Auf ein Eis mit klaren Positionen – FDP-Landtagskandidatin Claudia Felden in Rauenberg im Gespräch
Rauenberg. Bei winterlichen Temperaturen lud die FDP-Landtagskandidatin Claudia Felden zu „Auf ein Eis beim Aki“ nach Rauenberg ein. Trotz kühler und regnerischer Witterung war die Veranstaltung zur Mittagszeit gut besucht. Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen nutzten die Gelegenheit, bei Eis, Kaffee und Tee in den persönlichen Austausch zu treten. Die Räumlichkeiten des Eiscafé La Fontana boten dafür einen lockeren Rahmen.
Gleich zu Beginn stellte ein Bürger die zentrale Frage: „Warum sollte man Sie wählen?“ Claudia Felden verwies auf ihre langjährige Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen. Als Bürgermeisterin kenne sie die kommunale Ebene aus erster Hand. Als Selbstständige bringe sie wirtschaftliche Kompetenz mit, und als fünffache Großmutter liege ihr besonders die Zukunft der jungen Generation am Herzen. Sie wolle nicht aus finanziellen Interessen in den Landtag, sondern aus Überzeugung, um konkret etwas für das Land zu bewegen.
Ein Schwerpunkt der Diskussion war die Bedeutung einer starken Wirtschaft. „Ohne Wirtschaft läuft nichts“, betonte Felden. Arbeitsplätze, Zukunftsperspektiven und die finanzielle Ausstattung der Kommunen hingen unmittelbar von einer florierenden Wirtschaft ab. Kindergärten, Schulen, Schwimmbäder oder der öffentliche Nahverkehr seien letztlich nur finanzierbar, wenn die wirtschaftliche Basis stimme.
Im Gespräch erläuterte sie die Auswirkungen steuerpolitischer Entscheidungen auf Städte und Gemeinden, die sie als Bürgermeisterin von Leimen aus erster Hand kennt. Kommunen erhielten einen Anteil an der Einkommensteuer, der jedoch gedeckelt sei. Wenn die kalte Progression bekämpft und Steuerfreibeträge erhöht würden, bedeute dies zugleich geringere Einnahmen für die Kommunen. Gespart werde dann häufig bei freiwilligen Leistungen oder in der Qualität von Angeboten, etwa im ÖPNV, was insbesondere Jugendliche in ihrer Mobilität und Freiheit betreffe.
Einsparpotenziale sieht Felden vor allem im Abbau von Verwaltungsebenen. Bei Förderprogrammen sprach sie sich für eine Umstrukturierung aus. Rund 400 Fördertöpfe verursachten hohen bürokratischen Aufwand. Würden diese Mittel direkt an die Kommunen gegeben, könnten Verwaltungsaufwand und Personalkosten reduziert werden. Auch eine Verschlankung von Verwaltungsebenen, etwa durch eine Neuordnung der Aufgaben von Regierungspräsidien, könne Effizienzgewinne bringen. Sorgen um Arbeitsplätze in der Verwaltung wies sie zurück: Aufgrund des demografischen Wandels bestehe bereits heute ein erheblicher Personalbedarf.
Beim Thema Schulden sprach sich Felden klar für Haushaltsdisziplin aus. Die gestiegene Zinslast – sie nannte als Beispiel eine Steigerung von 300.000 auf 1,2 Millionen Euro im Rhein-Neckar-Kreis – zeige, wie schnell finanzielle Spielräume schwänden. Höhere Zinsen belasteten nicht nur die öffentliche Hand, sondern auch private Bauherren. Das verschärfe die Wohnungsnot und treffe insbesondere jene, die sich erst Eigentum aufbauen wollten.
Auch regionale Infrastrukturprojekte wurden angesprochen. Einen komplett vierspurigen Ausbau der Straße L723 zwischen der A6-Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg und dem Kreuz Walldorf bezeichnete die Kandidatin als dringend notwendig. Rückstaus auf der Autobahn stellten ein Sicherheitsrisiko dar und seien weder für Anwohner noch für die Umwelt akzeptabel.
Zum Abschluss unterstrich Felden ihre Verbundenheit mit der Region. Als aussichtsreiche Kandidatin der Landesliste wolle sie sicherstellen, dass regionale Anliegen auch künftig im Landtag Gehör fänden. Deutlich wurde bei der Veranstaltung, dass viele Bürgerinnen und Bürger klare Prioritäten bei Finanzen, Wirtschaft und kommunaler Ausstattung erwarten.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://claudia-felden.wahl.freie-demokraten.de
Abbildung 1: Landtagskandidatin Claudia Felden (2.v.l.) im Bürgergespräch (Foto: Dr. Matthias Spanier)
































