Fördermittel für Zukunft der ehemaligen Durst-Malz-Fabrik in Heidelsheim
Stadt Bruchsal erhält Unterstützung für städtebauliche Konzeption des 2,8 Hektar großen Areals
Die Stadt Bruchsal erhält Fördermittel aus dem Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ des Landes Baden-Württemberg. Mit der Förderung soll eine städtebauliche Konzeption für das Gelände der ehemaligen Durst-Malz-Fabrik im Bruchsaler Stadtteil Heidelsheim entwickelt werden.
Die 1824 gegründete Mälzerei war über 200 Jahre in Betrieb und stellte den einzigen größeren Industriebetrieb im Ortsteil dar. Im September 2026 wurde die Produktion am Standort eingestellt. Die historischen Fabrikgebäude und das Silo prägen das Ortsbild bis heute und waren über Generationen hinweg ein wichtiger Arbeitsstandort.
Neue Perspektiven für das 2,8 Hektar große Areal
Ziel des geförderten Projekts ist es, Perspektiven für eine Nachnutzung des privaten, teilweise denkmalgeschützten Geländes zu entwickeln. Dabei soll insbesondere die bislang hohe Flächenversiegelung reduziert werden.
Im Rahmen eines städtebaulichen Rahmenplans soll untersucht werden, welche Nutzungen auf dem rund 2,8 Hektar großen Areal künftig möglich sind. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und eines vielfältigen Wohnungsangebots für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen.
Darüber hinaus sollen auch Flächen für gewerbliche, soziale und öffentliche Nutzungen vorgesehen werden. Ziel ist es, neue Treffpunkte und Qualitäten zu schaffen, die über das eigentliche Areal hinaus Wirkung entfalten. Auch Aspekte einer klimaresilienten Stadtentwicklung sollen bei den Planungen berücksichtigt werden.
Bürgerbeteiligung als wichtiger Baustein
Die Öffentlichkeit soll frühzeitig und kontinuierlich in den Planungsprozess eingebunden werden. Vorgesehen ist unter anderem die Einrichtung einer heterogen zusammengesetzten Fokusgruppe, in der unterschiedliche Alters- und Bevölkerungsgruppen vertreten sein sollen.
Neben der Bürgerschaft sollen auch zivilgesellschaftliche Akteure und politische Entscheidungsträger beteiligt werden. Auf diese Weise sollen unterschiedliche Bedürfnisse und Ideen in die Entwicklung des ehemaligen Industriestandorts einfließen.
Die Stadt Bruchsal bedankt sich beim Land für die Förderzusage zum 1. Oktober 2026. Der Start des Projekts ist für Frühjahr 2027 vorgesehen.



























