Wiesloch: Schöne Nachrichten – ohne „Corona“ Beigeschmack …

13.500 junge Bäume für Wieslochs Wald der Zukunft

Im Rahmen der Klimaschutzaktion des Gemeindetages Baden-Württemberg werden zusätzlich 1.000 Eichen im Gewann Dörnigt nachgepflanzt (… wir berichteten von der Aktion – KLIMA-Arena in Sinsheim)

Rund tausend Bäume pro Tag werden von dem Arbeitsteam nach klassi-scher Methode mit dem Pflanzspaten in den Boden gebracht. In drei Wo-chen sollen die Pflanzmaßnahmen abgeschlossen sein.

Die Witterungsbedingungen sind im Moment ideal, um die jungen Bäume in den Boden zu bringen und ihnen dabei die besten Startchancen zu geben, so Revierleiter Robert Lang, der seit Jahresbeginn für die Wieslocher Wälder zuständig ist und die Pflanzmaßnahmen koordiniert und überwacht. Zunächst einmal mussten die dafür vorgesehenen Pflanzflächen in den Distrikten Dörnigt (Unterer Wald in Frauenweiler), Metzgerschlag (Baiertal) und Eichwald (Schatthausen) für die Pflanzung vorbereitet werden. Während in Baiertal und in Schatthausen durch den Borkenkäfer befallene Fichtenkulturen in den Vorjahren komplett ausgefallen sind und geräumt werden mussten, wurden in Frauenweiler durch das Eschentriebsterben in Mitleidenschaft gezogene Waldbestände in den letzten beiden Jahren vorzeitig geerntet und dabei zwei größere Freiflächen geschaffen, die jetzt mit „Zukunftsbaumarten“ aufgeforstet werden, die besser an die sich verändernden klimatischen Bedingungen mit längeren Hitze- und Trockenperioden angepasst sind. Es sind dies vor allem die heimischen Stiel- und Traubeneichen, die mit ihrem tiefen Wurzelsystem noch an Wasservorräte herankommen, wenn die Flachwurzler unter den Waldbäumen bereits ihre Blätter oder Nadeln fallen lassen. Darüber hinaus stehen die Eichen bei den Naturschützern hoch im Kurs, weil sie einer Vielzahl von Waldbewohnern einen geeigneten Lebensraum bieten können.

Allerdings sind die jungen Bäumchen auch beim Rehwild sehr begehrt, weshalb alle neu gepflanzten Flächen mit einem Schutzzaun außen herum versehen werden müssen. Den Eichen beigemischt werden Hainbuchen, Elsbeeren und in Schatthausen auch die Esskastanie. Die Pflanzung und Entwicklung von neuen Eichenmischwäldern erfordert im Gegensatz zu anderen Baumarten und gegenüber einer Naturverjüngung einen deutlichen Mehraufwand, der vom Land im Rahmen einer Fördermaßnahme bezuschusst wird oder im Rahmen von Ökopunkten dem Waldbesitzer gutgeschrieben wird. Dem Wunsch des Ortschaftsrates Baiertal nach einer Einbeziehung der Öffentlichkeit bei der Pflanzung konnte aufgrund der aktuellen Situation leider nicht entsprochen werden.

Im Pflanzeinschlag der Forstbaumschule warten die jungen Eichen, Hain-buchen, Elsbeeren und Esskastanien auf ihre Pflanzung im Unteren Wald, dem Schatthäuser Eichwald oder dem Baiertaler Metzgerschlag.

Darüber hinaus beteiligt sich Wiesloch an der Klimaschutzaktion „1.000 Bäume für 1.000 Kommunen“ des Gemeindetages Baden-Württemberg. Revierleiter Robert Lang hat dafür eine Waldfläche im Unteren Wald unweit des Penny-Zentrallagers ausgesucht, die durch die Trockenheit in den vergangenen Jahren besonders gelitten hat und sich deshalb als Waldbestand bereits auflöst und in Richtung Savanne entwickelt. Die Freiflächen unter dem schütteren Baumbestand werden dazu gezielt mit heimischen Eichen und amerikanischen Roteichen bepflanzt, um so künftig wieder einen geschlossenen Kronenbestand zu erhalten. Bis dahin sollen die neuen Bäume nach dem Plan der Klimaschützer viele Tonnen Sauerstoff produzieren und gleichzeitig Kohlendioxid speichern.

Zugesandt von der Stadt Wiesloch – Ines Adam

Veröffentlicht am 26. März 2020, 13:42
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