Christen und Muslime diskutierten in Dielheim …

Christen und Muslime diskutierten in Dielheim
„Begegnung ist die beste Möglichkeit, Barrieren abzubauen“ 

Unter diesem Slogan stand der Abend mit einigen Geistlichen verschiedener Glaubensrichtungen.

„Begegnung ist die beste Möglichkeit, Barrieren abzubauen“, sagt der katholische Pfarrer Hafner in seinem Beitrag auf dem Podium. Aber auch: „Dialog ist Knochenarbeit“. Die Gemeinde Dielheim hatte zusammen mit dem Evangelischen Kirchenbezirk am 8.05.2019 zum Infoabend „Christen und Muslime im Gespräch“ in den Bürgersaal eingeladen. Der erfahrene Theologe berichtet gerne vom Austausch mit Andersgläubigen bei multireligiösen Feiern. Genauso wie sein evangelischer Kollege Christian Noeske, der als Beauftragter für das Gespräch mit Muslimen offene Begegnungen für wertvoll hält.

Dritter in der Runde ist der Islamexperte und Theologe Ibrahim E. Ebrem. Der Referent für politische Bildung betont, dass auch die Orte zum Austausch dafür geschaffen werden müssen: „Am besten von der Kommune, die

den Dialog zwischen Menschen und Religionen als neutraler Partner aktiv unterstützen kann“. Ebrem ist in der Bildungsarbeit mit jungen Menschen aktiv und ergänzt, dass zu einem Miteinander auch Offenheit und Interesse gehören, die eine Gesellschaft weiterbringen. Dieses Interesse aber auch die Verantwortung dafür hatte Bürgermeister Glasbrenner in seiner Begrüßungsrede vorab versichert. Und auch die Bürgerinnen und Bürger im Saal stellten ihre Fragen, vor allem zum Islam, zu den kulturellen Unterschieden und worauf beide Seiten Rücksicht nehmen sollten, damit das Miteinander gelingt, in Schule und Nachbarschaft. Vor dem Spracherwerb müsse vor allem die richtige Haltung vorhanden sein, denn „Verständigung ist auch ohne Sprache möglich“, so Ebrem.

Grundsätzlich gibt es in Dielheim keine Probleme zwischen den verschiedenen Religionen und auch keine offenen Vorbehalte zu den muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Aber auch ein reger Dialog ist nicht festzustellen. So wäre es in heutiger Zeit erforderlich, dass dieser Dialog angeregt und von den in der Gemeinde aus Politik und Religion Verantwortlichen geführt und getragen wird. Es ist für die Zukunft einer Gemeinde wichtig, dass sich die Menschen untereinander gut verstehen und rechtzeitig sich für die Kultur des Anderen öffnen und interessieren.

Im Kleinen sind solche Begegnungen zum Abbau von Vorbehalten und Barrieren in Dielheim schon angestoßen. Sei es in der Arbeit der Gruppe „engagiert zusammen leben in Dielheim“ die von der Führungsakademie Baden-Württemberg massiv unterstützt wird oder auch in vielen Patenschaften aus den Reihen des Asylkreises.

Text: Uwe Bender Gemeinde Dielheim Fotos: Hans Joachim Janik

Anmerkung der Readaktion:
Obwohl das Thema ein sehr interessantes und aktuelles war, hätten wir mehr Zuspruch erwartet.

 

Veröffentlicht am 24. Mai 2019, 16:30
Kurz URL: https://kraichgau-lokal.de/?p=282701 

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