Alexander Adam: Wiederaufführung nach über hundert Jahren
Bruchsal. Ein weitgehend vergessenes Kapitel der Bruchsaler Musikgeschichte wird am Freitag, 9. Oktober 2026, wieder lebendig: Im Kammermusiksaal des Bruchsaler Barockschlosses erklingen erstmals seit mehr als hundert Jahren wieder Auszüge aus der „Romanze für Violine und Klavier, op. 8“ des Bruchsaler Komponisten Alexander Adam.
Adam wurde 1853 in Bruchsal geboren und war zu Lebzeiten überregional bekannt. Sein umfangreiches spätromantisches Schaffen geriet nach seinem Tod 1917 jedoch weitgehend in Vergessenheit. Zu seinen Werken zählt auch die 1903 entstandene sinfonische Dichtung „Jos Fritz“, die dem Untergrombacher Bauernführer des 16. Jahrhunderts gewidmet ist.
Ab 19 Uhr präsentieren die Violinistin und Erzählerin Katrin Ambrosius und der Pianist Erwin Stein unter dem Titel „Wenn Steine singen könnten“ ein Programm mit Werken von Bach, Brahms, Lehár und weiteren Komponisten. Einen besonderen Schwerpunkt bilden dabei die Mittelsätze – Adagio und Scherzo – aus Adams Werk.
„Die Musik hat einen ausgesprochen romantischen Charakter“, beschreibt Ambrosius das wiederentdeckte Stück. Gleichzeitig soll dessen expressive Seite besonders zur Geltung kommen.
Das Konzert wird von der Stadt Bruchsal und den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg veranstaltet.
Eintritt: 15 Euro (Kategorie 1), 12 Euro (Kategorie 2; ermäßigt für Schwerbehinderte, Schüler, Studierende und Arbeitssuchende).
Karten gibt es bei der Touristinformation im H7, an der Kasse des Barockschlosses sowie per Reservierung für die Abendkasse.
Foto: In Bruchsal geboren: Das spätromantische Werk des Komponisten Alexander Adam wartet noch auf seine Wiederentdeckung. Am 9. Oktober erklingen im Kammermusiksaal des Bruchsaler Schlosses Auszüge aus Adams „Romanze für Violine und Klavier, op. 8“. (Vorlage und Reproduktion: Stadtarchiv Karlsruhe)




























