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Invasive Drüsenameise im Blick

29. Juli 2026 | Allgemeines, Das Neueste, Sinsheim

Stadt Sinsheim verstärkt Maßnahmen gegen invasive Große Drüsenameise

Invasive Arten stellen Städte und Gemeinden zunehmend vor neue Herausforderungen. Auch in Sinsheim gibt es inzwischen gesicherte Vorkommen der invasiven Ameisenart Tapinoma magnum, besser bekannt als Große Drüsenameise. Die Stadt hat deshalb Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung eingeleitet.

Der deutsche Name der Art kann dabei täuschen: Die einzelnen Ameisen sind mit einer Größe von etwa zwei bis fünf Millimetern vergleichsweise klein. Innerhalb einer Kolonie können die Tiere jedoch deutlich unterschiedlich groß sein. Problematisch sind vor allem die großflächigen Nester, durch die Schäden an Wegen, Plätzen und technischen Anlagen entstehen können. Aufgrund ihrer schnellen Ausbreitung ist die Art nur schwer zu bekämpfen.

Für öffentliche Flächen hat die Stadt Sinsheim eine Fachfirma mit der Bekämpfung der Tapinoma magnum beauftragt. Ziel ist es, die Ausbreitung möglichst einzudämmen und Schäden an der städtischen Infrastruktur zu vermeiden.

Auf Privatgrundstücken liegt die Verantwortung bei den jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümern. Da sich die Nester häufig über mehrere Grundstücke erstrecken, ist eine erfolgreiche Bekämpfung nur möglich, wenn betroffene Nachbarschaften gemeinsam vorgehen. Die Stadt empfiehlt daher, bei einem möglichen Befall frühzeitig eine Fachfirma einzuschalten.

Woran lässt sich die Große Drüsenameise erkennen?

Die Stadt nennt mehrere Hinweise, die auf einen Befall mit Tapinoma magnum hindeuten können:

  • Es treten ungewöhnlich viele Ameisen auf, teilweise in breiten, mehrspurigen Ameisenstraßen auf steinigen Flächen, Gehwegen oder Hauswänden.
  • Die Ameisen sind vollständig schwarz.
  • An den Nestern befindet sich auffällig viel ausgeworfenes Erdmaterial, das nach dem Entfernen schnell wieder auftaucht.
  • Bei Störungen kommen zahlreiche Ameisen rasch aus dem Boden.
  • Die Tiere klettern auf Menschen, beißen schneller und wirken aggressiver als gewöhnliche Ameisen.
  • Ameisen aus demselben Nest unterscheiden sich deutlich in ihrer Größe.
  • Bei Reizung entsteht ein intensiver, ranziger Geruch.

Wenn alle genannten Merkmale zutreffen, handelt es sich nach Einschätzung der Stadt mit hoher Wahrscheinlichkeit um Tapinoma magnum. Betroffene Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich an das Amt für Infrastruktur, Abteilung Tiefbau, unter der E-Mail-Adresse tiefbau@sinsheim.de zu wenden.

Weitere Informationen zur Großen Drüsenameise stellt das Umweltbundesamt unter www.umweltbundesamt.de/grosse-druesenameise bereit.

Weitere invasive Arten im Fokus

Neben der Großen Drüsenameise beobachtet die Stadt Sinsheim auch weitere invasive Arten:

Asiatische Hornisse:

Derzeit gibt es in Sinsheim keine auffällige Häufung von Sichtungen. Wer auf einem Privatgrundstück eine Asiatische Hornisse oder ein Nest entdeckt, kann sich an den Nestenferner Imkerverein Sinsheim unter 0173 9552439 wenden. Eine Meldung ist außerdem online über www.velutina-army.de/nester-melden-in-den-bundeslaendern/ möglich.

Asiatische Tigermücke:

Die wärmeliebende Stechmücke breitet sich in Deutschland zunehmend aus. Aktuell besteht in Sinsheim jedoch kein besonderer Handlungsbedarf. Sollte sich die Situation ändern, will die Stadtverwaltung die Bevölkerung informieren.

Japankäfer:

Der Japankäfer gilt als bedeutender Pflanzenschädling und wird deutschlandweit überwacht. In Sinsheim wurde die Art bislang nicht festgestellt. Auch hier wird die Stadtverwaltung bei einer veränderten Lage informieren.

 

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