Sinsheim: OB Albrecht’s „Gedanken zum Jahreswechsel 2019/2020“

Gedanken zum Jahreswechsel 2019/2020

Leise kommt der Glockenklang
und singt von Freude, Hoffnung, Liebe.
Sag, was ist das für ein Zauberklang
und wann beginnt der Friede?
(Monika Minder)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wenn wir in diesen Tagen und Wochen die letzten zwölf Monate in Gedanken an uns vorüberziehen lassen, kommt uns vieles in den Sinn: Anregende und aufregende Zeiten liegen hinter uns, Geschehnisse voller Dramatik und Tragik bestimmten die Tage. Gutes und Schlimmes lag – wie oft im Leben – nahe beieinander.

Bei vielen Menschen sind die Zweifel gewachsen. Zweifel daran, ob alles „Machbare“ auch richtig und sinnvoll ist und Zweifel daran, ob alles Wünschenswerte auch tatsächlich geleistet werden kann.

Viele unter uns fragen sich auch, ob der einzig richtige Weg zu einer menschengerechten Gesellschaft die Vermehrung wirtschaftlicher Güter ist. Ob uns jeglicher Fortschritt weiterbringt, ob es manchmal nicht nur vermeintlich ein Fortschritt ist, wenn wir stets den Maßstab Größer, Weiter, Mehr gelten lassen.

Deshalb müssen wir unseren Blick dorthin lenken, wo unser Einsatz und unser Engagement dringend gebraucht wird. Dorthin, wo wir klar und unmissverständlich erkennen, was wir mit unseren Möglichkeiten erreichen können. Und das ist nicht wenig. Manchmal sind es Menschen in unserer nächsten Umgebung, die wir allzu leicht übersehen, deren Not und Hilfsbedürftigkeit wir vielleicht auch gar nicht sehen wollen. Denn es ist nicht immer ganz einfach, dort anzupacken, wo wir persönlich gefordert sind, wo wir vielleicht auch Mut und Standfestigkeit zeigen müssen, sich für eine Sache einzusetzen.

Optimistisch darf uns aber stimmen, wie sehr die Bereitschaft zur Hilfe am Nächsten wächst. Es ist nicht zu übersehen, dass Solidarität und Verantwortungsbereitschaft keine Fremdwörter in unserer Gesellschaft sind. Gerade in unserem Gemeinwesen gibt es immer wieder erfreuliche Beispiele gelebter nachbarschaftlicher Hilfen. Nicht nur Organisationen fühlen sich zur Hilfe aufgerufen. Auch Einzelpersonen packen mit an, wenn es darum geht, Mitmenschen beizustehen. So entsteht im besten Sinn eine Bürgergesellschaft, die nicht von Egoismus, sondern von gegenseitiger Zuwendung gekennzeichnet ist.

Wenn trotzdem Wünsche offen bleiben, wissen wir doch, dass unsere Gegenwart im Vergleich zur Vergangenheit von guten Rahmenbedingungen geprägt ist. Das soziale Netz bewahrt auch die Schwachen vor Not und Elend. Diese Basis braucht es, um soziale Schieflagen zu vermeiden. Das Netz wird aber nur dann stark genug sein und die unübersehbaren Belastungen aushalten, wenn es von unserer Gesellschaft gemeinschaftlich getragen wird.

Deshalb gebührt Respekt und Dankbarkeit all denen, die diesen Zusammenhalt stärken und sich dafür einsetzen. Dazu gehören die Vereine, Organisationen, Kirchengemeinden, Pflegeeinrichtungen und auch die Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Menschen zu ermuntern, ihr Schicksal zu meistern und selbst in die Hand zu nehmen. Sie alle tragen zu einem lebendigen Miteinander bei, ohne das eine Gesellschaft nicht auskommt.

Aufrichtig danken will ich aber auch den Mitgliedern unseres Gemeinderates, den Ortschaftsräten, meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den vielen ehrenamtlich Tätigen in den karitativen, kulturellen, sporttreibenden und sonstigen Vereinen und Organisationen sowie in unseren Kirchen. In diesen Dank schließe ich all jene Mitbürgerinnen und Mitbürger ein, die sich um das Gemeinwohl bemühen und im Stillen wirken, indem sie kranken und hilfebedürftigen Menschen zur Seite stehen.

