Markus Kapp mit „Wir schweiffen APP“ ein Musikkabarett der Extra-Klasse …

Markus Kapp mit „Wir schweiffen APP“ ein Musikkabarett der Extra-Klasse …
gestern zu Gast im Sinsheimer „Würfel“ – Theater!

Markus Kapp – Wir schweiffen APP

(hjj) Wer kennt nicht die volksmündliche Aussage „Jedem Narr g’fällt sei Kapp‘!“ – Um diesen Spruch aufzugreifen und geflügelt zu verwenden – wir waren gestern gerne so ein Narr! Während in Steinwurfweite der 105. Fohlenmarkt tobte, wurde im „Würfel“- Theater eine ganz andere Art „Kultur“ präsentiert.
Markus Kapp, keine ganz unbekannte Größe am Kabarett-Himmel, stellte sein erstes Soloprogramm vor. Schon bei der einleitenden Begrüßung ließ er sein Können aufblitzen, in dem er mehrere Versionen vorstellte, da er immer wieder vermeintliche Fehler dabei entdeckte. Ein wesentliches Thema waren die modernen Medien mit denen er sich in verschiedentlicher Art auseinandersetzte. Zwischenmenschliche Beziehungen dabei differenziert darlegte. Alles eigenkompostionell musikalisch untermalt und begleitet … eine grandiose Darbietung … zum Teil interaktiv beim Thema Vergleich „Früher- Heute“, in seiner Art, doch allen bekannt! Eine kurze Pause war nötig, ob der Wärem und der Verarbeitung der vielen Informationen. Nach der Pause stellte er sich vor … so machen wir das auch … mit einem Link auf seine Vita – wir sind ja schließlich auch modern denkend und schlagen deshalb nicht aus der Art. Nicht nur musikalisch und in Worten glänzte der Protagonist, sondern unterstützte seinen Auftritt mit entsprechender Gestik und Mimik. 
Wir haben eine kleine Bildergalerie hier eingestellt, um das aufzuzeigen ….

 Aus dem Programm zusammengefasst …

„Männer sind nicht multitaskingfähig“, sagt man. Doch Männer können Fußball gucken, zugleich ein Bier trinken und bei Facebook online sein, neue Apps runterladen und Zuhören simulieren. Wie lässt sich das erklären?

Die Zeiten, in denen man sich nur auf einen Menschen oder eine Sache zu konzentrieren brauchte, sind aufgrund unserer imposant rasanten, multimedialen Welt endgültig vorbei. Denn da wir alle am selben Strang ziehen, darf man getrost den Faden verlieren.
Aber ausgerechnet der rote Faden ist es, den sich Markus Kapp vorknöpft zu finden und mithilfe von Tasten und Tönen zu entknoten sucht. Doch selbst, wenn an diesem Abend nichts gefunden wird, Hauptsache es wird danach gesucht. Denn das Suchen ist scheinbar wichtiger geworden als das Finden. Man muss eben nur die richtigen Fragen stellen, um sicher gehen zu können, gar keine oder eine Million Antworten zu bekommen: Warum gehen Frauen immer zu zweit aufs Klo? Wieso kostet in Uganda eine Kalaschnikow genau so viel wie ein Huhn? Ist „Badisch“ wirklich ein Dialekt? Warum gibt es in Deutschland mehr Handys als Ohren? Was macht Pippi Langstrumpf heute? Warum sind die „hohen Tiere“ nicht im Zoo zu finden? Und: An welcher Garderobe kann man sein Resthirn abgeben?
Es gibt so viele Fragen, aber noch viel mehr nutzlose Informationen, mit denen wir täglich bombardiert werden, doch zum Glück helfen uns die Medien, dass wir uns über die „richtigen“ Dinge aufregen!
Konzentrieren wir uns deshalb auf’s „Abschweifen“, denn wer nicht hören will, muss auch B sagen. Und eines ist sicher: Wer mit der Zeit geht, darf nicht mit Steinen werfen!

Fazit: Wenn man einmal einen Satz begonnen hat, dann muss man ihn auch …
Falls nicht, gibt es dafür sicher auch eine App.

Text & Fotos: Hans Joachim Janik 

Veröffentlicht am 2. Juni 2019, 11:50
Kurz URL: http://kraichgau-lokal.de/?p=283022 

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