Seltene Erfolgsmeldung im Zoo Heidelberg: Erste junge Yarrellzeisige geschlüpft
Im Zoo Heidelberg sind erstmals junge Yarrellzeisige geschlüpft – ein wichtiger Erfolg für den Schutz dieser bedrohten Art. Die kleinen Singvögel aus Südamerika sind durch Lebensraumverlust, Wilderei und illegalen Handel stark gefährdet. Experten schätzen, dass in der Natur nur noch zwischen 6.000 und 15.000 Tiere leben. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft die Art als „gefährdet“ ein.
Der Zoo Heidelberg ist aktuell der einzige Zoo außerhalb Südamerikas, der diese Art hält. Im Frühjahr 2025 wurden zwei Paare von einem spezialisierten Privathalter übernommen. Mitte Dezember legte eines der Paare erstmals Eier – zum Jahreswechsel schlüpften die ersten Jungvögel. Dank der sorgfältigen Pflege und Beobachtung durch das Tierpflegerteam konnten die Jungtiere erfolgreich aufgezogen werden und sind inzwischen flügge. Neue Eier wurden bereits gelegt, sodass weiterer Nachwuchs erwartet wird.
„Dieser Erfolg ist ein Meilenstein für den Aufbau einer stabilen Population in menschlicher Obhut“, erklärt Joshua Förg, Kurator für Vögel, Reptilien und Amphibien. Der Zoo arbeitet dabei eng mit anderen zoologischen Gärten und fachkundigen Privathaltern zusammen, um den Bestand der Art langfristig zu sichern.
Die Yarrellzeisige leben derzeit noch hinter den Kulissen, ab März sind sie jedoch für Besucher in der Fasanerie zu sehen. Dann können Gäste die seltenen Vögel beobachten und hoffentlich auch den melodischen Gesang der Männchen hören – ein besonderes Erlebnis für Vogelfreunde und Artenschutzinteressierte.
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Foto: Der ausgewachsene Yarellzeisig fällt durch seine leuchtend gelbe Farbe und seine schwarze Haube auf. (Foto: Petra Medan/Zoo Heidelberg)

































