Nachfolger muss CDU-Stimme bei Reformen werden
Der CDU-Kreisverband Rhein-Neckar fordert Jens Spahn auf, den Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion niederzulegen. Hintergrund ist die öffentliche Diskussion um die Inanspruchnahme einer Leihmutterschaft in den USA. Nach Ansicht des Kreisverbandes habe der Vorgang das Vertrauen in Spahns politische Glaubwürdigkeit nachhaltig beschädigt.
„Es geht ausdrücklich nicht darum, das private Familienglück von Jens Spahn und seinem Ehemann infrage zu stellen. Ein Kind darf niemals zum Gegenstand einer politischen Auseinandersetzung gemacht werden“, betont der Kreisvorsitzende der CDU Rhein-Neckar, Dr. Albrecht Schütte. Entscheidend sei vielmehr die Frage der Glaubwürdigkeit eines Spitzenpolitikers.
Zur Begründung verweist der Kreisverband auf den CDU-Bundesparteitag im Februar 2026. Dort habe die Partei ihre ablehnende Haltung zur Leihmutterschaft – auch in altruistischen Modellen – erneut bekräftigt. Als Gründe wurden ethische, rechtliche und praktische Bedenken sowie der Schutz von Frauen vor Ausbeutung und gesundheitlichen Risiken genannt.
Nach Angaben des Kreisverbandes habe Jens Spahn inzwischen bestätigt, gemeinsam mit seinem Ehemann eine Leihmutterschaft in den USA in Anspruch genommen zu haben. Zum Zeitpunkt des Parteitags sei die Leihmutter nach seinen eigenen Angaben bereits schwanger gewesen. Spahn habe später eingeräumt, dass er sich auf dem Parteitag zu diesem Thema hätte äußern sollen.
Für die CDU Rhein-Neckar entsteht dadurch ein Widerspruch zwischen den politischen Positionen der Partei und dem persönlichen Handeln ihres Fraktionsvorsitzenden. Wer eine derart herausgehobene Führungsposition innehabe, müsse sich daran messen lassen, ob das eigene Verhalten mit den öffentlich vertretenen Grundsätzen übereinstimme.
Der Kreisverband fordert deshalb Jens Spahn auf, selbst die Konsequenzen zu ziehen und sein Amt niederzulegen. Sollte dies nicht geschehen, seien die Mitglieder der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gefordert, die Führung der Fraktion neu zu ordnen.
Zugleich spricht sich die CDU Rhein-Neckar dafür aus, die Fraktionsspitze künftig mit einer Persönlichkeit zu besetzen, die die Positionen der Union bei anstehenden Reformen klar vertritt und für eine verlässliche sowie glaubwürdige Politik steht.



