Meinen Dank verbinde ich mit der Bitte, in dieser Verbundenheit mit unserem Gemeinwesen nicht nachzulassen. Auch in Zukunft ist jeder dazu aufgerufen, nach seinen Möglichkeiten mit anzupacken, sich einzubringen und aktiv mitzugestalten. Wir alle werden davon profitieren. Es muss dabei nicht immer um „große Aktionen“ gehen. Auch der Blick auf den Nächsten, das Interesse am Mitmenschen, die Teilnahme an seinem Schicksal darf nicht zu kurz kommen.

Besonderen Dank spreche ich auch der Dietmar Hopp Stiftung, vornehmlich dem Stifter, unserem Ehrenbürger Dietmar Hopp, aus. Wir erfahren von dort eine großartige Unterstützung in den unterschiedlichsten Bereichen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen den notwendigen Optimismus und Glück für die vor uns liegende Zeit.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

im Januar starten wir ins Heimattagejahr. Es wird ein spannendes Jahr mit vielen, teils unvergesslichen und einmaligen Veranstaltungen geben. Wir freuen uns schon heute auf viele Besucher aus dem ganzen Land und die Unterstützung vieler ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie zahlreicher Sponsoren. Im Mittelpunkt wird dabei unsere im neuen Glanz erstrahlende Dr.-Sieber-Halle stehen. Es hat sich gelohnt, zu diskutieren und sich Zeit für Entscheidungen zu nehmen. Das Ergebnis kann sich aus meiner Sicht mehr als nur sehen lassen.

Auch 2020 haben wir wieder zahlreiche Aufgaben zu erfüllen, um eine weitere positive Entwicklung unserer Stadt zu erreichen. Dazu hat der Gemeinderat mit dem Beschluss über den Haushalt 2020 der Verwaltung quasi das Arbeitsprogramm vorgegeben.

Für Investitionsmaßnahmen sind insgesamt Haushaltsmittel in Höhe von 28,7 Mio. € bereitgestellt.

Zur teilweisen Finanzierung der Investitionen ist nach Plan eine Kreditaufnahme in Höhe von 9,0 Mio. € notwendig. Das versuchen wir durch gutes Wirtschaften wieder zu verhindern. Das gelang uns in den letzten Jahren sehr erfolgreich, wodurch der Schuldenstand im Kernhaushalt um rund 10 Mio. € sank.

Schwerpunkte unserer Investitionstätigkeit (als Link)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Sie sehen, dass wir auch 2020 wieder vieles für ein positives Erscheinungsbild der Kernstadt und der Stadtteile gestalten. Hinweisen möchte ich bereits heute auf den Neujahrsempfang der Stadt Sinsheim am 18. Januar 2020 um 17.00 Uhr in der sanierten Dr.-Sieber-Halle. Dort werden wir auch Personen für besondere ehrenamtliche und sportliche Leistungen ehren und würdigen. Am 19. Januar 2020 werden wir mit einem Tag der offenen Tür unsere Freude über ein dem neusten technischen Stand entsprechendes Veranstaltungszentrum, die Dr.-Sieber-Halle, zum Ausdruck bringen. Mit einem ökumenischen Gottesdienst werden wir in einen Tag mit buntem Programm in all seinen Facetten starten. Auch Führungen durch das komplett neue Gebäude inklusive Stadtbibliothek werden wir anbieten. Ich freue mich über viele Interessierte!

In diesem Sinne wünschen ich sowie die Ortsvorsteherin und die Ortsvorsteher allen ein schönes Weihnachtsfest, einen frohen Jahreswechsel, persönliches Wohlergehen und viel Glück im neuen Jahr.

Herzlichst

Jörg Albrecht, Oberbürgermeister

mit
Alexander Hotz, Adersbach – Alexander Speer, Dühren – Frank Wintterle, Ehrstädt – Wolfgang Maier, Eschelbach – Ulrike Bauer, Hasselbach – Martin Gund, Hilsbach – Karlheinz Hess, Hoffenheim – Willibald Hönig, Reihen – Friedhelm Zoller, Rohrbach – Rüdiger Pyck, Steinsfurt – Edgar Bucher, Waldangelloch – Manfred Wiedl, Weiler

Zugesandt von der Stadt Sinsheim

Veröffentlicht am 24. Dezember 2019, 10:54
Kurz URL: https://kraichgau-lokal.de/?p=296959 

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