AK Asyl Mühlhausen hatte eingeladen: Was geschieht in Syrien?

AK Asyl Mühlhausen hatte eingeladen: Was geschieht in Syrien?

 

Syrien - Krisen und Kriegsgebiet

(hjj) Krieg , Elend, Armut , Zerstörung – Tod, das sind die Schlagworte die man mit Syrien in Verbindung bringt, liest oder hört man täglich in den Schlagzeilen. Ein authentischer Zeuge der Zeit, ein junger Mann, der befragt wurde, meinet nur … das syrische Volk wird benutzt, auf dessen Rücken tragen die Weltmächte ihren Krieg aus! Man wird denken, subjektives empfinden – doch im Innersten und unter Kenntnis der Hintergründe, die in dieser Veranstaltung von Johanna Kramer vermittelt wurden, wird man zu einem anderen Schluß kommen.

Politische Bildung des Landes BaWü

Johanna Kramer

Die deutsche Medienberichtserstattung über Syrien wird derzeit von Terror, Flucht und Gewalt dominiert. Dabei wirkt das Kriegsgeschehen in Syrien oft komplex und undurchsichtig.
Doch wieso herrscht in Syrien eigentlich Bürgerkrieg? Wer kämpft dort gegen wen? Welche Rolle spielt dabei der Islam? Wohin fliehen Menschen aus Syrien? Und wie kommt eigentlich eine Syrerin oder ein Syrer nach Deutschland?
Anhand politischer Ereignisse und aktueller Dynamiken wird in dem Vortrag ein differenzierter Einblick in die segmentierte Gesellschaft Syriens gegeben. Dabei werden sowohl politische, als auch gesellschaftliche und religiöse Aspekte thematisiert.
Neben inhaltlichen Informationen wurde der Vortrag ebenso durch persönliche Geschichten und Motive ergänzt, um so unterschiedliche Perspektiven auf die Geschehnisse mit einzubeziehen.
Der Vortrag richtete sich an alle, die Interesse oder Fragen zum Land Syrien haben und mehr über die Gesellschaft und die Hintergründe des Konfliktes erfahren möchten. < 

Frau Kramer, die über sehr viel Hintergrundwissen verfügt, hatte auch die Geschichte einer jungen Frau mitgebracht, die mit 16 Jahren aus Syrien über Jordanien und Ägypten geflohen ist, dabei in Ägypten einen jungen Mann kennenlernte mit dem sie 2 Jahre später, nachdem sie das Geld zusammen hatten, um einen Schlepper zu bezahlen (2.500 €/Person), die Überfahrt zu einer der griechischen Inseln über das Mittelmeer, zu wagen. Man pferchte sie, mit 500 anderen Flüchtlingen, auf ein kleines Fischerboot, das schließlich auf rauer See von einem griechischen Boot gerammt wurde. Sie und 10 andere Flüchtlinge konnten sich retten – sie lebt heute in Griechenland – ohne ihren Freund, der ist umgekommen. Fluchtwege aus Syrien, Flucht aus der Gefahr haben viele, sehr viele Flüchtlinge mit dem Leben bezahlt.

Wir werden weiter diese Reihe verfolgen, sehr interessant – leider zu wenig besucht. Objektive Informationen, an der sich andere Asylkreise orientieren sollten, vielleicht ist eine Absprache der Asylkreise effektiver und erreicht dadurch mehr Interessierte?

Zunächst bedanken wir uns bei der Integrationsbeauftragten Daniela Lieske und nicht zuletzt bei Johanna Kramer, die diese Reihe heute fortsetzte. 

Text & Fotos: Hans-Joachim Janik

Veröffentlicht am 27. Januar 2017, 06:00
Kurz URL: https://kraichgau-lokal.de/?p=202599 

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