Unerwartete Unterstützung beim Sturm auf das Rathaus in Wiesloch

Erstürmung des Wieslocher Rathauses mit unerwarteter „Unterstützung“  …

(hjj) Trübes Wetter gegen 11.00 Uhr in Wiesloch. Ein paar Regentropfen sollten das Event, seit Jahren schon Tradition, nicht scheitern lassen. So nach und nach füllte sich der Marktplatz vor dem Rathaus in Wiesloch mit einer bunten Narrenschar. War man doch gespannt, was man sich dieses Jahr ausgedacht hatte.

Wie wird der Oberbürgermeister auf die drohende Erstürmung und der Aufforderung zur Herausgabe des „Rathausschlüssels“ reagieren? Aber wo war er denn – nirgends zu sehen! Hat er sich ängstlich, der drohenden Niederlage zu entgehen, irgendwo im Keller versteckt? Man hatte so einiges aufgeboten, um der Forderung zur Herausgabe des „Schlüssels“ Nachdruck zu verleihen! Es wurde sogar ein neues Mitglied der Garde vorgestellt! Mit „Gardemass“ wurde „Dirklinde“ präsentiert … hatte sie doch eine Ähnlichkeit mit dem Stadtoberhaupt – oder war es in der Tat eine Zwillingsschwester?

Am Rathausfenster war Bürgermeister Ludwig Sauer zu sehen, der mit gekonnten Reimen den Forderungen der Sturmtruppen, an deren Spitze „Reinhilde I. von Hinter dem Mond“ alias Reinhold Hirth, antwortete. Auf die Frage, wo sich der OB befinde, gab er zur Auskunft … bei „Angela“ in Berlin, er wolle da für die Belange der Stadt Wiesloch vorsprechen! Geglaubt haben das sicher nur wenige der „Wieslocher Narren“! 

Nach einem „reimigen Wortgefecht“ des Sturmtruppführers Reinhold, seinen beiden „Beiständen“ Patrick I.„von vor dem Mond“ sowie „El Presidente“ der Blau-Weissen, Stefan Wolter,  und dem Verteidiger hinter scheinbar sicheren Rathausmauern, ließ man die Garde „sechseinhalb“ Schritte vorrücken! Erfolglos – nun griff man in der Tat an und stürmte gemeinsam die „Amtsstuben“! Wenige Minuten später zeigte sich die siegreiche Garde an den Fenstern. Die Schlüsselübergabe ließ nicht lange auf sich warten, aber … zuerst wurden die Bedingungen der Kapitulation vorgelesen und akzeptiert! Fast wie beim „Struwwelpeter“  … „kam der Ludwig angerannt und trug sein Fähnchen in der Hand“ mit dem Unterschied der Farbe, sie war WEISS – Kapitulation! Hier die Bedingungen, leicht gekürzt …

1. Fußgängerzonen Erweiterung bis zum Kreisel am Fachmarktzentrum …
2. Erklärung Alt-Wieslochs zur „Umweltzone“ Verkehr über die Güterstraße führen – alternativ Umsiedlung der Bürger zur „Äußeren Helde“ – neuer Stadtteil „Neuwiesloch“ dann könne die Baiertaler-und Dielheimer Straße zur zweispurigen Stadtautobahn ausgebaut werden
3. „Äußere Helde“ dringend zur Fertigstellung ermahnt, noch vor dem Flughafen BER
4. Mangelnde Barrierefreiheit im Alten Rathaus – ggf. das Dienstzimmer des OB als Trauzimmer zur Verfügung stellen 
5. Winzerfest ohne Zelt, dafür Verpflichtung der Stadt den Besuchern jeweils ein Einmann-Zelt zur Verfügung zu stellen  … und schließlich …
6. Überprüfung des Antrags der KG Blau-Weiss  eine Seniorensitzung einzuführen!

Nach Anerkennung der Forderungen wurde der „Rathausschlüssel“ übergeben, im Gegenzug eine Anzahl Jubiläumsorden, welche die kommenden Tage für die Bediensteten Verpflichtung zum Tragen angeordnet wurde.


Der Wieslocher Fanfarenzug sowie der Musikzug Dilsberg trugen im Wechsel zur musikalischen Unterhaltung bei. Gäste aus Altwiesloch, an der Spitze das Prinzenpaar und aus Nußloch die „Gaijemändlin“ mit ihren tollen Masken. Die Wieslocher Frauen sorgten wie immer vorzüglich für einen Snack – auch hierfür besten Dank!
… übrigens, das Wetter hat gehalten und so war das Event von einem weiteren Erfolg gekrönt. Wir wünschen noch weiterhin eine schöne Fastnachtszeit, man bedenke aber … am Aschermittwoch ist alles vorbei!

Text & Fotos: Hans Joachim Janik

 

Veröffentlicht am 2. März 2019, 21:57
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