Sanierung der Bergfrieds „Steinsberg“ durch Spende unterstützt

Sanierung der Bergfrieds „Steinsberg“ durch Spende der Staatlichen Lottogesellschaft unterstützt – 100.000 Euro bedeuten eine große Hilfe

Von links nach rechts: Dr. Claudia Baer-Schneider (Landesamt für Denkmalpflege), Carmen Theilmann (Geschäftsführerin Toto-Lotto Regionaldirektion Nord-West), Marion Caspers-Merck (Geschäftsführerin Lotto-BW), Jörg Albrecht (Oberbürgermeister), Helen Heberer (Kuratorin), Ulrich Landwehr (Kämmerer

100.000 Euro für Burg Steinsberg in Sinsheim

Große Freude in Sinsheim: Die Mauerwerksanierung des Bergfrieds der Burg Steinsberg kann auch dank 100.000 Euro aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale vorangetrieben werden. Lotto-Geschäftsführerin Marion Caspers-Merk überreichte gemeinsam mit Helen Heberer von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz einen symbolischen Förderscheck an Oberbürgermeister Jörg Albrecht.

 „Mit der Förderung durch die GlücksSpirale soll nach außen sichtbar werden, wohin die Mittel der Rentenlotterie über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fließen“, betonte Marion Caspers-Merk, Geschäftsführerin von Lotto Baden-Württemberg, beim Besuch der spätstaufischen Burganlage. „Die GlücksSpirale-Mittel machen es den Stiftungen möglich, wertvolle Kulturdenkmale zu sichern und vor dem Verfall zu retten“, unterstrich die Lotto-Chefin.

 

„Beinahe wie ein Sechser im Lotto ist die Zuwendung der Glückspirale und ein enorm wichtiger Beitrag, um eine der bedeutendsten Burganalagen Baden-Württembergs zu erhalten“, dankte  Oberbürgermeister Jörg Albrecht Caspers-Merk. Nachdem die Stadt Sinsheim die Burg Steinsberg in Sinsheim-Weiler 1972 gekauft hat, waren erste Instandsetzungsarbeiten erfolgt. „Starke Schäden am Burgfried haben die umfangreiche Sanierung erforderlich gemacht und Fugenauswaschungen, Absandungen und Mauerwerksausbrüche gilt es zu sanieren“, erläuterte  Albrecht auf einem Rundgang durch die Burganlage.

Erste Erwähnung findet die landschaftsprägende Burg bereits im Jahr 1109. Der spätstaufische Bergfried wurde erst zwischen 1225 und 1250 errichtet. Nach 1356 wurde die Burg erweitert und bis 1436 schrittweise umgebaut. In den Bauernkriegen wurde Burg Steinsberg 1525 geschleift und bis 1556 wieder instandgesetzt. 1777 brannte sie nach einem Blitzeinschlag ab und diente anschließend als Steinbruch. Im Zentrum der Anlage befindet sich die eigentliche Kernburg mit Bergfried, Palas, Zisterne und Wirtschaftsgebäuden. Auf der Ringmauer verlief ein Wehrgang, der teilweise noch erkennbar ist. Der Palas lehnt an der Westmauer an. Er war der einzige repräsentative Wohnbau auf der Burg. Hauptaugenmerk und größtes Gebäude von Burg Steinsberg ist der Bergfried im Zentrum der Anlage. Er besitzt einen achteckigen Grundriss, vier Meter dicke Mauern und erstreckt sich über sechs Geschosse, die durch ungewöhnliche Scheingewölbe voneinander getrennt sind. Der einzigartige Bau aus Keupersandstein ist rund 30 Meter hoch und besaß seinen ursprünglichen Eingang auf 10 Meter Höhe.

In Baden-Württemberg fließen jährlich rund 28 Millionen Euro aus Lotteriemitteln in den Denkmalschutz. Der Hauptanteil in Höhe von 24,9 Millionen Euro stammt aus dem Wettmittelfonds, den das Land aus den Reinerlösen der staatlichen Lotterien bildet. Damit wird unter anderem das Denkmalförderprogramm des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen finanziert. Aus der Rentenlotterie GlücksSpirale werden weitere Mittel bereitgestellt. 2016 beliefen sich diese auf rund 3,1 Millionen Euro für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Denkmalstiftung Baden-Württemberg.

Text: Stadt Sinsheim       Fotos: Hans-Joachim Janik    kraichgau-lokal.de

Veröffentlicht am 20. Oktober 2017, 18:01
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