Kirchenkonzert des Musikvereins Dielheim in St Cyriak

Kirchenkonzert des Musikvereins Dielheim in St Cyriak

Eine schöne Tradition setzte sich am 2. Adventsonntag in Dielheim fort. Im Rahmen des gleichzeitig stattfindenden Weihnachtsmarktes, erfreute das Blasorchester des Musikvereins die Besucher stets mit ihrem weihnachtlichen Spiel in der benachbarten Pfarrkirche St.Cyriak. In diesem Jahr legte man das traditionelle Jahreskonzert auf  diesen Termin und präsentierte den Konzertbesuchern anspruchsvolle Musikstücke als Ausdruck intensiver Probenarbeit, so die Geschäftsführerin Maren Kammer bei ihrer Begrüßung der zahlreichen Gäste, unter ihnen auch Bürgermeister Thomas Glasbrenner mit Gattin.

Gerade jetzt in der vorweihnachtlichen Zeit begegnet uns in vielen Kontexten das Wort „Glaube“, so Maren Kammer weiter. Glauben ist jedoch nicht nur ein religiöser Ausdruck, sondern auch eine Grundhaltung des Vertrauens an Frieden, Liebe, Hoffnung und auch Inhalt, sowie Inspiration vieler Musikstücke des Nachmittags. Zu Beginn des Konzertes präsentierte das Blasorchester das Stück „The Florence Fayre“ des belgischen Komponisten Jan Hadermann. Er beschrieb eine Messe in Florenz im Renaissancezeitalter und das geschäftige Treiben der Menschen. Der Glaube an eine Welt ohne Krieg inspirierte den niederländischen Komponisten zu dem Folgestück „Free World Fantasy“. Ein  Mischung aus Unterhaltungs- und ernster Musik vermischte de Haan zu einer neuen Stilart, die vom Orchester eindrucksvoll interpretiert wurde.

Das Stück „Nimrod“ stammte aus „Engima“, dem Orchesterwerk von Edvard Elgar. Die 9. Variation geht auf eine Legende zurück, die Nimrod als einen gewaltigen Jäger vor dem Herrn bezeichnet. Sie schildert ein Gespräch an einem Sommerabend, das die langen Sätze von Beethovens Klaviersonaten zum Thema hatten. Diese Variation wir häufig auch in Filmmusiken verwendet u.a. Australia, Elisabeth, The War. „Aus fünf  Sätzen bestand Jacob de Haan´s  Komposition „Dakota“. Das Werk beschreibt die Kultur und die Geschichte der Sioux-Indianer. Ihr Glauben an den Großen Geist mit der Pfeife als Friedenssymbol ausgestattet, kamen genauso zum Ausdruck, wie ihr Können bei der Büffeljagd und der religiöse Geistertanz, basierend auf Gebet, Tanz und Gesang. Emotional wurde es beim Titel „Halleluja“ aus dem Film „Shrek“ in einer Bearbeitung von Michael Brown. Das Stück traf die Zuhörer bis tief ins Innerste. Bekannt auch als Liedfassung von Leonard Cohen, wird es bei Hochzeiten immer wieder gerne dargeboten.

Bei „Gabriellas Song“ fühlte man sich tatsächlich “Wie im Himmel“. Die Sopranistin Franziska Cusumano  und das Blasorchester zauberten eine Klangfülle in das große Gotteshaus und beeindruckten in besonderem Maße.

Mit dem Titel „Polar Express“ von Paul Lavender war dann endgültig die musikalische Advents- und Weihnachtszeit angebrochen. Ein zweifelnder Junge traf auf der Fahrt zum Nordpol den Weihnachtsmann und durfte sich das erste Geschenk wünschen. Das amerikanische Weihnachtslied vom kleinen Trommlers arrangierte Thomas Berghoff mit dem Titel“ Little Drummer Boy“. Dem Publikum gefiel das weltbekannte Lied nicht weniger, als der Jungfrau Maria, das der arme kleine Junge nur ihr zu Ehren auf seiner Trommel spielte.  Aus Frankreich stammte ein weiteres Weihnachtslied. „O Holy Night“ arrangierte Frank Bernaerts, der Sohn des Komponisten Adolphe Adams.

Aus der Feder von Jacob de Haan stammte die Bearbeitung der Abendweise  „Der Mond ist aufgegangen“ nach einem Gedicht von Matthias Claudius. So langsam neigte sich das Programm seinem Ende zu. Mit klassischen Weihnachtsliedern stimmten die Blasmusiker danach nochmals auf die kommende Weihnachtszeit ein und „Gabrielleas Song“ als Abschluss und Zugabe zugleich, bildeten den grandiosen Höhepunkt eines besonderen Konzertnachmittages in der vollbesetzten Kirche. Die stehenden Ovationen zum Finale hatten sich die Musiker und Musikerinnen des Orchesters  und ihr musikalischer Leiter Sebastian Riedling mehr als verdient.

Text: Paul Körner     Fotos: Hans Joachim Janik

 

 

Veröffentlicht am 12. Dezember 2019, 08:41
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