Maria Himmelfahrt in Dielheim …

Maria Himmelfahrt in Dielheim…

Im heutigen Alltagsleben wird ein solcher „Feiertag“ kaum beachtet, doch die damit zusammenhängenden Bräuche sind in katholischen Gemeinden durchaus noch gepflegt und traditionell gefeiert.
Seit nunmehr 125 Jahre ist die Dielheimer Marienkapelle an der  Baiertaler Straße ein idyllischer Ort der Marienverehrung. So auch am vergangenen Mittwoch am 15. August, dem Festtage Maria Himmelfahrt. Dort fand am Abend ein festlicher Gottesdienst statt, den Pfarrer Hafner und der polnische „Ferienpfarrer“ Lukomski gemeinsam zelebrierten. Von einem emotionalen Fest für die Gläubigen sprach Pfarrer Hafner in seiner Predigt. Ein Fest das nicht von der Kirche eingesetzt wurde, sondern auf die Volksfrömmigkeit der Menschen zurückgeht und immer wieder vom inneren Antrieb heraus gelebt wird. So waren viele Menschen gekommen, nicht nur aus Dielheim, sondern auch von Pfarreien der Nachbarschaft.

Der größte Teil der Besucher hatte auch den traditionellen Kräuterstrauß in der Hand, um den Segen Gottes dafür zu erbitten. Der „Werzwisch“ , wie er in Dielheim genannt wird, besteht aus Kräutern und Blumen. Eben aus dem, was die Natur in dieser Jahreszeit in den Gärten und Feldern so hergibt. 

Die Königskerze, welche früher die optische Krönung des Kräuterstraußes war, findet man fast nicht mehr in der Natur, genau wie die eine oder andere Pflanze. Aus Überlieferung hört man, dass es mindestens 7 verschiedene Kräuter sein sollen, geweiht zum Schutze von Leib und Leben. Jede Region hat so seine eigenen „Vorgaben“ über die Zusammensetzung. Im badischen Gengenbach können es nicht viel genug sein. Dort werden die „Kräuterbüschel“ als wahre Kunstwerke gestaltet und nach dem Festgottesdienst  zur Prämierung ausgestellt, eine folkloristische Attraktion, der viele Besucher beiwohnen.

In Dielheim schloß sich zum Ende der festlichen Messfeier eine eindrucksvolle Lichterprozession an. Singend und betend führte der Weg durch die Straßen am Baiertaler Berg, zurück zur „Lourdeskapelle“, wie das idyllische gelegene Kleinod noch genannt wird.

Beispiel eines „Werzwisch“ den wir aus der Ortenau (Gengenbach) mitgebracht haben!

Nicht nur an Maria Himmelfahrt zieht es die Gläubigen dorthin, um den Schutz Marias zu erbitten oder den Dank zum Ausdruck zu bringen. Beginnend mit der Maiandacht im Wonnemonat, findet dort an jedem Mittwochnachmittag um 15.00 Uhr ein Gottesdienst statt mit anschließendem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. Aber auch sonst bietet es sich an, persönliche innere Einkehr zu halten an einem Ort, der von vielen Einheimischen seit eh und je geschätzt wird.
Schön, dass solche Bräuche in dieser „neuen“ Welt noch immer gepflegt werden. Wollen wir doch diese Tradition auch bei uns weiterführen. Diese, unsere Kultur sollte unbedingt erhalten bleiben!

Mit diesen Worten wünschen wir unseren Lesern ein schönes Wochenende und bleiben Sie gesund! 

Paul und Hans Joachim … das „Dielema dreamteam“!

Veröffentlicht am 17. August 2018, 18:15
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