Rathauserstürmung in Rauenberg & Wiesloch – die Narren haben das Sagen

Rathäuser in Rauenberg und Wiesloch in der Hand der Narren – zumindest bis Aschermittwoch

(hjj) Die Regentschaft der Bürgermeister und Oberbürgermeister wurde heute von den Narren in Rauenberg und Wiesloch durch die Erstürmung der Rathäuser übernommen. Die Rauenberger Narrenarmee zog vor das Rathaus und unter Kanonenschlägen wurde Bürgermeister Seithel zur Aufgabe gezwungen. Angeführt durch das Prinzenpaar und Musikkorps als Herolde, wurden des Bürgermeisters Knie weich. Zunächst auf sicherem Balkon, doch offene Rathaustüren und lautstarke Unterstützung des Narrenvolkes nahmen Oberhand und so mußte der Finanzkoffer geöffnet werden, zum Erstaunen oder auch nicht, befanden sich darin nur Schuldscheine, die versprochener Maßen am Mittwoch in gleicher Form zurückgegeben werden. Dennoch der Rathausschlüssel wechselte unter Beifall den Besitzer. Das Narrenvolk konnte sich dann an den Vorräten des Rathauses laben und beide Seiten waren zufrieden, dass die Aktion „ohne Blutvergießen“ über die Bühne gegangen ist.

Nahezu ähnlich ging es kurz darauf in Wiesloch zu. Der Fanfarenzug Wiesloch und der „Dilsberger Musikzug“ des Turnvereins bereiteten die Erstürmung musikalisch vor. Alle Bestechungsversuche der Stadtverwaltung mit „Kamellen und Sweets“ die man aus den Fenstern warf, nützten nicht viel. Mit einer einfachen Schlüsselübergabe war es aber nicht getan. Heute „unrasiert“, deutlich an der Haarpracht des OB’s Elkemann zu erkennen, wurden dieser noch mit Bedingungen konfrontiert, die er auch Bedingungslos akzeptierte. Dies waren u.a, Trainerstunden bei Wieslocher Sportvereinen zu übernehmen, kostenlos, oder bei der polnischen Partnerstadt am 10 km-Lauf teilzunehmen, was ihm durch seine Fitness sicher kein Problem bereiten wird. Auch die nächste Gemeinderatssitzung am 11.02. im Staufersaal wurde ohne Redezeitbegrenzung abverlangt, wobei Elkemann schlagfertig antwortete, dass da kein großer Unterschied zu Prunksitzungen zu erkennen sein wird. Frieseurgeschäfte sollen in ihrer Ausbreitung eingedämmt werden, da es keinen weiteren Bedarf gebe, zumal der OB und der Bürgermeister diese Handwerkskunst nicht benötigen. Um Servicekosten bei Vereinsveranstaltungen zu minimieren, wird er und die Stadträte verpflichtet diesen einmal im Jahr zu übernehmen. Alles akzeptiert wurde er „willenlos“ von Mitgliedern des Männerballets aus dem Rathaus getragen und die Schlüsselübergabe konnte auf dem Marktplatz vollzogen werden. Ein buntes Bild mit Narren, der Garde von Blau-Weiss war ein schöner Rahmen bei Vorfrühlingswetter und ausgelassener Stimmung der vielen Zuschauer.

Friedlich und wirklich ohne Gewalt zogen die Narren für 4 Tage in die Rathäuser ein, um die Geschicke zu bestimmen. Sicher ist, dass ab „Aschermittwoch alles vorbei sein wird“ und die Bürokratie wieder seine Fortsetzung findet. Die „tollen Tage“ werden für viele Veranstaltungen und Umzüge sorgen, Spaß und Unterhaltung, sicher auch nachdenklich stimmen, mit dem Gedanken was in den Umzügen für Themen aufgegriffen werden.

Wir wünschen auf jeden Fall, alles nicht so ernst zu nehmen, Spaß haben und gesund diese Tage überstehen.

Text und Fotos: Hans-Joachim Janik           www.kraichgau-lokal.de

 

Veröffentlicht am 6. Februar 2016, 14:07
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