„Corona“ und die Folgen des „Lock-down“ näher betrachtet heute in Heidelberg …

Die Touristik-Branche machte sich heute in Heidelberg Luft, um ihre wirtschaftliche Situation zu publizieren!

Die „wirtschaftlichen“ Folgen der Corona-Krise bekommen viele zu spüren. Dabei soll keinesfalls der gesundheitliche Aspekt vernachlässigt werden. Es gibt Institutionen, die für „Linderung“ sorgen oder sorgen könnten, sollten sie das wollen! Weitreichend sind die Folgen für viel Selbstständige, Kleinunternehmer oder „Freischaffende“!
Darunter fällt auch im Besonderen die Gastronomie und gesamte Touristik-Branche, vom Reisebüro über die Hotellerie, das Personen-Transportgewerbe und damit die Busunternehmen.

Deutschlandweit versucht man sich mit Aktionen in vielen Städten Gehör zu schaffen! Wir waren heute bei der Veranstaltung in Heidelberg „hautnah“ dabei. Rund 40 (vierzig) Reisebusse verschiedener Unternehmen der Metropolregion machten sich durch einen „genehmigten“ Korso durch Heidelberg lautstark bemerkbar und wurden größtenteils mit Beifall bedacht. Die Sternfahrt, die Heidelbergs Neckarmünzplatz und die „Neckarpromenade“ als Ziel hatte wurde vom Großraum Sinsheim und Mannheim angefahren. Ein Sammelpunkt war Neckargemünd, wo sich 29 Omnibusse trafen, um „5 vor 12“ den Neckarmünzplatz zu erreichen. Dort hatten sich bereits Presse und TV neben „demonstrierenden“ Touristik-Bediensteten und Schaulustigen, als auch die Ordnungshüter eingefunden. Mehrere Redner sprachen dabei über ihre Sorgen und Nöte, bekundeten ihr Missfallen an der politischen Lösung und hofften auf diese Weise die Öffentlichkeit zu unterrichten. Frau Mayer vom Busunternehmen in Dilsberg, die mit zu den Organisatoren der Sternfahrt zählt, beschwor die „Maßgeblichen“ etwas zu unternehmen, nicht den „Unternehmern“ die Hände zu binden mit Vorgaben und Erlassen, ohne an deren Folgen zudenken. Finanzielle Hilfen werden zugesagt, kommen zögern oder garnicht, so fühlen sich die letzten Glieder in der Kette, die Reisebüros ebenfalls. Man hatte regionalpolitische Größen als Redner eingeladen, die sich nicht zierten pro Unternehmer Stellung zu beziehen. Hermino Katzenenstein MdL und Dr. Albrecht Schütte MdL , beide sprachen vor dem Rathaus und am Neckarmünzplatz zu den Gästen der Kundgebung. Dabei fand Dr. Schütte lobende Worte für die Organisation und meinte es sei ein starkes Signal für die gebeutelte Branche, dabei darf aber die Gefährlichkeit des Virus für die Gesundheit nicht außer Acht gelassen werden. Er kann die dramatischen wirtschaftlichen Einbrüche nachvollziehen und mit einem „Soforthilfe-Programm“ für den ÖPNV sei es nicht getan! Ein weiterreichendes Programm für die Branche sei in Arbeit. Für die Bevölkerung, die schwer zu kämpfen hat, sollte auch ein erschwinglicher Urlaub möglich sein! Dafür bekam er Beifall aller Anwesenden.
Die Omnibusse drehten zwischenzeitlich ihre Runden durch die Altstadt und ein Mancher wusste nicht was das „Gehupe“ soll, bis sie die Transparente an den Bussen sahen, da gingen bei Vielen anerkennend die Daumen hoch. 
Nach einer guten Stunde war die „Demonstration“ zu Ende. Wir meinen es wurde auf die richtige Art, „unblutig und ohne ausfallend zu werden“ auf die prekäre Situation aufmerksam gemacht, fand auch sicher viel Verständnis.

So sollte der Bus „nur“ aussehen, wenn er vor der Fahrt oder danach den Betriebshof verlässt!
Auf dem Heimweg unterhielten wir uns mit unserem „Transporteur“, Michael Hacker, unter welchen Entbehrungen und Arbeitseinsatz vor Jahrzehnten sein Vater das Geschäft aufgebaut hat.
So geht es vielen Unternehmern, die nun um diese erarbeiteten Früchte gebracht werden könnten. Keine Einzelschicksale und nicht nur im Touristik-Gewerbe, er ist in der Tat „5 vor 12“ – Zeit zu Handeln.

Text & Fotos: Hans Joachim Janik

Veröffentlicht am 13. Mai 2020, 19:19
Kurz URL: https://kraichgau-lokal.de/?p=302937 

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