TSG 1899 Hoffenheim & Freunde vs Global United FC e.V. – Benefiz-Fußballspiel

TSG 1899 Hoffenheim & Freunde vs Global United FC e.V. – Benefiz-Fußballspiel

(hjj) Was machen ehemalige Fußballprofis am Ende ihrer Karriere ? – stellt sich die Frage. Sie ruhen sich auf der sogenannten „faulen Haut“ aus oder sie leben von ihren Gehältern, die sie kassiert haben – weit gefehlt ! Sie stellen sich dem „guten Zweck“ zur Verfügung und zwar unentgeltlich ! das muss hier einmal gesagt und unter Beweis gestellt werden. So wie am vergangenen Freitag in Waldangelloch ! Ein illusterer und gut gelaunter Ehemaliger traten wieder einmal an, um zu helfen, schlicht großartig und ich war dabei ! Um es gleich vorweg zu nehmen – es war einfach nur Spaß am Helfen und am Fußball, das Ergebnis war zweitrangig.

Am Ende eines sehr heißen Freitagabends stand ein 7:6 für die Hoffenheimer, die von vielen ehemaligen Vereinsgrößen für den guten Zweck unterstützt wurden. Der Hintergrund der Veranstaltung war ein tragisches Unglück. Am 23. Juni 2012 sind der stellvertretende Jugendleiter/Jugendtrainer Gerd Marx und Dirk Weber, der ebenfalls ein lang verdientes Mitglied des TSV war, bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Gerd Marx hinterließ dabei seine Frau sowie seine beiden Kinder. Der gesamte Gewinn der Veranstaltung bestehend aus Spenden, Wirtschaftseinnahmen sowie Sponsorenerträgen geht an die Familie Marx. Seine Familie kämpft seit dessen Tod mit der gegnerischen Versicherung um eine Entschädigung.

Bei knapp 40 Grad Celsius suchten die rund 400 Zuschauer auf dem Waldangellocher Götzenberg die schattigen Plätze, um wenigstens etwas „Abkühlung“ zu erhalten. Für die namhaften Kicker auf dem grünen Rasen gab es diese Möglichkeit nicht. Dennoch merkte man Francisco Copado, Sean Dundee, Michel Dinzey, Martin Driller oder auch Stefan Reisinger (Global United) die Spielfreude an. „Kurz vor Schluss habe ich mir eine leichte Zerrung geholt, dann musste ich leider raus“, hat Dundee großen Einsatz gezeigt, „seit knapp sechs Jahren bin ich bei Lutz dabei und habe schon oft mitgespielt.“ Der ehemalige Torjäger des Karlsruher SC eröffnet diesen Sommer eine Fußballschule in Karlsruhe.

Bereits in der ersten Spielminute ging die Elf von Lutz Pfannenstiel in Führung. Auf Hoffenheimer Seite wirbelten im Angriff die „jungen“ Roberto Pinto und Dragan Paljic, der zuletzt beim australischen Erstligisten Perth Glory unter Vertrag stand. Über 90 Minuten lag Global United zumeist knapp in Führung, doch kurz vor Schluss erzielte Hoffenheim die erste Führung zum 7:6-Endstand.

Global United FC e.V. initiiert (2009) von Lutz Pfannenstiel, Scout der TSG 1899, hat schon auf allen Kontinenten des Globus Fußball gespielt und dabei viel nützliche Bekanntschaften und Freunde gewonnen. Wann immer es möglich ist setzt er sich und „sein Team“ für den guten Zweck ein. „Alle die hier mitspielen, machen das unentgeltlich“, erwähnte der gebürtige Bayer, „wir freuen uns sehr der Familie Marx damit zu helfen.“ In der ersten Halbzeit hütete Pfannenstiel das Tor von Global United. Seine Stiftung unterstützte die Familie Marx mit einem Scheck über 3 000 Euro.

Ronny Zimmermann, Präsident des badischen Fußballverbands, ließ es sich nicht nehmen, persönlich vorbeizuschauen und einen Scheck über 500 Euro aus dem Sozialfond des BFV zu überreichen. 

Zwei aktuelle Hoffenheimer spielten am Freitag gegen 1899. U23-Trainer Marco Wildersinn und sein Co. Andreas Ibertsberger zeigten, dass sie es am Ball immer noch können. „Als ich von der Veranstaltung gehört haben, war ich froh, dass ich Zeit hatte“, sagte Ibertsberger, „die Bedingungen hier waren hervorragend.“ Auch ein bekannter, noch Aktiver, bei der DJK Balzfeld spielend, Steffen Kritter, hatte seine Freude, an seinen ehemaligen Mitspielern. Stadionsprecher war niemand geringeres als Mike Diehl, den man aus der Wirsol-Arena in Sinsheim kennt.

Im Anschluss an die Partie folgte die Tombola-Auslosung, die zahlreiche Preise bereithielt. Der Hauptpreis waren zwei Business-Tickets zu einem Heimspiel der TSG. Aber auch Tickets für das erste Heimspiel gegen Bayern München, ein unterschriebenes Trikot und ein unterschriebener Ball durften zum Schluss einige glückliche Zuschauer mit nach Hause nehmen. Der TSV Waldangelloch freut sich sehr mit dieser Veranstaltung die gute Sache unterstützt und damit der Familie Marx weiterhin Mut gemacht zu haben.

Fazit: Fußball verbindet – Freunde für Freunde – Miteinander und Füreinander !

Quelle : Textauszüge Sascha Bürkel Text und Bilder : Hans-Joachim Janik

 

 

Veröffentlicht am 22. Juli 2015, 06:00
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