Neuzugang bei den Mähnenrobben im Zoo Heidelberg
Freudige Nachrichten aus dem Zoo Heidelberg: Ein neuer Jungbulle bereichert seit dieser Woche die Mähnenrobben-Anlage. Lío wurde im Juli 2024 im Zoo am Meer in Bremerhaven geboren und erkundet nun sein neues Zuhause in Heidelberg.
Mit rund 78 Kilogramm ist Lío noch vergleichsweise klein – ausgewachsene Mähnenrobbenbullen können bis zu 500 Kilogramm wiegen. In den kommenden Jahren wird er deutlich an Größe und Gewicht zulegen. Tierpfleger hoffen außerdem auf Nachwuchs von Lío und einem der weiblichen Tiere.
Anfang der Woche durfte Lío erstmals die Außenanlage erkunden. Dabei orientierte er sich zunächst an Shana, dem ältesten Weibchen der Gruppe, und beobachtete aufmerksam die Bewegungen der erfahrenen Robben.
In den kommenden Wochen beginnt das medizinische Training, bei dem Lío lernt, seine Flossen, Zähne und Augen begutachten zu lassen. Für jedes kooperative Verhalten wird er mit einem kleinen Fisch belohnt, sodass tierärztliche Untersuchungen künftig stressfreier ablaufen. „Lío ist ein echter Rohdiamant – neugierig und zugewandt, aber noch lernbedürftig. Wir erwarten, dass er in den nächsten Wochen große Fortschritte macht“, sagt Revierleiterin Bianca Weißbarth.
Besucherinnen und Besucher können Lío bereits auf der Anlage beobachten. Das kommentierte Training der Mähnenrobben findet täglich außer freitags um 11:00 Uhr und 15:45 Uhr statt.
Hintergrund:
Die Mähnenrobben – auch Südamerikanische Seelöwen genannt – sind an den Küsten von Peru bis Argentinien verbreitet. Der Zoo Heidelberg engagiert sich zusammen mit der Artenschutzorganisation Yaqu Pacha für den langfristigen Erhalt der Art. Den deutschen Namen verdanken die Robben den imposanten Mähnen der Bullen.
Foto: Der junge Bulle (rechts im Bild) wird in den nächsten Jahren deutlich größer und schwerer werden. (Foto: Zoo Heidelberg)
































