Sinsheimer Theaterkiste spielt: den „Teufelsblitz“! – eine „schwarze“ Komödie

Der „TEUFELSBLITZ“ – kein Bauerntheater – eine unterhaltsame „schwarze“ Komödie …

Der Teufelsblitz

(hjj) Karl Wittlinger, ein Kind „Badens“, 1922 in Karlsruhe geboren hat das Stück „Der Teufelsblitz“, eines seiner vielen Werke, unter anderem Seelenwanderung“ (1962/63) mit Hanns Lothar und Wolfgang Reichmann, geschrieben. Für die Aufführung der Theaterkiste wurde es von Uschi Barth auf das Milieu unserer Region umgeschrieben und inszeniert. Ich bin kein „gelernter“ Theaterkritiker, habe aber schon sehr viele Stücke in meinem Leben gesehen, denke doch etwas darüber sagen zu können.


Zunächst einen kleinen „Überblick“ zu diesem Stück, das eher Humor statt Klamuk verspricht…

Da ist zunächst Bauer Hugo samt Schwester Marlies. Erbschleicher, die sich den Hof ihres Onkels Jakob mit nicht gerade legalen Mitteln aneignen wollen. Dann gibt es noch den pfiffigen Knecht Michel, der die beiden darin scheinbar unterstützt und dabei jede Menge Verwirrung stiftet. Fehlt noch die liebevolle Enkelin Jule, der Opa Jakob besonders zugetan ist. Sie zieht  den Gummistiefeln und dem Leben auf dem Lande aber den Arztkittel vor und studiert so in Freiburg Medizin. Jules Freund aus Freiburg liebt hingegen das Landleben, hält es sogar für das wahre Paradies. Schließlich die Notarin, typisches Beispiel eines Beamten, handelt streng nach Vorschrift, der Richtigkeit halber. Keiner rechnet aber mit dem alten Bauern Jakob, ein Schlitzohr, der all die makaberen Pläne durchkreuzt.

Wie man schon aus dem „Überblick“ herauslesen kann recht turbulent mit sehr viel Mimik und Gestik!  Jeder Darsteller in seiner Rolle, identifiziert sich so, als sei er in der Tat der Bauer, der Onkel oder die Enkelin, die übrigens ihr Debut in diesem Stück gab – Klasse! Immer wieder überraschende Szenen, wobei man schon solche Ereignisse erwartete. Der Teufelsblitz als Titel des Stücks, ist nicht grundlos so gewählt worden, damit hängen auch „brandstifterische“ Hintergründe zusammen! In einer Komödie, auch in einer „Schwarzen“ sollte man lachen können und das konnte man. Teilweise deftige Ausdrücke dürfen da nicht negativ bewertet werden – spielt es doch auf dem Lande und da ist man auch etwas derber als in der Stadt!

Hier noch zwei kleine Trailer zum „Teufelsblitz“ : TAKE 1       TAKE 2

Die Darsteller:
Endrik Ebel als Onkel „Opa“ Jakob – Walter Lederer als Knecht Michel – Elke Sing als die Notarin
Marlene Schuster als „Enkeltochter“ Jule – Sammy Röhm als Jules „Freund“ Alexander Felsbauer
Andy Schüle als „Bauer“ Hugo und schliesslich Uschi Barth als seine Schwester Marlies  im Hintergrund:
Bernhard Neef – Soufflage, Michael Schneid & Wolfgang Döngi – Ton & Licht, Horst Huth – Assistenz 

Regie und Gesamtleitung:  Uschi Barth

Fazit: Ein unterhaltsames Stück, mit viel Liebe und Herzblut von „Amateur-Schauspielern“ auf die Bretter gebracht – sollte man vorbeischauen. Die Spieldauer rund 90 Minuten netto, die keine Langeweile aufkommen ließ! Weiter so! 

Die Sinsheimer Theaterkiste ist übrigens freundschaftlich verbunden mit dem Theater im Bahnhof Dielheim, wo am 11.11.2017 die Premiere des Bertold Brecht Stücks „Die Kleinbürgerhochzeit“, unter der Leitung von Uschi Barth, aufgeführt wird ! Termine vormerken !

Text & Medien: Hans-Joachim Janik   kraichgau-lokal.de

Veröffentlicht am 30. Oktober 2017, 17:00
Kurz URL: http://kraichgau-lokal.de/?p=236096 

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