Seit Wochen kommt das Führungsteam der TSG Hoffenheim nicht zur Ruhe. Nach dem Rücktritt des Vereinsvorsitzenden wird öffentlich über Machtverhältnisse, Einfluss und Ausrichtung des Klubs diskutiert. Solche Debatten seien grundsätzlich legitim, heißt es aus dem Umfeld des Vereins. Viele langjährige Mitglieder, Unterstützer, Sponsoren und Freunde der TSG äußern jedoch zunehmend Zweifel daran, ob Ton und Verlauf der Diskussionen noch angemessen und dem langfristigen sportlichen Erfolg dienlich sind. Die Sorge: Anhaltende Unruhe könnte dem Verein nachhaltig schaden.
Vor diesem Hintergrund hat sich eine Unterstützerinitiative formiert, der nach eigenen Angaben inzwischen fast 200 Personen angehören. Ziel der Gruppe ist es, auf ein faires, sachliches und verantwortungsvolles Klima im Vorfeld der anstehenden Präsidiumswahl hinzuwirken. Dadurch solle möglichst bald wieder Stabilität einkehren und der Mannschaft eine verlässliche Vereinsführung ermöglicht werden. Unter dem Namen „Wir sind TSG“ hat sich die Initiative mit einem Offenen Brief an Medien, Mitglieder und Interessierte gewandt, der auch auf einer eigenen Aktionswebsite veröffentlicht wurde.
Auslöser für die jüngste Zuspitzung war unter anderem die öffentliche Diskussion über eine mögliche Entlassung von Sportvorstand Andreas Schicker. Diese habe, so die Initiative, starke Emotionen ausgelöst und zugleich grundlegende Fragen zur künftigen Führung des Vereins aufgeworfen. Die Unterstützer fordern eine transparente und verantwortungsbewusste Entscheidung über die personelle Aufstellung an der Spitze des Klubs. In den kommenden Wochen wolle man sich aktiv dafür einsetzen, dass dieser Prozess sachlich und im Sinne des Vereins geführt wird.































