Fronleichnam – Tradition nur auf dem Lande…?

Fronleichnam – für die christliche Welt auf dem Lande – für andere ein willkommener arbeitsfreier Tag?

(hjj) Eine völlig wertfreie Frage, die ich in den Raum stellen will! Ich hatte, wie schon seit mehreren Jahren, diese „Tradition“ begleitet – zunächst in Dielheim und kurze Zeit später in Balzfeld. Es gab viele Gemeinsamkeiten – gemessen an den Einwohnerzahlen doch schon ein paar Unterschiede. Lag es an den Anfangszeiten der Gottesdienste, den Temperaturen, am „Klientel“, an den „Protagonisten“ oder einbfach an der „allgemeinen Zeit“ bezüglich der kirchlichen Veranstaltungen? Ich weiß es nicht und will darüber auch keine Aussage machen. Ich habe aber bemerkt, dass es in der Tat noch viele Gläubige gibt, die an solchen Traditionen festhalten. Habe zwie Bilderstrecken von Dielheim und Balzfeld gemacht… vielleicht bemerkt der Eine oder Andere einen Unterschied – würde mich sehr interessieren!


Etwas zur Erklärung des Namens „Fronleichnam“, bevor die zweite Bilderstrecke aus Balzfeld kommt.
Fronleichnam ist ein katholisches Fest, das immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten begangen wird. Die Bezeichnung leitet sich aus dem Mittelhochdeutschen ab. „Vron“ steht für „Herr“, „lichnam“ für „Leib“. Der Begriff meint also „Leib des Herrn“ und hat nichts mit Leichen zu tun, wie etwa die Verballhornung „Happy Kadaver Day“ suggeriert. 

Mit dem „Fest des Leibes und Blutes Christi“ erinnern die Katholiken an das letzte Abendmahl Jesu. Er hatte laut Bibel den Aposteln Brot und Wein gereicht und dabei „Das ist mein Leib“ und „Das ist mein Blut“ gesagt. In den katholischen Messen wird dies in der Eucharistie (Kommunion) nachgefeiert – und an Fronleichnam noch einmal mit einem besonderen Fest. Es soll demonstrieren, dass Christus und damit Gott gegenwärtig ist.

Für die Katholiken ist Fronleichnam also ein Fest der Zuversicht. Weil in die traditionell stille Zeit vor Ostern keine aufwendigen Zeremonien passten, wurden sie am Ende der österlichen Zeit begangen. In vielen katholischen Gemeinden wird noch heute in bunten Prozessionen eine geweihte Hostie in einem goldverzierten Gefäß, der Monstranz, als Leib Christi durch die Straßen getragen. Seltener gibt es auch Schiffsprozessionen, etwa auf dem Rhein. Die Prozession steht sinnbildlich für das wandernde Gottesvolk in der Welt mit Christus in seiner Mitte. 


In Balzfeld wurde noch ein gemeinsames Mittagessen angeboten, was man auch gerne angenommen hat.

Last, but not least, so zu sagen ein TOPPING auf die Feierlichkeiten … der „Chef des Englert-Hauses“ feiert heute in diesem schönen Rahmen seinen 71. sten Geburtstag –

Herzlichen Glückwunsch , verbunden mit viel Gesundheit und weiterer Schaffenskraft,

von allen Gemeindemitgliedern,  mir persönlich, sowie der Redaktion!

Text & Fotos: Hans-Joachim Janik     kraichgau-lokal.de

 

Veröffentlicht am 15. Juni 2017, 17:22
Kurz URL: http://kraichgau-lokal.de/?p=216812 

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