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Sinsheim/Helmstadt: Betrugsmaschen-Serie reißt nicht ab; zwei neue vollendete Taten

2. Dezember 2021 | #Polizei, Allgemeines, Blaulicht, Finanzwelt, Gesellschaft, Leitartikel, Orte

Sinsheim/Helmstadt: Betrugsmaschen-Serie reißt nicht ab; zwei neue vollendete Taten; (seit Montag vier vollendete Fälle – Gesamtschaden rund 150.000.- Euro) – Keine Geldübergaben an der Haustür!!!

Die Serie der Betrugsmachen „falsche Polizeibeamte“, „falsche Enkel“, oder „Schockanrufe“; in der Region reißt nicht ab. Im Laufe des Mittwochs wurden dem Lagezentrum des Polizeipräsidiums Mannheim erneut unzählige betrügerische Anrufe bei meist älteren Menschen gemeldet, wobei von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen wird.

Schwerpunkt der Anrufe waren dieses Mal Heidelberg und vor allem der Sinsheimer Raum mit seinen Ortsteilen. Während in den meisten Fällen die Angerufenen den Betrügern nicht aufsaßen und die Hörer sofort auflegten, erkannten zwei Senioren in Sinsheim und in Helmstadt den Betrug zu spät und übergaben jeweils fünfstellige Summen an vermeintliche Polizeibeamte, die das Geld an der Haustür abholten.

Somit summieren sich die vollendeten Fälle seit Montag, den 29. November auf vier Taten (Plankstadt, Neckargemünd, Sinsheim und Helmstadt-Bargen, Ortsteil Helmstadt) mit einer Gesamtschadenssumme von rund 150.000.- Euro.

Die Ermittler des Betrugsdezernats der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg erhoffen sich bei beiden vollendeten Taten in Sinsheim und Helmstadt Hinweise aus der Bevölkerung zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen.

In Sinsheim konzentrieren sich die Ermittlungen auf den Bereich um die Dresdner Straße, die Breslauer Straße, die Magdeburger Straße, die Westliche Ringstraße, die Werderstraße und die Hauptstraße. Der Abholer wird wie folgt beschreiben: ca. 20-25 Jahre, ca. 160-165 cm; kräftige/dicke Figur; schwarze, kurze Haare, die seitlich und hinten extrem ausrasiert waren. Er trug eine dicke, schwarze Winterjacke, eine schwarze Stoffhose und schwarze Schuhe. Abholzeit: ca. 13 Uhr.


In Helmstadt könnten im Quadrat Kinderschulweg/Rabanstraße/Asbacher Straße/Wasserschlossweg verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge im Laufe des Mittwochnachmittages aufgefallen sein. Abholzeit: unbekannt-Geld wurde vor die Haustür gelegt.

Hinweise bitte an den Kriminaldauerdienst, Tel.: 0621/174-4444 oder an das Polizeirevier Sinsheim, Tel.: 07261/690-0.

In den meisten Fällen dieser Betrugsmaschen werden die Seniorinnen und Senioren dazu veranlasst, zu Ihren Banken zu gehen, um das Geld abzuheben. Allerdings stellen die Ermittler immer wieder fest, dass das gesamte Ersparte auch zuhause aufbewahrt wird. Diese Erkenntnisse machen sich die Täter zunutze und sprechen ihre Opfer in teils mehrfachen, ausgedehnten Telefonaten, die häufig von sogenannten Callcentern aus der Türkei oder Osteuropa, vornehmlich Polen, geführt werden, derart mürbe, sodass diese schließlich das Bargeld, aber auch Schmuck den wildfremden Abholern aushändigen.

In den letzten Jahren registrierte das Polizeipräsidium Mannheim insgesamt mehrere Tausende Fälle im Zusammenhang mit „falschen Polizeibeamten, „Enkeltricks“ und „Schockanrufen“, wobei die Dunkelziffer um ein vielfaches höher sein dürfte. Dabei ist es auch nicht ausgeschlossen, dass der eine oder andere Fall, bei dem es zum Schadenseintritt kam, aus Scham nicht bei der Polizei zur Anzeige kam.

Die Gesamtschadenssumme für Mannheim, Heidelberg und den Rhein-Neckar-Kreis liegt bei über drei Millionen Euro.

Die Aufklärungsquote ist vergleichsweise gering und liegt im Mittel unter fünf Prozent.

Die Ermittler des Betrugsdezernats der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg rechnen weiter damit, dass die Täter auch in den kommenden Tagen in der Region aktiv sein werden und bitten eindringlich, keine Geldbeträge vor der Haustür an fremde Menschen zu übergeben oder vor der Tür zu hinterlegen. Die Polizei holt weder Geld noch Schmuck an der Haustür ab oder lässt dies von Boten abholen.

Darüber hinaus gelten folgende Hinweise:

   - Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen  
     Verhältnissen preis.
   - Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie
     sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie 
     die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an 
     und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
   - Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: 
     Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen 
     nahe stehende Personen.
   - Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie 
     unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
   - Sind Sie bereits Opfer einer Betrugsmasche geworden, zeigen Sie 
     die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei 
     helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend 
     zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
   - Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta 
     Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie
     gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines 
     Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.
   - Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere
     Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im 
     Bankschließfach.

Darüber hinaus informieren die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen des Polizeipräsidiums Mannheim in Mannheim, Tel.: 0621/174-1212 und in Heidelberg, Tel.: 06221/99-1234, wie man sich am besten vor Trickbetrügern jedweder Art am besten schützen kann. Die Beratungen sind kostenlos!!! Im Internet sind Information über alle gängigen Betrugsmaschen abrufbar unter 
www.polizei-beratung.de 

Quelle: Polizeipräsidium Mannheim

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