Kirchenmusiktage 2017 Sinsheim – Orgel und Theater

Händels Auferstehung – 19. März Ev. Stadtkirche Sinsheim

(hjj) Eingebettet in eine Veranstaltungsreihe „Orgel und … heute hier Theater“ wurde eine Kombination zwischen Orgelmusik (Bezirkskantor Werner Freiberger) und Theater (Ensemble der Theaterkiste Sinsheim Leitung: Uschi Barth) zur Aufführung gebracht. Die Musik, sagt schon der Header, Stücke von Georg Friedrich Händel, das Theater, unter Anlehnung an Stefan Zweig’s Geschichten zur Entstehung des „Messias“, von Dr. Dietmar Coors umgeschrieben und unter Uschi Barth’s Inszenierung auf die Bühne gebracht. 
Das Stück zeigt auf, wie es sich 1741 in London zugetragen haben soll. Händel lebt auf der „Insel“, finanziell am Ende, gesundheitlich durch einen Schlaganfall beeinträchtigt, weit ab vom derzeitigen Geschehen, eher in Einsamkeit, deprimiert und nur von einigen Getreuen umgeben, die an ihn glaubten. Genau zu dieser Zeit trug es sich zu, dass ihm ein Manuskript zustellt wird, dass sein Leben und Wirken unsterblich werden lässt. Der „Messias“ – sein Diener James, der es zunächst zum „anfeuern“ an den Kamin legen will, wird von Händel gebeten es doch einmal kurz noch überfliegen zu wollen. Begeistert von dem Schriftstück, wird er, wie von einer überirdischen Kraft inspiriert, es zu vertonen. Die Geburtsstunde eines „Kulturgutes“ der Musik. Die Orgelsätze, durch Szenen aus dem damaligen Leben aufgelockert, zeigte die „Theaterkiste“ was man aus einem klassischen Stück machen kann!

Extravagante Kostüme – Grundfarbe „lila“ brachten ein eigentümliches Bild, was sicher überraschend für die Zuschauer war, die recht zahlreich diesen Abend besuchten. Leider existieren nicht mehr optische Einblicke, deshalb ein paar Impressionen aus den Proben vor der Aufführung.

Eine Herausforderung an die „Schauspieler“ war die Akustik in der Kirche, die für einen Chor sicher sehr gut ist, für Sprache – ohne Mikrofon – fast unmöglich! Auch die Beleuchtung war unglücklich gewählt, das viel „Schattenspiel“ für die Besucher bedeutete. Diese Erfahrung muß man machen – dafür war es eben „LIVE“!
Insgesamt eine interessante Kombination „Orgel und Theater“. Vielleicht besteht noch einmal die Möglichkeit diese kleinen „Ungereimtheiten“ zu beseitigen, es wäre sicher schön für Zuschauer und Akteure. 
Diese „Uraufführung“ soll, so wie die Redaktion gehört hat, noch ein weiteres Mal an einem anderen Ort wiederholt werden.

Text & Fotos: Hans-Joachim Janik    Kraichgau-lokal.de

Titelfoto: Lisa Wieser

Veröffentlicht am 24. März 2017, 16:00
Kurz URL: https://kraichgau-lokal.de/?p=208142 

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