„Gut gegen Nordwind“ oder notwendig für Kultur und Unterhaltung …

„Gut gegen Nordwind“ oder notwendig für Kultur und Unterhaltung …

Das dachte sich wohl auch die „Sinsheimer Theaterkiste“, als das Stück im „Pandemie-Jahr 2021“ einstudiert wurde. Unter der Regie von  Uschi Barth wurde das Stück mit ihrer Truppe bei der Premiere vergangenen Samstag zur Aufführung gebracht. An „alter Stelle“ waren wir eingeladen und freuten uns in der Tat darauf, wie Kinder auf das Christkind! Corona-konform registriert und im Saal mit entsprechendem Abstand bestuhlt, sollten wir einen Abend erleben, über dem wir jetzt ein paar Worte verlieren wollen.

Zwei Schauspieler, die wir schon lange kennen, sollten uns einen Abend bereiten, der  als „Besonders Empfehlenswert“ einzuordnen ist! Eine Geschichte, die in das „digitale“ Zeitalter passt und Bekanntschaften auf Distanz nichts Außergewöhnliches sind. Kurz etwas zum Stück, was man so in ein paar Worten reflektieren kann … 

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Eine Frau, Emmi Rothner, gespielt von Iris Frey, die sich mehrfach über das Abo einer Zeitschrift ärgerte und daher per „Email“ gekündigt hatte. Dabei traf sie, auf Grund eines Tippfehlers, an einen Adressaten „Professor“ Leo Leike, gespielt von Andy Schüle. Das Ende des Jahres stand bevor und daher endeten die Emails immer mit Frohe Weihnachten.

Durch diesen Tippfehler entwickelte sich zunächst ein „gespielter“ Dialog, der sich zu einer Beziehung in der „Stillen Außenwelt“ ausweitete. Belangloser Phrasen und Gedankenaustausch wurde zuweilen mit erotischen Gedanken und Wünschen zu einer prickelnden Angelegenheit. Aber auch geplante Dienstreisen und Urlaubsankündigungen, gaben Anlass zu Eifersüchteleien. Kurzum, diese Fernbeziehung hätte auch in der Realität stattfinden können. Einzig der Unterschied die Beiden kannten sich persönlich nicht! Emmi, die noch immer verheiratet war, sich in einer halbwegs glücklichen Beziehung wähnte aber dennoch unglücklich war daher versuchte auszubrechen. Leo, von seiner geschiedenen Frau Marlene noch immer nicht ganz losgekommen, arbeitete an eine Studie die ihn zu einem Abenteuer animierte. Das Abenteuer sollte ihn aber gehörig zusetzen.

Bei einem der nächtlichen Dialoge fiel auch der Titel des Stücks „Gut gegen Nordwind“, im Zusammenhang mit einem geöffneten Fenster, das am Fuß oder Kopfende des Bettes die Kälteempfindung beeinflusste. 
Man konnte nicht mehr einen Tag ohne Kontakt auskommen und intensivierte diese Fernbeziehung, die nicht unentdeckt blieb. Bernhard, Emmi’s Mann, setzte Leo schließlich ein Ultimatum diese Beziehung zu beenden, indem er ihm sogar eine Nacht mit Emmi anbot, aber dann für immer diese Liaison ein Ende setzen solle. Eine schwere Entscheidung für Leo! In zeitlicher Abfolge spielten sich die einzelnen Szenen auf der Bühne ab, jede Situation mit entsprechender, sehr gut ausgewählter Hintergrundmusik unterlegt!

Die beiden Akteure spielten ihre Rollen perfekt in Mimik und Gestik, selbst die emotionalsten Augenblicke meinte man als selbst erlebt zu fühlen! Zweifel, Verlangen und Frust waren förmlich real zu spüren! Zu einem gegenseitigem Treffen kam es nicht, obwohl „Dates“ ausgemacht waren, wohl die Folgen nicht mehr kalkulieren zu können! Schließlich war ein Auslandsaufenthalt Leo’s, der finale Grund zu einem „UNHAPPY-END“! Es blieb einzig die Hoffnung auf „vielleicht mehr“!

Finale Beurteilung: Für ein Laien/ Amateurtheater allererste Sahne. Hätte eine große Bühne verdient und vor allem, leider pandemiebedingt, mehr Zuschauer. Dieses Stück können wir nur wärmstens empfehlen. Chapeau der Truppe!

© Kraichgau-Lokal Medien 2022

Veröffentlicht am 24. Januar 2022, 21:41
Kurz URL: https://kraichgau-lokal.de/?p=324176 

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