Die TSG Hoffenheim hat ihren beeindruckenden Lauf in der Bundesliga fortgesetzt und den FC Augsburg mit 3:0 besiegt. Alle Treffer fielen bereits in einer dominanten ersten Halbzeit, in der die Kraichgauer den Gegner nahezu überrollten. Bazoumana Touré (16.), Wouter Burger (26.) und ein unglückliches Eigentor von Cedric Zesiger (45.) sorgten früh für klare Verhältnisse. Nach der Pause verwaltete Hoffenheim die Führung abgeklärt, ohne noch einmal ernsthaft in Bedrängnis zu geraten. Mit nun fünf Siegen aus den vergangenen sechs Bundesligapartien setzt die TSG ihren Höhenflug weiter fort.
Trainer Pellegrino Matarazzo veränderte seine Startelf im Vergleich zum 1:1 in Mainz auf lediglich einer Position: Tim Lemperle ersetzte Andrej Kramarić in der Offensive. Die Defensive bildeten wie schon zuletzt Coufal, Hranáč, Hajdari und Bernardo vor Torhüter Oliver Baumann. Im Mittelfeld agierte Wouter Burger neben Leon Avdullahu und Grischa Prömel. In der Spitze bildeten Lemperle, Touré und Asllani ein variables Dreiergespann. Die Formation zahlte sich von Beginn an aus, denn Hoffenheim dominierte das Geschehen klar.
Die TSG startete mit viel Druck und erspielte sich früh erste Chancen, vor allem durch Fisnik Asllani (11., 12.). Die beste Gelegenheit besaß zunächst Grischa Prömel, dessen Kopfball nach einer punktgenauen Coufal-Flanke nur knapp am Pfosten vorbeistrich (16.). Kurz darauf schlug die TSG dann zu: Touré nutzte ein cleveres Laufduell von Lemperle, schnappte sich den Ball und schob aus elf Metern durch die Beine von Augsburg-Keeper Finn Dahmen ein. Zehn Minuten später legte Burger nach, als er einen von Dahmen abgewehrten Prömel-Schuss im Nachsetzen cool verwandelte. Augsburg kam kurz vor der Pause durch Giannoulis zu einer Großchance, doch der Heber auf das verwaiste Tor ging über das Ziel hinaus.
Statt eines möglichen Anschlusstreffers kassierte FC Augsburg in der Nachspielphase der ersten Hälfte den nächsten Rückschlag. Eine scharfe Flanke von Coufal fälschte FCA-Verteidiger Banks unglücklich an das Bein von Cedric Zesiger ab, von dem der Ball unhaltbar ins eigene Tor sprang (45.). Mit der souveränen 3:0-Pausenführung im Rücken konnte die TSG den zweiten Durchgang kontrolliert angehen lassen. Augsburg spielte nun mutiger nach vorne, ohne die TSG-Defensive jedoch ernsthaft zu gefährden. Die Gastgeber agierten abgeklärt und ließen kaum Abschlüsse zu.
In der Schlussphase wirkte Hoffenheim zunehmend im Verwaltungsmodus, was beinahe bestraft worden wäre. Essende traf sehenswert aus der Distanz zum vermeintlichen 1:3, doch der VAR erkannte den Treffer wegen Abseitsstellung ab (83.). Kurz darauf musste sich Baumann dennoch beweisen und entschärfte einen anspruchsvollen Heber von Claude-Maurice (89.). Insgesamt brachte die TSG den Sieg aber sicher über die Zeit. Mit einer erneut starken Defensivleistung und Baumanns weiterer „weißer Weste“ unterstrichen die Kraichgauer ihre momentane Formstärke eindrucksvoll.
Die Zahlen zum Spiel (TSG : FCA)
Ballbesitz: 60% : 40%
Zweikämpfe: 43% : 57%
Torschüsse: 17:14
xGoals: 2,16 : 0,81
Passquote: 84% : 73%
Laufdistanz: 126,95 km : 120,32 km
Ehrung des Tages:
Vor der Partie wurde Oliver Baumann vor heimischem Publikum nachträglich nochmals für sein 500. Bundesliga-Spiel geehrt – und erhielt nicht nur ein besonders Jubiläums-Trikot samt Grafik aus den Händen der beiden TSG-Geschäftsführer Andreas Schicker und Tim Jost, sondern wurde beim Einlaufen zudem von Kindern mit speziellen Oliver-Baumann-Shirts begleitet.
Zahl des Tages: 4
Kosovaren standen nach dem Wechsel zeitweise gleichzeitig auf dm Rasen – ein Novum in der Bundesliga-Geschichte. Nach den drei TSG-Spielern Fisnik Asllani, Leon Avdullahu und Albian Hajdari komplettierte der Augsburger Elvis Rexhbecaj das kosovarische Quartett.
Foto: TSG Hoffenheim
































