Am Rande notiert: Brücke über B27 regelrecht zerbröselt

Brücke über B27 regelrecht zerbröselt

Abbrucharbeiten ohne Probleme – Mit Spezialzangen A6-Bauwerk pulverisiert

Der Abbruch des ersten Teils der Brücke über der B27 klappte problemlos, die vier Abbruchbagger haben ganze Arbeit geleistet. Foto: ViA6West/Endres

Heilbronn/Neckarsulm. Das war der erste Streich: Gegen die mächtigen Knabberzangen hatte der Beton nichts entgegen zu setzen: Am frühen Samstagmorgen lag der Überbau und damit die alte Fahrbahn der Autobahn A6 am Boden. Die vier Abbruchbagger hatten in der Nacht ganze Arbeit geleistet. Damit war der erste Teil der Brücke über die B27 zwischen Heilbronn und Neckarsulm nur noch ein großer Haufen von Armierungsstahl und Beton – von riesigen Baggerzangen  regelrecht pulverisiert. Rund 1100 Kubikmeter Material mussten zerkleinert werden – das klappte nach Angaben von Alexander von Liel ohne Probleme. Der 35-jährige Bauingenieur ist für die Bauarbeitsgemeinschaft (BauArge) von HOCHTIEF und Johann Bunte zuständig für die Brückenbauwerke der Autobahn bei Neckarsulm. Auch sie werden im Rahmen des sechsstreifigen Ausbaus der A6 zwischen der Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg und dem Weinsberger Kreuz durch den privaten Autobahnbetreiber ViA6West erneuert.

Mit vier Spezialbaggern – die beiden größten mit einem Gewicht von jeweils immerhin 60 Tonnen – ging es am zurückliegenden Wochenende dem Bauwerk an den Kragen. Die Überführung über die B27 gehört nach dem Neckartalübergang zu den größten Brückenbauwerken; sie besteht aus insgesamt vier Teilen, welche die Bundestraße überspannen. Gebaut wurde sie 1965 und misst in der Länge knapp 40 Meter und in der Breite zusammen rund 42 Meter.

„So lange wie möglich soll der Überbau oben bleiben“, erklärt Alexander von Liel; das ist einfacher zu pulverisieren“, erklärt der Fachmann.  Und erstmals kam vom Abbruchunternehmen Max Wild eine der größten Abbruchzangen zum Einsatz, „die hat den Beton wie nichts zerbröselt“. Wie eine überdimensionale Krabben-Schere sieht das Spezialwerkzeug aus, „da kapituliert jedes noch so massive Bauwerk“, sagt der Bauleiter weiter. Bei einem Eigengewicht von sieben Tonnen hat sie eine Schneidkraft von rund 700 Tonnen.

Allerdings ist es mit dem Abbruch allein nicht getan: Aufwendig und zeitintensiv ist der Abtransport des Materials. Sechs Laster waren im Dauereinsatz, um das Trümmerfeld von den rund 1100 Kubikmetern Beton und Eisen zu beräumen, damit die Bundessstraße wieder freigegeben werden konnte.  

Wegen der Dimensionen der Straßenüberführung ist der gesamte Abbruch auf zwei Wochenenden verteilt: Die Bagger rücken erneut am kommenden Wochenende an: Von Freitag, 3. April, 20 Uhr, bis Montag, 6. April, 5 Uhr. Zwischen den genannten Uhrzeiten ist die Bundesstraße 27 zwischen Heilbronn und Neckarsulm in beiden Richtungen noch einmal gesperrt. Im Anschluss an den Abbruch beginnen zeitnah die Arbeiten für den Ersatzneubau.

Zugesandt von ViA6West/Endres

Veröffentlicht am 29. März 2020, 12:04
Kurz URL: https://kraichgau-lokal.de/?p=301535 

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