Hockenheim/Speyer/Sinsheim: Großkontrolle auf A 61; 39 Ermittlungsverfahren eingeleitet; Verfolgungsfahrt kurz vor Sinsheimer Innenstadt abgebrochen; Zeugen gesucht

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 22-05 Uhr, wurde auf dem Rastplatz „Wilhelmswiesen“, an der A 61, zwischen der Anschlussstelle Hockenheim/Speyer und dem Autobahndreieck Hockenheim eine Großkontrolle durchgeführt.

In den Einsatz eingebunden waren insgesamt rund 70 Beamte. Neben dem Verkehrskommissariat Walldorf, dem Einsatzzug Heidelberg, der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg; den Polizeirevieren Wiesloch, Ladenburg, Mannheim-Neckarau und Mannheim-Innenstadt, waren auch Beamte des Hauptzollamts Karlsruhe u.a. mit zwei Drogenspürhunden, Beamte des Polizeipräsidiums Stuttgart und im Rahmen der Sicherheitskooperation auch Beamte der Polizeipräsidien Südhessen und Rheinpfalz im Einsatz.

Darüber hinaus wurde der Einsatz durch 15 Angehörige des Technischen Hilfswerks (THW) Wiesloch/Walldorf logistisch und technisch, u.a. durch Ausleuchten des Rastplatzes unterstützt.

Hauptthemenpunkte des Einsatzes waren die Bekämpfung der länderübergreifenden Eigentumskriminalität, die Informationsgewinnung zu reisenden, international agierenden Tätergruppierungen und die Bekämpfung der Drogenkriminalität.

Insgesamt wurden 255 Personen und 125 Fahrzeuge kontrolliert. Es wurden 39 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Fast die Hälfte (17) wegen des Verdachts, gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen zu haben. Verschiedene Drogen, hauptsächlich Cannabis, im zweistelligen Grammbereich wurden beschlagnahmt. Sieben Personen waren unter Drogen- und/oder Alkoholeinfluss gefahren. Wegen des Verdachts des Diebstahls wird gegen zwei Personen ermittelt. In diesem Zusammenhang wurden auch 20 Markenbekleidungsartikel sichergesellt. Woher sie stammen, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Weitere Ermittlungsverfahren wegen Verstöße gegen das Waffengesetz, gegen das Tabaksteuergesetz -Einfuhr von 4,5 Kilogramm unversteuerten Tabaks- sind anhängig. Auch wegen des Verdachts der Urkundenfälschung wird in zwei Fällen ermittelt. Insgesamt wurden Kautionen von weit über 2.000.- Euro erhoben.

Um die Großkontrolle durchzuführen, war es notwendig, auf der A 61, ab der Anschlussstelle Hockenheim/Speyer verkehrslenkende Maßnahmen zu treffen. Zunächst wurde ein sogenannter Geschwindigkeitstrichter -Herunterregelung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit- eingerichtet. Zudem wurde anschließend die zweispurige Autobahn auf eine Spur verengt. Durch Vorkontrollen wurden verdächtige Fahrzeuge und Personen herausgefiltert und an der Sperrstelle am Autobahnparkplatz ausgeleitet.

Gegen 23 Uhr durchbrach der Fahrer eines hochmotorisierten VW Golf die diese Sperrstelle an der Parkplatzzufahrt -verletzt wurde zum Glück niemand- und flüchtete auf der Autobahn weiter über die A 6 in Richtung Heilbronn. Ein Verfolgungsfahrzeug des Verkehrskommissariats Walldorf heftete sich an die Fersen des mit zwei Insassen besetzten Fahrzeuges. Mit Geschwindigkeiten bis zu 260 km/h versuchte der unbekannte Fahrer, die Zivilfahnder abzuschütteln. Unterwegs wurden mehrere „Päckchen“ aus dem Seitenfenster des VW geworfen. Nachdem das verfolgte Fahrzeug an der Anschlussstelle Sinsheim die Autobahn verließ, Richtung Innenstadt fuhr und am Ortseingang mit hoher Geschwindigkeit rote Ampeln überfuhr, wurde die Verfolgung abgebrochen. Die Insassen des VW Golf konnten unerkannt entkommen. Wie sich schließlich herausstellte, war die Sinsheimer Innenstadt kurz nach 23 Uhr noch sehr belebt. Eine weitere Verfolgung des Fahrtzeuges hätte ein enormes Gefährdungspotential Unbeteiligter mit ungeahnten Folgen nach sich ziehen können. Die Ermittlungen zu dem unbekannten Fahrzeug und dessen Insassen sind aufgenommen.

Wie vergangene Kontrollen, auch im Zusammenhang mit dem 2. Sicherheitstag des Polizeipräsidiums Mannheim am 29. März 2019 verdeutlichten, sind die Autobahnen A 61, A 6 und A 5 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mannheim, die Hauptverkehrsrouten grenz- und länderübergreifender Kriminalität. Dabei werden die Fernstraßen insbesondere auch von Drogenkurieren genutzt, die ihre „Waren“ in die südlichen Bundesländer oder in die Schweiz transportieren.

Aufgrund der immer wieder getroffenen Feststellungen beabsichtigt das Polizeipräsidium Mannheim, insbesondere das Verkehrskommissariat Walldorf, auch im Rahmen der Sicherheitskooperation mit Hessen und Rheinland-Pfalz, solche Großkontrollen fortzusetzen.

Im Zusammenhang mit der Verfolgung des flüchtenden VW Golf suchen die Ermittler Zeugen, denen das Fahrzeug aufgefallen ist, bzw. die auf der Fahrt über die A 61 und die A 6 von Hockenheim nach Sinsheim sowie in der Sinsheimer Innenstadt möglicherweise durch dessen Fahrverhalten gefährdet wurden.

Hinweise bitte an das Verkehrskommissariat Walldorf, Tel.: 06227/35826-0, das Polizeirevier Sinsheim, Tel.: 07261/690-0 oder an jede andere Polizeidienstelle.

Quelle: Polizeipräsidium Mannheim


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in unserer Rubrik: Blaulicht/Polizei

Veröffentlicht am 30. Juni 2019, 11:21
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