Bürgeraufruf zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke
Die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke stellt auch in unserer Region eine zunehmende Herausforderung dar. Diese invasive Art ist nicht nur besonders lästig, sondern kann unter bestimmten Umständen auch Krankheitserreger wie beispielsweise Dengue-Viren übertragen. Charakteristisch ist die kleine, schwarz-weiß gestreifte Mücke, die im Gegensatz zu heimischen Arten vor allem tagaktiv ist und als besonders aggressiv und stichfreudig gilt.
Die gute Nachricht ist: Eine wirksame Eindämmung ist möglich – allerdings nur, wenn alle mithelfen. Denn die Asiatische Tigermücke nutzt kleinste Wasseransammlungen im direkten Wohnumfeld als Brutstätten. Genau hier setzt die wichtigste Maßnahme an: das konsequente Vermeiden und Beseitigen von stehendem Wasser.
Bürgerinnen und Bürger werden daher dringend gebeten, mögliche Brutstätten regelmäßig zu kontrollieren und zu entfernen. Nicht mehr benötigte Gegenstände wie Müll, Altreifen oder ungenutzte Gefäße sollten konsequent entsorgt werden. Gegenstände wie Gießkannen oder Gartengeräte sollten trocken gelagert oder umgedreht aufbewahrt werden, damit sich kein Wasser ansammeln kann. Regentonnen, Zisternen und auch hohle Zaunpfähle sollten dicht verschlossen sein.
Ebenso wichtig ist es, Abläufe freizuhalten – beispielsweise Dachrinnen und Entwässerungsrinnen – damit Wasser ungehindert abfließen kann. Behälter wie Tiertränken, Blumentopf-Untersetzer oder Übertöpfe sollten mindestens einmal pro Woche vollständig geleert, gereinigt oder das Wasser gewechselt werden.
Für schwer zugängliche Wasserstellen wie Gullys oder Blumenkästen mit Wasserreservoir wird eine regelmäßige Behandlung mit sogenannten Bti-Tabletten empfohlen. Diese wirken gezielt gegen Mückenlarven, sind jedoch für Menschen, Tiere und Pflanzen unbedenklich. Die Anwendung erfolgt in der Regel alle 14 Tage in stehenden, unbelebten Gewässern – bitte beachten Sie hierbei stets die jeweilige Gebrauchsanweisung.
Auch außerhalb der Saison ist Vorsorge entscheidend: Wer seinen Garten winterfest macht, sollte Eimer, Untersetzer, Regentonnen und ähnliche Behälter gründlich mit heißem Wasser reinigen und ausbürsten. So können auch widerstandsfähige Eier der Tigermücke entfernt werden, die den Winter überdauern.
Wichtig zu wissen: Naturnahe, belebte Teiche oder bewegtes Wasser sind keine Brutstätten der Asiatischen Tigermücke. Problematisch sind vielmehr kleine, stehende Wasseransammlungen im unmittelbaren Wohnumfeld.
Die Eindämmung dieser invasiven Art ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Jeder einzelne Haushalt kann einen entscheidenden Beitrag leisten. Nur durch konsequentes Handeln aller Bürgerinnen und Bürger lässt sich die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke wirksam begrenzen.
Weitere Informationen finden Sie beim zuständigen Gesundheitsamt Baden-Württemberg:
https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/de/kompetenzzentren-netzwerke/arbo-baden-wuerttemberg/

























