Getreideernte ist angesagt-Wintergerste ist reif-bevor der Regen kommt …

Getreideernte ist angesagt-Wintergerste ist reif – bevor der Regen kommt sollte geschnitten bzw. gedroschen werden!

(hjj) Welch ein Ausdruck – „gedroschen werden!“ Aber wir können uns noch an die Jugendzeit erinnern, als „Bub vom Land“! Da ging man noch  auf den Acker, mit Sense und Strohschnure bewaffnet, den Wetzstein nicht vergessen, der in einem Kuhhorn, gefüllt mit Wasser, steckte und am Gürtel befestigt war. Hat dieses nicht gereicht, hat man auf den Wetzstein gespuckt, daher auch der Utzname in einigen Gemeinden – „Wetzsteinspucker“!
Vorher wurde die Sense noch „gedängelt“, das monotone „deng-deng-deng“ klingt noch immer im Ohr! Ja, das ist heute alles Nostalgie und kaum vorstellbar! Die Ackerflächen wurden durch die Flurbereinigung zusammengelegt und werden heute mit dem Mähdrescher befahren und geerntet!

Zurück in die Vergangenheit – das geschnittene Getreide wurde gebündelt und mit der Strohschnure zu Garben zusammengebunden und aufgestellt! Dann mit dem Fuhrwerk, meist Leiterwagen von Kühen oder Ochsen gezogen, nach Hause gefahren. Dort wurde es eingelagert bzw. in einen örtlichen „Dreschschopf“ gebracht, wo EINE Dreschmaschine stand. Diese wurde mit der „Frucht gefüttert“ und das Korn in Säcke abgefüllt. Das Stroh wurde wieder gebündelt und in der Scheune gelagert, damit man über die Wintermonate die Ställe ausstreuen konnte. Die Fäkalien der Milchkühe tränkten es, danach wurden die Ställe ausgemistet. Dieser Mist wurde auf einem Haufen aufgeschichtet und diente als Dünger für die Felder! Einzig das ist heute noch aktuell!

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Ja so war das damals – lange ist es her, mehr als ein halbes Jahrhundert, aber noch immer in guter Erinnerung! Heute sieht das alles ganz anders aus! Wie das Getreide geerntet wird zeigt folgende Bildstrecke…

Das Korn wird im Mähdrescher „zwischengelagert“ und auf gr0ße Anhänger ausgeblasen dann direkt mit riesigen Traktoren zu den Lagerhäusern gefahren, wo es in Silos gefüllt wird. Die Wintergerste, damit spreche ich jetzt die Bier und Whisky-Trinker an, wird nicht in dem edlen Gebräu verwertet, dazu nimmt man Sommergerste, so haben wir uns sagen lassen!
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Noch was, man sieht es auf den Fotos, das Ganze ist eine staubige Angelegenheit!
Um solch große Flächen zu bewirtschaften braucht man auch entsprechendes Gerät! Das ist nicht ganz billig und erfordert erheblichen finanziellen Aufwand. Dafür hat man geringe Lohnkosten und ist immens schneller – so wie die Zeit immer schneller voranzuschreiten scheint!
Nun gut der Erklärung und den Einblick in die „Landwirtschaft“! Übrigens, die Wintergerste wird zur Futtermittelproduktion gebraucht! Ein Kreislauf des Tierlebens, denn die Tiere, die uns das Fleisch liefern, diese Tiere sind noch Vegetarier!

Text & Fotos: Hans Joachim Janik

Veröffentlicht am 9. Juli 2019, 22:09
Kurz URL: http://kraichgau-lokal.de/?p=285256 

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