Interessanter Vortrag der VHS in Dielheim – Jagdverhalten von Hunden …

Interessanter Vortrag der VHS in Dielheim – Jagdverhalten von Hunden …
immer wieder ein Thema, gerade jetzt in der Brut und Brunftzeit

(hjj) Am vergangenen Mittwochabend bot die VHS Wiesloch in Dielheim einen Vortrag über das Jagdverhalten der Hunde, im Allgemeinen, im Bürgersaal Dielheim einen Vortrag an.

Referentin Katrin Bechtel

Die Referentin Katrin Bechtel, Mitarbeiterin im Netzwerk von Martin Rütter „Hundeschule für Menschen“ konnte nahezu 20 Ineressierte begrüßen. In ihrem 2 stündigen Vortrag wurde so manches „Problemchen“ angesprochen. Interaktiv wurde das Auditorium in den Vortrag eingebunden. Beginnend mit der Abstammung des Hundes vom Wolf und dessen Jagdverhalten bis zu Einzelfällen aus der täglichen Praxis wurden erfahrungen ausgetauscht. Überwiegend die „Frauchen“ waren Besucher des Vortrages. Die „Herrchen“, wie auch immer, sind im Glauben ihren „Liebling und Begleiter“ in jeder Situation zu beherrschen. Dem ist sicher nicht so! Wir konnten diesen Vortrag begleiten und so manche „Unbekannte“ entdecken. Dabei wollen wir gleich auf einen weiteren Vortrag hinweisen, der am Mittwoch den 10. April um 19.00-21.00 Uhr an gleicher Stelle stattfinden soll. Thema auf den ersten Vortrag aufbauend : „Kind und Hund – Regeln für ein harmonisches Zusammenleben“!
Es ist immer wieder der Fall, dass sich die Hundhalter nicht bewusst sind, selbst in guter Kenntnis ihres Vierbeiners, dass ein Jagdinstinkt, in verschieden Phasen nicht mehr zu unterbinden ist. Dies betrifft ALLE Hunderassen, vom kleinsten Malteser bis zum Rottweiler oder Dobermann. So ist auch das Jagdverhalten der „domestizierten Wölfe“, das in 8 Phasen abläuft! Wobei es doch Unterschiede bei den Einzelnen Rassen gibt!
Wir haben ein paar wenige Auszüge aus dem Vortrag als kleines Beispiele abgelichtet!

Leyla – Katrin Bechtel’s Dackel in „Vorsteh-Haltung“!

Wichtig, so scheint uns, es gibt eine Anleinpflicht in bestimmter Umgebung! Ein Hund greift kaum in „böser“ Absicht einen Menschen oder anderes Tier an, das größer ist als er selbst. Sicher kann man aber nie sein!

Hier nochmals eine kurze Zusammenfassung:

  • Unterschied Hund – Wolf —> Wolf jagt zur Nahrungbeschaffung, Hund i. d. R. aus Spaß
  • Jagdverhalten zeigt sich schon beim Welpen (früh kanalisieren und nicht verselbständigen lassen)
  • Hunde jagen wenn sie buddeln, stöbern, Bällchen spielen, Fliegen fangen, Beute schütteln, Schatten jagen, Wild hetzen, Hüten
  • Elemente der Jagd in folgender Abfolge: Orten, Fixieren, Anschleichen, Hetzten, Packen, Töten, Zerreissen und Fressen
  • je nach Rasse (ursprüngliche Selektion auf Verwendung der Hunde) unterschiedliche Ausprägung der einzelnen Elemente
  • Um unerwünschtes Jagdverhalten zu vermeiden muss trainiert werden: Rückruf, Impuslkontrolle (=Aushalten von immer spannenderen Reizen)
  • Alternativverhalten zur Jagd soll angeboten werden (je nach Interesse des Hundes), z. B. Apportiertraining, Fährtenarbeit, Suchspiele, Treibball
  • Bei bereit bestehendem Jagdverhalten: Schleppleinentraining, Ausführung/Erfolg unbedingt verhindern, existenzielles Training und nach Alternativen suchen die dem Hund Spaß machen
  • Körperliche und geistige Auslastung sind neben einer geklärten und gut strukturierten Mensch-Hund-Beziehung die Basis der Vermeidung jedes „Fehlverhaltens“ unserer Hunde.
    (Zusammenfassung: Referentin Katrin Bechtel)

Nun ja, wir sind keine Hundehalter (mehr) – trotzdem haben wir wieder neue Erfahrungen gesammelt und Kenntnisse gewonnen!

Text & Fotos: HJJ

Veröffentlicht am 28. März 2019, 22:17
Kurz URL: http://kraichgau-lokal.de/?p=279556 

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