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Hinweis des Kreisforstamts: „Ein kranker Wald erhöht die Unfallgefahr – gerade auch für Waldbesucher“

5. Mai 2021 | Allgemeines, Das Neueste, Gesellschaft, Natur und Umwelt, Orte, Rhein-Neckar-Kreis, ~ Umland, ~~ Überregional

„Ein kranker Wald erhöht die Unfallgefahr – gerade auch für Waldbesucher“

Die Anzahl von absterbenden und kranken Bäumen im Schwetzinger Hardt hat ein gewaltiges Ausmaß erreicht. Die Arbeitsbelastung von Förster Glasbrenner und seinem Waldarbeiterteam ist dadurch enorm angestiegen.

Dem Wald in der Schwetzinger Hardt geht es sehr schlecht. Frühlingshafte Temperaturen laden zum Waldspaziergang ein, denn der Wald dient, gerade auch in Pandemiezeiten, der Erholung, der Freizeit und der Abwechslung. Unübersehbar für alle Waldbesucher der überaus große Anteil kranker und absterbender Bäume. Bei der rasanten Geschwindigkeit des Baumsterbens kann das Waldarbeiterteam um Förster Glasbrenner, das tagtäglich in den Wäldern von Walldorf, Reilingen und Hockenheim mit der Entnahme dieser absterbenden Bäume beschäftigt ist, nicht mehr mithalten. Somit erhöht sich auch die Unfallgefahr für die Waldbesucher stetig. Zusammen mit den mit betroffenen Gemeinden wurde deshalb ein Konzept zur weiteren Vorgehensweise entwickelt.

In fast allen Bereiches des Forstreviers von Förster Glasbrenner ist der Waldbestand durch die Trockenheit der vergangenen 3 Jahre schwer zu Schaden gekommen. Hinzu kommen gefräßige Maikäfer, durstige Misteln und aggressive Pilze, die die Bäume, besonders der Hauptbaumart Kiefer, schwer schädigen. Das Waldarbeiterteam ist zwar rund um die Uhr im Einsatz, kann aber aus zeitlichen Gründen nicht alle absterbenden Bäume sofort entnehmen. So kann es durchaus vorkommen, dass entlang befestigter Wege abgestorbene Bäume stehen.

In dem eigens hierfür von Forst und Kommunen erstellten Konzept wurden die erforderlichen Arbeiten priorisiert. „Die Sicherheit der Waldbesucher spielt für uns sowie für die Städte und Gemeinden als Waldbesitzer bei der Waldbewirtschaftung eine entscheidende Rolle. Wir wollen das Unfallrisiko so klein wie möglich halten.“, erläutert Herr Glasbrenner die Vorgehensweise. „Wir fällen die kranken und absterbenden Bäume im Gefahrenbereich entlang von Bebauungen wie Häusern, Sportplätzen, Spielplätzen und wichtigen Verkehrsachsen wie Autobahnen, Bundesstraßen und Bahnlinien. Das kostet uns viel Zeit. Da wir dem flächenhaften Absterben nicht hinterherkommen, müssen umgefallene Bäume oder abgebrochene Kronen abseits der Wege in den Waldbeständen in vielen Fällen liegen bleiben. Da kann es sein, dass manche Trampelpfade vorerst versperrt bleiben.“, bemüht sich Herr Glasbrenner um Verständnis in der Bevölkerung.

Im Wald gilt das freie Betretungsrecht – stets auf eigene Gefahr, weshalb Herr Glasbrenner dringend auf erhöhte Achtsamkeit im Wald hinweist: „Im Wald ist mit sogenannten waldtypischen Gefahren zu rechnen. Dazu gehören herabfallende Äste, das Stolpern über eine Wurzel oder sogar das Umstürzen eines Baumes. In einem kranken Wald ist das Risiko für solche Gefahren deutlich erhöht. Darüber müssen sich die Waldbesucher im Klaren sein, vor allem dann, wenn sie abseits der befestigten Wege unterwegs sind.“  

Dieser kritische Zustand unseres Waldes wird sich auch in den nächsten Jahren, aufgrund von Klimawandel, der damit verbundenen Temperaturerhöhung und Trockenheit, kurzfristig nicht erholen. Die Arbeit wird ihm und seinem Team auf keinen Fall ausgehen.

Silke Hartmann

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