Wie gestaltet sich die Zukunft der Logistik?

In Deutschland bildet die Logistikbranche einen der größten und wichtigsten Wirtschaftszweige ab und beschäftigt etwa drei Millionen Arbeitnehmer. Überwiegend handelt es sich um mittelständische Unternehmen, insgesamt gibt es allerdings mehr als 70.000 Unternehmen in Deutschland, die in der Logistik tätig sind. Aufgrund der Digitalisierung und auch Automatisierung steht jedoch auch diese Branche an einem Scheideweg.

Wie kann man sich also die Zukunft der Logistik vorstellen? Was wird sich in den nächsten Jahren verändern und inwiefern hat dies Einfluss auf die Menschen? Diese Fragen beantworten in diesem Beitrag.

Wie definiert sich Logistik?

Jedes Unternehmen, welches Waren verkauft, hat eine Logistik-Abteilung. Welche Aufgaben fallen dort an? Zum besseren Verständnis lohnt sich eine Logistik Definition. In der Logistik geht es grundsätzlich um die Planung, die Koordination und schließlich auch die Kontrolle von Rohstoffen, Produkten und natürlich auch Informationen. Es wird eine Versorgungskette zwischen den Herstellern und den Endkunden aufgebaut und betreut, bei der immer eine ausreichende Menge von Ware zur richtigen Zeit am entsprechenden Ort geliefert wird. Die Logistik ist also eine Schnittstelle zwischen dem Handel, der Wirtschaft und natürlich dem Verbraucher.

Mit welchen Veränderungen muss in der Logistik-Branche zukünftig gerechnet werden?

Aufgrund diverser neuer Trends wie beispielsweise der Automatisierung wird sich auch die Logistik anpassen und verändern müssen, um bestehen zu können. Wie wird dies aussehen?

  • Einsatz digitaler Technologien

Im Rahmen von Logistik 4.0 sollen Prozesse zukünftig schneller und effizienter ablaufen, weshalb Warenlager vermutlich vollständig automatisiert arbeiten werden. Das bedeutet, dass Sensoren genutzt werden, welche eingehende Waren scannen, erkennen und kontrollieren. Diese Produkte werden dann automatisch in den Systemen aufgenommen, indem die Sensoren mit Bluetooth-gesteuerten Stationen kommunizieren. In Echtzeit können sämtliche Lagerbestände analysiert und abgerufen werden, sodass der Versand stets automatisch erfolgt, wenn eine Bestellung eingegangen ist.

Mithilfe von GPS, Barcodes, Radiofrequenzidentifikation, Electronic Data Interchange (EDI), Cloud-Computing und Algorithmen werden Arbeitsabläufe smart gesteuert und überwacht und Maschinen organisieren sich fast eigenständig.

  • Roboter ersetzen Menschen

Menschen werden nicht gänzlich ersetzt werden können, allerdings wird immer mehr mit Transportrobotern gearbeitet. Diese können selbst große und schwere Pakete transportieren und übernehmen auch die Kommissionierung. Dadurch müssen Mitarbeiter sich nicht mehr körperlich auslasten, sondern kontrollieren nur noch die Arbeit der Roboter. Die Künstliche Intelligenz ermöglicht dabei jedoch nahezu autonomes Arbeiten der Roboter und Maschinen.

  • Fahrerlose Transportsysteme statt Stapler und Co.

Damit Mitarbeiter in der Logistik nicht immer auf Zuruf arbeiten müssen, werden künftig Fahrerlose Transportsysteme (FTS) eingesetzt. Mittels Technologien wie Indikationsstreifen oder Reflektoren fahren diese jederzeit automatisch zu den richtigen Regalen und sind dabei schneller als jedes Flurförderfahrzeug. Selbst Unfälle lassen sich mit den FTS vermeiden. In Kombination mit Robotern ist so ein deutlich effizienteres Arbeiten in den Lagern möglich.

  • Virtuelle Lagerhaltung

Aufgrund des Zunehmenden Austausches von Informationen statt physischer Ware wird es in vielen Bereichen zu einem rein virtuellen Lager kommen. So werden an Verbraucher gesendete Informationen von diesen bei Bedarf selbst ausgedruckt, nicht mehr vom Hersteller. Auch damit sollen Prozesse vereinfacht und schneller gestaltet werden, da sich Lieferketten teilweise streichen lassen und ohnehin immer mehr Kunden bzw. Verbraucher über die notwendige Hardware und Software verfügen werden.  

  • 3D-Druck für die Serienproduktion

Mithilfe von immer besser funktionierenden 3D-Druckern sollen bald Serienproduktionen und die Herstellung von einzelnen Bauteilen schneller und günstiger vorgenommen werden können. Selbst in kleinen Geschäften und bei den Verbrauchern zuhause könnten 3D-Drucker bald zum Einsatz kommen, sodass viele Lieferungen nicht mehr nötig wären. Alternativ wird es voraussichtlich auch Druckservicebüros geben, die die 3D-Drucke der Kunden anhand der Druckpläne und individuellen Auswahlmöglichkeiten übernehmen und im Laden übergeben.

Wird sich Logistik 4.0 bei den Unternehmen durchsetzen?

Wie auch Industrie 4.0 wird sich Logistik 4.0 immer mehr durchsetzen und nach und nach in weiteren Unternehmen zum Einsatz kommen. Da der Kunde zukünftig mehr im Fokus stehen soll, müssen diese Schritte gegangen werden, um sich am Markt durchsetzen und wachsen zu können. Sowohl hohe Kosten als auch Fehler müssen mehr und mehr vermieden werden, was nur mit digitalisierten und automatisierten Prozessen möglich sein wird.

Die Abhängigkeit vieler Unternehmen bezüglich der Rohstoffe usw. von Zulieferern aus dem Ausland soll reduziert oder sogar vermieden werden, indem man mit lokalen Herstellern arbeitet und diesen mehr Möglichkeiten einräumt. Damit können auch Wertschöpfungsketten verkürzt und schnellere Lieferzeiten ermöglicht werden. Auf diese Weise werden die zunehmenden Ansprüche der Kunden erfüllt und für mehr Kundenzufriedenheit gesorgt.

 

Veröffentlicht am 18. März 2022, 16:47
Kurz URL: https://kraichgau-lokal.de/?p=325252 

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