Historiker beleuchtet Leben von Johann Baptist Bekk im Bruchsaler Rathaus
Am Dienstag, den 17. März 2026, um 18 Uhr, widmet sich ein Vortrag im Bruchsaler Rathaus dem liberalen Politiker Johann Baptist Bekk. Bekk, seit Ende 1846 Regierungschef des Großherzogtums Baden, hätte den Verlauf der Revolution von 1848/49 maßgeblich beeinflussen können – wäre er 1849 nicht durch radikale Kräfte gestürzt worden. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Bekk in Bruchsal, wo er 1855 verstarb und ein Ehrengrab neben der Peterskirche erhielt, das bis heute erhalten ist.
Der Historiker und Co-Vorsitzende der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratiegeschichte, Professor a.D. Christian Jansen, beleuchtet in seinem Vortrag das Leben eines heute weitgehend im Schatten von Persönlichkeiten wie Friedrich Hecker, Gustav Struve und Ludwig Brentano stehenden Politikers. Die Veranstaltung findet im Sitzungssaal des Bruchsaler Rathauses am Marktplatz (Kaiserstraße 66) auf Einladung der Kommission für Stadtgeschichte statt. Der Eintritt ist frei; Anmeldungen werden per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 07251/79-531 bzw. 79-183 erbeten.
Jansens Würdigung Bekks ist zugleich Teil des fünften Bandes der Reihe „Bausteine zur Geschichte der Stadt Bruchsal und ihres Umlands“, der an diesem Abend vorgestellt wird. Der Schwerpunkt liegt auf Biografien führender Köpfe der badischen Revolution 1848/49, die in engem Zusammenhang mit Bruchsal und der Region stehen. Weitere Beiträge thematisieren insbesondere die NS-Zeit und versuchen, aus unterschiedlichen Perspektiven Antworten auf die Frage zu geben: „Wer waren die Bruchsaler Nationalsozialisten?“
Foto: Ehrengrab von Johann Baptist Bekk bei der Bruchsaler Peterskirche. (Aufnahme: Stadt Bruchsal)
































