Rauenberg: „Lian und die Nachtigall“ ein Musical der Superlative …

„Lian und die Nachtigall“ ein Musical der Superlative …
Gesang und Theater von Amateuren – Spitzenklasse!

Lian und die Nachtigall

(hjj) Sonntag 18.März 2018, alle lokalen Sportveranstaltungen wegen des plötzlichen Wintereinbruchs abgesagt, mußte ja die Zeit genutzt werden. Seit geraumer Zeit hatten wir diese Veranstaltung angekündigt, also was lag näher dieses „Drei-Tage-Event“ auch zu besuchen. Ich bin kein professioneller Chorgesangs- und Theaterkritiker, wer mich kennt, weiß dass ich nicht alles „über den Klee lobe“! Zwar liegt über jeder Objektivität ein wenig Emotion, aber als blauäugig kann man mich deshalb nicht bezeichnen. In medias res …


Die Mannaberghalle war gestern eine „große Bühne“ für „kleine Künstler“, oder umgekehrt? Nachdem das Musical beendet war erschien mir der Umkehrschluß doch angebrachter zu sein! Was ich gesehen habe, war in allen Belangen schon Semi-Professionell. Vom Ensemble über das Bühnenbild, dem Arrangement, die Disziplin bis hin zur Organisation ganz große Klasse. Ich hatte auch Gelegenheit „backstage“ zu sein, also hinter die Kulissen zu schauen, freundlich aufgeregt aber immer guter Dinge, da sieht man doch, wieviel Spaß, Freude und Herzblut dahinter steckt. Dabei ist nicht zu vergessen, es war kein Event das mal soeben kurz aufgeführt wird. Arbeit und Stunden ohne Ende für ALLE Beteiligten. Dabei ca 70 Kinder und etwa 30 Erwachsene – auf der Bühne, sicher nochmal genausoviel, die sich um alles „kümmerten“! Kostüme mußten hergestellt werden, übrigens an Identität mit dem des „Reiches der Mitte“mangelte es nicht, die Maskenbildner taten ihr Übriges dazu, man fühlte sich fast in 7.324 km  östlichem Original Schauplatz – China, was eingangs von Alexandra Hotz in ihrer Begrüßung so anschaulich beschrieb.
Nun zur Handlung in kurzen Worten …
„Die Geschichte spielt am Hofe des chinesischen Kaisers Qing Chiang, großer Liebhaber seines Gartens „Tschang An“ mit all seiner Blumenpracht! Lian, ein Mädchen aus der kaiserlichen Küche, ist des nachts in besagtem Garten unterwegs, um dem Gesang der „Nachtigall“ zu lauschen und sich mit ihr zu „unterhalten“! Eines Nachts, der Kaiser konnte nicht einschlafen, lauschte auch er dem lieblichen Gesang und wünschte sich fortan, diesen Gesang der Nachtigall immer und jederzeit hören zu können. Lian, die von diesem Wunsch erfuhr, wollte die Nachtigall übereden diesn Wunsch zu erfüllen. Zunächst stimmte sie zu, unter einer Bedingung – der „Goldene Käfig“ in den sie fliegen sollte, den der extra Kaiser bauen ließ, dürfe nie abgeschlossen werden. Doch des Kaisers Schwester  Fu, die nicht gerade erbaut war, die politischen Geschäfte des Kaisers zu übernehmen, während er „mondsüchtig“ der Nachtigall lauschte. Sie spielte ihrem Bruder einen Streich, ließ zunächst,einen Kuckuck einfangen und sperrte später den Käfig zu, als sich die „echte Nachtigall“ darin befand! Den Schlüssel versteckte sie, dabei spielte die chinesische Glückszahl „9“ eine entscheidende Rolle …“ Am Ende der Veranstaltung bekamen die Künstler ihren „gerechten Lohn für sehr gute Arbeit“, ein lang anhaltender Beifall der kleinen und großen Besucher, auch gab es Szenenapplaus an einigen Stellen! 
In knapp 120 Minuten Spielzeit entwickelte sich eine interessante und spannende Geschichte mit hervorrander Inszenierung des Stückes, das unter der Gesamtleitung von Sabine Stier stand. Die Autoren, wobei das Libretto von Veronika te Reh  und die Musik von Dr. Wolfgang König stammt, können stolz auf die Umsetzung „ihres Werkes“ sein. Der Kinder und Jugendchor des Liederkranz 1889 Rauenberg e.V. wird sicher weiter von sich reden machen! 
Hier eine kleines akustisches und optisches Schmankerl!

     
Abschließend noch ein kleiner Spruch mit tieferem Sinn, (aus der Sicht der Nachtigall) der mir über die Geschichte eingefallen ist und über den es sich nachzudenken lohnt: 
„Wer frei ist, lässt Andere frei sein. Doch ein Gefangener hält Andere gefangen.“
Zahlreichen Sponsoren und nicht zuletzt ALLEN Künstlern sollte hier gedankt werden, die sich um die Kultur und Kunst auf dem Lande eingesetzt haben. Ich schließe mich in diesen Dank ein und wünsche weiterhin fruchtvolle Zusamenarbeit bei der nächsten Produktion, die leider erst wieder in 3 Jahren zur Aufführung kommen wird!

Text & Fotos: Hans-Joachim Janik   kraichgau-lokal.de

Veröffentlicht am 19. März 2018, 18:04
Kurz URL: http://kraichgau-lokal.de/?p=250719 

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