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Erste Impfungen im Rhein-Neckarkreis … Ruth Frühauf war die Erste …

27. Dezember 2020 | Allgemeines, Gesellschaft, Gesundheit, Leitartikel, Media, Orte, Photo Gallery, Rhein-Neckar-Kreis, ~ Umland, ~~ Überregional

Schwetzingerin Ruth Frühauf erhielt am heutigen Sonntag, 27. Dezember, als Erste im Rhein-Neckar-Kreis die lang ersehnte Schutzimpfung gegen das Coronavirus / Zeitgleich starteten auch im Zentralen Impfzentrum auf PHV die ersten Impfungen

 Es war ein bewegender Moment nicht nur für Ruth Frühauf, sondern für alle Beteiligten: Am heutigen Sonntag erhielt die 93-jährige im GRN-Seniorenzentrum Schwetzingen als Erste im Rhein-Neckar-Kreis die Schutzimpfung gegen das Coronavirus. Parallel zur Arbeit der Mobilen Impfteams des Zentralen Impfzentrums (ZIZ) starteten im ZIZ selbst auf dem Gelände des Patrick-Henry-Village (PHV) die ersten Impfungen. Insgesamt stehen dem ZIZ Heidelberg, das der Rhein-Neckar-Kreis im Auftrag des Landes Baden-Württemberg betreibt, aktuell rund 1000 Impfdosen zur Verfügung.

Weil der momentan verfügbare Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer bei circa minus 80 Grad gelagert und transportiert werden muss, ist die lückenlose Wahrung der Kühlkette besonders wichtig. Vor der Anwendung wird der Impfstoff aufgetaut und anschließend mit isotonischer Kochsalzlösung „aufgefüllt“.

Im Seniorenzentrum Schwetzingen der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH war es für die ehemalige Krankenschwester Ruth Frühauf klar, dass sie sich impfen lässt, sobald dies möglich ist. „Ich habe mich informiert und dann mein Einverständnis gegeben. Die Impfung ist wichtig, weil sie uns in unserem Alter schützen kann“, sagte die Schwetzingerin, die schon aus alter Berufung heraus die Notwendigkeit sieht, sich impfen zu lassen.

Mobiles Impfteam beim Verladen am ZIZ

Martina Burger, Heimleiterin des GRN-Seniorenzentrums Schwetzingens, freut sich über das greifbare Licht am Ende des Tunnels und blickt hoffnungsvoll auf das Jahr 2021: „Ich sehe die Impfung als Chance, einen möglichen Flächenbrand einzudämmen.“ Die Heimleiterin sowie Mitarbeitende und Bewohnende der Einrichtung hatten bisher Glück: Während in der Region in zahlreichen Pflegeeinrichtungen Covid-19-Fälle auftraten, blieb das Seniorenzentrum Schwetzingen bislang davon verschont. Kein Grund, leichtsinnig zu werden, findet Martina Burger. Solange nicht alle flächendeckend geimpft und nachweislich geschützt seien, werde sie weiter an den Hygienevorschriften festhalten. „Bis der Impfschutz bei Mitarbeitenden und Bewohnenden wirkt, können immer noch Corona-Infektionen ins Heim getragen werden.“

Welche Personenkreise priorisiert impfberechtigt sind, basiert auf der Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV). Höchste Priorität haben Personen, die über 80 Jahre alt sind, Bewohnende sowie Mitarbeitende in Alten- und Pflegeeinrichtungen, Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten und Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko bzw. Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln.

Maria Lommatzsch gehört als Stationsleiterin am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) nicht nur zu den vorrangig impfberechtigten Personen, sondern war die erste Person überhaupt, die am heutigen Sonntag im ZIZ geimpft wurde. „Für mich ist das ein echtes Weihnachtsgeschenk und es war wirklich aufregend“, sagte die Heidelbergerin nach der Impfung im Wartebereich des ZIZ. „Wir alle im Universitätsklinikum haben uns sehr gefreut, dass es endlich losgeht mit den Impfungen und ich hoffe, dass möglichst viele Menschen dieses Angebot annehmen, um der Pandemie ein Ende zu setzen“, so Maria Lommatzsch.

Impfberechtigung wird im ZIZ geprüft

Weitere impfberechtigte Personen können ab sofort via Internet oder telefonisch selbst einen freien Termin wählen und buchen. Informationen dazu finden sich in der angehängten Pressemitteilung des Landes „PM Impfstart in Baden-Württemberg: Erste Terminvergaben für Covid-19-Impfungen für über 80-Jährige ab sofort möglich / Verfügbarkeit des Impfstoffs zu Beginn sehr begrenzt“.

„Es macht aber keinen Sinn, sich einen Termin zu sichern, wenn man von der Priorisierung her noch nicht an der Reihe ist. Die Impfberechtigung wird in den Impfzentren geprüft und wenn sie nicht vorliegt, wird die Person auch nicht geimpft“, stellt der Leiter des ZIZ in Heidelberg, Christoph Schulze, klar.

Zugesandt vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

Bildhinweise (Quellen: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis/GRN):

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