Senioren-Nachmittag mit aktuellem Referats-Thema

Senioren-Nachmittag mit aktuellem Refereats-Thema

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(hjj) Gut besuchter Senioren-Nachmittag im Gemeindehaus in Horrenberg, sicher auch aus dem Grund, dass heute das Referat, besonders für ältere Mitbürger, interessant zu sein schien. Kriminalität an der Haustür, am Telefon, per Email,Brief oder bei offenem Kontakt im Hof oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Zu diesem Thema hatte Petra Filsinger, die Hauptverantwortliche dieser Einrichtung, keinen geringeren als den 1. Kriminal-Hauptkommissar a. D. Harald Kurzer, der bis zu seinem Ruhestand in verschiedenen Dezernaten der Kriminalpolizei Heidelberg, sehr erfolgreich seinen Dienst verrichtete.

Nach der Begrüßung von Petra Filsinger und dem obligatorischen „Happy Birthday“ für alle, die in den vergangenen vier Wochen Geburtstag hatten, wurde Kaffee und Kuchen kredenzt, wie es seit eh und je bei den Senioren-Nachmittagen in Horrenberg-Balzfeld Usus ist. Pünktlich um 15.00 Uhr begann der Referent mit sehr anschaulicher und lockerer Manier über die besagten Themen anhand von Beispielen aus dem täglichen Leben zu erzählen. Die 60 Zuhörerinnen und Zuhörer hatten zu keiner Zeit ein Gefühl der Langeweile. Auch Herr Kurzer war angenehm überrascht von der Anzahl der interessierten Senioren. Zunächst ging es um das Thema an der Haustür. Welche raffinierten Tricks die Betrüger anwenden, um an unser „Bestes“ zu kommen. Es ist nun mal so, dass die ältere Generation noch eine Lebenskultur besitzt, die auf Vertrauen und nicht auf Argwohn basiert. Dieser Kultur sollte man kein so großes Gewicht mehr einräumen, so Herr Kurzer, es sei denn, die oder der, welcher an der Haustür klingelt, ist wirklich persönlich bekannt. Fremden sollte man keinesfalls vertrauen, zu keiner Zeit, denn ist oder sind sie einmal über der Schwelle, ist es meist schon zu spät. Mit der Bitte um ein Glas Wasser, mit einem weinenden Kind auf dem Arm, wer kann da schon „nein“ sagen und ehe man sich versieht ist der Betrüger oder mehrere im Schlepptau bereits in der Wohnung unterwegs und hat die „heissen Stellen“, wo üblicherweise die Wertgegenstände verwahrt werden, durchsucht. Auch „windige“ Mitarbeiter von Stadtwerken oder anderen Einrichtungen verschaffen sich meist auf plumpe Tour, unter Vorgabe, es sei Gefahr im Verzug, Zugang zur Wohnung und mit Nachfragen bei Kollegen, die sich in der Nähe befinden auch schon das nötige „Personal“ nachkommen lassen.

Nach einer halben Stunde wurde eine kurze Pause eingelegt, um das Erfahrene zu verarbeiten und auch wieder Getränke nachschenken zu können.

Der zweite Teil des Referats befasste sich mit der Kontaktaufnahme per Telefon, wie z.B. „Hallo Frau Bauer, herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!“ oder was sicher jeder schon gehört hat, der „ENKEL-TRICK“ , wo der Angerufene mit einer Notsituation konfrontiert wird… „Oma, ich sitze in Heidelberg und habe eine Autopanne, mir wird aber nur geholfen, wenn ich gleich 500 Euro in bar bezahle! Ich schicke Dir einen Kumpel vorbei, der holt das Geld bei Dir ab.“ Wenn dann gefragt wird, wer anrufe, wird durch geschicktes Fragen, der Name des Enkels erfahren! In ähnlicher Weise läuft es mit der neuen „Kommunikation“ Email ab. Es werden Emails verschickt, von vermeintlichen Inkassobüros oder Anwälten, die eine Rechnung oder Schuld präsentieren, die man umgehen bezahlen soll, damit es keine weiteren, kostspieligeren Forderungen mehr gibt. Selbst Rechnungen für Todesanzeigen in Zeitungen werden zum Vorwand genommen, um schnell an Geld zu komme. Ebenso wird an belebten Plätzen oder öffentlichen Verkehrsmitteln „Körperkontakt“ gesucht. Oft sind es mehrer Personen, die ihr „Opfer“ bedrängen und ehe man sich versieht ist das Portemonnaie oder das Handy nicht mehr da wo es noch vor kurzen war. Deshalb sollte man seine Wertsachen immer so verstauen, dass es den Dieben nicht zu einfach gemacht wird. Handtaschen verschließen und unter den Arm klemmen, ebenso Rucksäcke oder Taschen. Auch Geldbeutel immer in Hosen-oder Jackentaschen aufbewahren, die verschließbar sind. Wichtig ist auf alle Fälle, Argwohn hat noch keinem geschadet, deshalb mit offenen Augen und nicht mit offenen Taschen durch die Welt gehen.

Nach dem Referat bot Herr Kurzer den Zuhörern noch die Möglichkeit zur Diskussion. Als alle Fragen abgeklärt waren wurde er mit Beifall verabschiedet. Er wünschte allen weiter gute Gesundheit und dass man die Zeit schadlos verleben solle. Beispiel für den Slogan „Polizei, Dein Freund und Helfer!“ Nach dem obligatorischen Abend-„Snack“, belegte Brötchen und Heisse Wurst, beendete Petra Filsinger den offiziellen Teil, mit dem Wunsch wieder ALLE gesund und munter, am 17. Dezember zur Weihnachtsfeier im Ludwig-Englert-Haus in Balzfeld, begrüßen zu dürfen !

 

Veröffentlicht am 19. November 2014, 20:43
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