Gerd Kannegieser – ein Pfälzer Original war Gast der DJK Balzfeld

Gerd Kannegieser – ein Original aus der Pfalz zu Gast bei der DJK in Balzfeld

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(hjj) Ein besonderer Leckerbissen in Sachen Comedy war mal wieder Gast bei der DJK in Balzfeld. Zum wiederholten Mal war dieser „Geheimtipp“ in unserer Region unter dem Volk, das ihn versteht. Die akademische Viertelstunde wurde ihm zugestanden bis das Auditorium mit Speis und Trank, übrigens in bester Manier vom Team des Clubhauses vorbereitet und organisiert, versorgt war. Angekündigt von 1. Vorsitzenden der DJK, Jörg Schigowski, betrat Gerd Kannegieser, den nahezu voll besetzten Gastraum des Clubhauses. Gemischtes Publikum aus der gesamten Gemeinde, war gespannt auf die „Show“. Wortlos unter Beifall der Anwesenden betrat er das „Podium“! Zunächst war man überrascht, als seinerseits kein Wort über die Lippen kamen, gehörte aber zum Programm, das unter dem Titel stand „ Wie si’mmer dann do jetzt druff kumm?“, das sich wie ein roter Faden durch den Abend zog. Von vorhergehenden Veranstaltungen wusste man, dass alles auf einem „Stammtisch“ basierte.

Interaktiv wurde das Publikum einbezogen, indem Kannegieser nach den Mitgliedern des Stammtischs fragte und war sichtlich überascht, dass sich einige „Mehrfachtäter“ noch an Namen erinnerten. So kam man auf Ali, der eigentlich Mustafa heißt, sich aber seinen Namen niemand merken konnte und seine Frau Fatima, man konnte erkennen, rein äußerlich, dass sie nicht aus „de Palz kummen“ aber hot sich nebe ihn gesetzt, gleich rechts, weil ja sein früherer Kumpel gestorb‘ war ! So stellte er dem Publikum einen um den anderen seiner Stammtisch-Brüder vor, von denen er dann im Laufe des Abends berichtete und das waren so einige Stückchen. Wie die Organisation im Supermarkt berichtigt werden kann, über Einkaufsgewohnheiten und deren Unterschiede bei Mann und Frau sind. Wie man sich der Langeweile erwehren kann, wenn man Rentner wird. Zunächst freue man sich darauf, nach 6-8 Monaten muss man sich dann was einfallen lassen, um der Eintönigkeit zu entfliehen, wie zum Beispiel mit einem Schraubenzieher bewaffnet in die Stadt zu fahren, an einem Mehrfamilienhaus die Klingelschilder vertauschen, den Schlüsseldienst anrufen, eine Wohnung öffnen lassen aber nicht um etwas zu stehlen, nein die Möbel umräumen, dann nach getaner Arbeit gegenüber in ein Bistro setzen, ein Bier trinken und sich dann an der Panik der Wohnungsbesitzer erfreuen. Oder konnte ein Sitznachbar am Stammtisch bei einem ehelichen Problem behilflich sein, in dem der im den Rat gab die ehelichen Verkehrsverhältnisse zu kündigen, da es ja öffentliche Verkehrsmittel gibt“sein Gegenüber wusste, dass „die männliche Unterdrückung erst aufhört, wenn Alice Schwarzer die  morgendliche Nassrasur als Menstruation anerkennt“. Was er strikt ablehne,  ist sich über die Politik auszulassen, die mache sich schon selbst lächerlich genug, so parodierte er nur kurz FJS und Herbert Wehner.

So ging es Schlag auf Schlag, das Publikum wurde von einer Lachsalve in die andere gejagt. Tränen konnte man schlecht zurück halten, so erheiternd war das Programm. Hier trifft der Slogan „ein Mann ein Wort“ keinesfalls zu, eher ein Mann, ein Maschinengewehr der Wortflut! Und immer wieder… wie si’mmer dann do druff kumm? Nach fast eineinhalb stündigem  Wortgewitter, stellte Kannegieser fest, dass die Gläser der Gäste leer waren und auch er eine kleine Pause brauchte. Danach ging es mit unverminderter Vehemenz weiter… die Philosophie des Denkens bei Mann und Frau und deren Unterschiede. Auch wurde man aufgeklärt, ob man als Komödiant besonders Gebildet oder ausgebildet sein muß, weit gefehlt. Auch erklärte er wie er schon 25 Jahre auf der Komödianten-Bühne seine Texte merkt, ganz einfach, er lernt sie auswendig! Er fand kein Ende, immer noch einen Gag mehr, ich glaube es hat ihm selbst großen Spaß gemacht.

Fazit : Viertel vor Zehn, also um 21.45 Uhr hat er sich dann vom Publikum verabschiedet, das für jeden Cent des Eintritts eine Leistung bekam, die grandios und mit einem Gestik und Mimik Feuerwerk geboten wurde, was soll ich sagen… man muss es selbst erlebt haben! Ein rundum heiterer, entspannter Sonntagabend! Die Bilder sollten einen kleinen Eindruck des Events vermitteln.

 

Veröffentlicht am 22. September 2014, 07:57
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