110 Jahre Katholischer Frauenkreis Dielheim – ein Anlass zu feiern – Corona-Verordnungskonform

110 Jahre Katholischer Frauenkreis Dielheim – eine stolze Zahl

Voller Stolz und mit innerer Freude blickte am letzten Oktoberwochenende der Katholische Frauenkreis Dielheim aus sein 110jähriges Bestehen zurück.
In einer Feierstunde im Pfarrzentrum durfte die 1.Vorsitzende Ingrid Körner viele Mitglieder, aber auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Herr Pfarrer Rudolf Grammetbauer, Vikar Robin Vincent und Gemeindereferentin Judith Maier-Ortseifen waren vom Seelsorgeteam anwesend. Die politische Gemeinde vertraten Bürgermeister Thomas Glasbrenner und sein Stellvertreter Nico Wagenblaß. Auch die Ehrenbürgerin und Seniorenbeauftragte Melitta Grün weilte unter den Ehrengästen. Den Pfarrgemeinderat der SE Wiesloch Dielheim repräsentierte Jürgen Ritz, Beate Ringel das Dielheimer Gemeindeteam,  Stephan Schork  den Kath. Kirchenchor und Birgit Benz das Pfarrbüro.

Gerne nahm Frau Körner die Gelegenheit wahr, um auf so eine erfolgreiche Ära zurückzublicken bis zu den Anfängen der Müttervereine, Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Mainzer Bischof Ketteler hatte mit dem Gründungsgedanken die Absicht, den in der Hauptsache tätigen Familienfrauen für ihre Sorgen eine Plattform zu geben, aber auch in Erziehungsfragen Hilfestellung zu leisten.  Dankbar wurden diese Angebote von den Frauen angenommen und immer weiterentwickelt. Im Jahre 1911 gründete Pfarrverweser Julius Berberich den „Katholischen Mütterverein“ auch Dielheim. Nach den Wirren der beiden Weltkriege war es im Jahre 1945 ein Anliegen von Pfarrer Martin Walter, den Verein wieder aufleben zu lassen, bis 1968 unter seiner Führung. Die Seelsorgehelferin Klara Laier, bekannt und geschätzt als „Fräulein Klara“, führte den Verein weiter bis zu ihrem frühen Tode. Ab 1980 trat Frau Greta Hauk in deren Fußstapfen und meisterte 25 Jahre ihre Aufgabe mit Bravour. Als 2005 wiederum ein Wechsel in der Führungsspitze anstand, konnte die Pfarrsekretärin Ingrid Körner für die Aufgabe gewonnen werden, schließlich war ihr die Materie nicht fremd. Als Frauenkreis-Team bekannt, standen ihr fortan auch ihre Zwillingsschwester Marianne Greulich und Rita Mareck zur Seite.

Neue Ideen wurden geboren und die Mitgliederzahl konnte bis heute auf 76 erheblich gesteigert werden. Man orientierte sich an den Wünschen der Frauen und holt sich fachlichen Rat und Unterstützung beim Dachverband der KfD, dem 400000 Mitglieder in 39000 Gemeinschaften angehören. Viele Referenten konnten in Dielheim schon begrüßt werden, die zu aktuellen und interessanten Themen in Kirche und Politik oder in Beruf und Familie Stellung nahmen und informierten. Natürlich orientierte sich das Veranstaltungsjahr sehr stark am Kirchlichen Jahreskreis besonders im Bezug auf religiöse Aktivitäten, wie Erntedank, Advent oder Ökumenischer Weltgebetstag. Nicht zu kurz kommt das gesellige Leben mit Faschingsfeiern, Grillfesten, Tagesausflügen oder Eiscafe-Besuche, dank einem kreativen Führungsteams. Diesem Team zollte auch Bürgermeister Thomas Glasbrenner Respekt und Anerkennung. Er zeigte sich beeindruckt vom Wirken und der  Ausdauer, mit der sich der Frauenkreis für die Interessen der Frauen einsetzt und deren Anliegen formuliert seit nunmehr 110 Jahren. Der Bürgermeister wörtlich: „Auf vielerlei Feldern hat sich der Frauenkreis hier am Ort eingebracht. Wir verdanken ihnen viele konstruktive Vorschläge und ein soziales Wirken, das vielen Menschen in unserer Gemeinde zu Gute gekommen ist“. Sein Dank und der Blumenstrauß für die Vorsitzende kamen von Herzen, ebenso der Wunsch, auf weiterhin viele erfolgreiche Jahre. Mutmachende Jubel- und Dankesworte sprach Judith Maier-Ortseifen vom Seelsorgeteam. Sie würdigte das starke Engagement des Teams, welches Frauen zusammenbringt, um in Gemeinschaft den Glauben zu leben.
An einem Ort, wo nicht nur religiöse Fragen, sondern auch gesellschaftliche Themen einen Raum einnehmen können. Vom gleichen Lohn für gleiche Arbeit, der Forderung nach kirchlichen Weiheämter für Frauen, über Rentengerechtigkeit bis hin zu Nachhaltigkeit und Klima. Als Jubiläums-Geschenk überreichte  die Gemeindereferentin ein kleines Purpurkreuz, das Symbol der KfD, für die Forderung nach einer geschlechter-gerechten Kirche. Die letzten Dankesworte des Nachmittags blieben der 1.Vorsitzenden selbst vorbehalten. Sie würdigte das Engagement von Marianne Greulich und Rita Mareck mit einem Blumenstrauß. Sie  vergaß auch das Präsent für ihren Mann Bruno nicht, der auch immer zur Stelle ist, wenn die Frauen rufen. Ebenso auch Pfarrer Rudolf Grammetbauer für seine immer würdevoll gestalteten Gottesdienste. Viel Applaus wurde auch dem jungen Serviceteam zuteil, das eine kleine aber feine Feier im Pfarrsaal ermöglichte. Beim anschließenden Jubiläumsgottesdienst erinnerte man sich an die verstorbenen Wegbegleiterinnen und gedachte ihnen im Gebet. Zu einem erhebenden Gottesdienstverlauf trug neben Pfarrer Grammetbauer auch Martin Ritz an der Orgel, sowie ein Gesangsensemble bei.

Text: Paul Körner
Fotos: ©Kraichgau-Lokal Medien 2021     

Veröffentlicht am 5. November 2021, 09:39
Kurz URL: https://kraichgau-lokal.de/?p=322337 

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