen. Das Aufräumen oder auch Leerräumen der Wohnung durch andere Personen, ist für sie oftmals nicht so ganz einfach zu sehen und zu bewältigen. Hier ist ein wenig psychologische Betreuung und Fingerspitzengefühl nie verkehrt, die seitens von Angehörigen getan und geleistet werden können, wie auch von professioneller Hilfe. Denn oftmals muss der erste Stein geworfen werden und die Hürde der Furcht und Zurückhaltung überwunden werden. Eine Psychotherapie, kann allerdings beispielsweise nur helfen, wenn der Erkrankte sich über seinen Zustand im Klaren ist und gewillt ist, an seiner Situation etwas zu ändern. Ziel der Behandlung ist, dass die Betroffenen lernen, sich besser zu organisieren und wieder Struktur in ihr Leben zu bringen.

Raum für Raum vornehmen

Man kann nicht davon ausgehen, dass ein Messie sich postwendend um 180 Grad verändert und dreht und plötzlich ein ordnungsliebender und organisierter Mensch wird. Hier ist Geduld wichtig und Feingefühl. Am besten kann man gemeinsam so vorgehen, dass man Raum für Raum aufräumt. Dazu sollte man Betroffene niemals unter Druck setzen, sondern sie selbst entscheiden lassen, was sie tatsächlich wegwerfen würden und was nicht. Behalten möchten. Manchmal möchten sie reinen Tisch machen und alles loswerden und einen neuen Start wagen. Auf der anderen Seite gibt es aber Diejenigen, die sich nur langsam an das geordnete Leben gewöhnen wollen und können und nur Schritt für Schritt in die ungewisse Zukunft gehen möchten.

Sich selbst aufräumen und Klarheit schaffen

Manchmal ist der Weg zum Messie ein ganz schleichender und wenn man erst einmal in dieser Tretmühle steckt, ist ein Herauskommen nur mit vielen Hürden möglich. Sich hier eine Liste, und sei sie nur imaginär, zu erstellen und diese dann Punkt für Punkt abzubauen, ist eine sehr gute und auch erfolgreiche Strategie. Als erstes zählt der Wille sich ändern zu wollen. Als nächstes folgt die kluge Vorgehensweise. Schon zu Beginn immer mal Klarheit schaffen und aufräumen. Kleinigkeiten sollte man sofort erledigen, bevor man die Füße auf dem Sofa hochlegt. Den Müll entsorgen, Staubwischen, oder mal eben die Wohnung durchfegen. Auch den Abwasch immer wieder sofort erledigen oder in die Spülmaschine stellen. Den Eingangsbereich immer sauber halten und auch generell versuchen, zumindest einen Raum in gutem Zustand zu hinterlassen. Die Entsorgung des Mülls ist für Messies ein heikles Thema. Denn besonders hierbei schummeln Betroffene gerne und verschieben Dinge wie die Müllentsorgung beispielsweise immer wieder auf morgen. Dabei kann sich im Laufe einiger Zeit ein gigantischer Berg an Unrat bilden, den man dann schlussendlich nicht mehr mal eben beseitigen könnte. Und: Keinesfalls irgendwelche Dinge sammeln und horten. Egal um was es sich dabei handelt. Alles, was man nicht dringend oder in nächster Zeit benötigt oder schon im Haushalt hat, sollte man kein zweites Mal oder mehr horten wollen.

Veröffentlicht am 29. November 2020, 19:11
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